Frauenstimmen - Interviewpodcast mit Anita Pitsch Archiv
79 Episoden
42 Minuten
Was passiert, wenn eine Frau genussvoll isst, bunt und laut ist und sich nicht ständig fragt, ob sich das gerade gehört? Darüber spreche ich in dieser Podcast-Folge mit Lilli aus Wien, bekannt für ihre lebensfrohen Instagram-Videos über Essen, Genuss und Wien. Viele Menschen schreiben ihr, wie befreiend sie es finden, eine Frau so selbstverständlich essen und genießen zu sehen. Lilli möchte sich, wie sie sagt, „sehr ungern in irgendwelche Benimmregeln einsperren“. Wir sprechen darüber, wie Frauen beobachtet und beurteilt werden und warum Männern bei ihrem Verhalten oft mehr verziehen wird als Frauen. Auch das Älterwerden ist Thema: „Wir sind auch nicht gewohnt, Frauen in meinem Alter so zu sehen“, sagt Lilli. Was sagt das über unsere Bilder von Frauen und darüber aus, wie sie sein sollen? Ihre Haltung zeigt sich auch in ihren Lebensentscheidungen: Sie hat einen beruflichen Weg verlassen, der sie unglücklich gemacht hat, und sich von ihrem Mann getrennt. Die beiden gestalten das Familienleben weiterhin freundschaftlich. Für Lilli ist klar: „Mir ist offensichtlich Freiheit wichtiger als Sicherheit.“ Auch die Frauen, die Lilli geprägt haben, bekommen im Gespräch Raum. Sie erzählt vom gemeinsamen Kochen mit ihrer Mutter und ihrer Tochter. Und von ihrer Großmutter, die im Widerstand war. An ihr beeindruckt Lilli besonders, dass sie trotz erlebten Unrechts nie in der Opferrolle blieb, sondern stark und selbstbestimmt war. Eine Folge über Frauenbilder, gesellschaftliche Erwartungen und die Freiheit, das eigene Leben nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten.
53 Minuten
Warum fällt es so vielen Frauen schwer, sich sichtbar zu machen? Was hält sie zurück und wie gelingt es trotzdem? Darüber spreche ich in dieser Folge mit Kerstin Sommer, Expertin für authentische Sichtbarkeit und Personal Branding. Wir sprechen zunächst über die Gedanken und Ängste, die Frauen davon abhalten können, sich zu zeigen. Über die Frage, was andere denken könnten, über Selbstzweifel, die Angst, sich zu blamieren, und über Perfektionismus, der uns immer wieder davon abhält, einfach anzufangen. Kerstin erzählt sehr offen von ihrem eigenen Weg und davon, was ihr geholfen hat, mit diesen Hürden umzugehen und immer sichtbarer zu werden. Doch Sichtbarkeit auf Social Media bedeutet auch, zu wissen, womit man eigentlich sichtbar werden möchte. Was ist mein Thema? Wofür möchte ich bekannt werden? Für wen möchte ich da sein? Und welche Menschen möchte ich mit meiner Botschaft erreichen? Wir sprechen darüber, warum es wichtig ist, das eigene Thema wirklich zu kennen und dafür zu brennen, warum nicht möglichst viele Menschen die richtigen Menschen sein müssen und weshalb die Botschaft wichtiger ist als eine perfekte Inszenierung. Und wir sprechen darüber, was passiert, wenn wir uns tatsächlich zeigen. Denn Sichtbarkeit kann nicht nur verändern, wie andere uns wahrnehmen, sondern auch, wie wir uns selbst erleben. Wir können mutiger werden, mehr Vertrauen in unsere eigenen Fähigkeiten entwickeln und lernen, unseren Platz einzunehmen. Eine persönliche Folge über Frauen, Social Media, Sichtbarkeit, Personal Branding und die Frage, was uns zurückhält und was uns dabei helfen kann, unseren eigenen Weg in die Sichtbarkeit zu gehen.
55 Minuten
In dieser Podcastfolge ist Laura Dee zu Gast, Chansonsängerin, Liedermacherin und Pianistin aus Berlin. Laura hat mit ihrer französischsprachigen Musik ihren ganz eigenen künstlerischen Weg gefunden. In ihrem Album „Courageuses“ widmet sie sich mutigen Frauen und gesellschaftlich relevanten Themen. Dabei gibt sie unter anderem der französischen Paralympics-Athletin Marie-Amélie Le Fur und Gisèle Pelicot eine musikalische Stimme. Im Gespräch erzählt Laura, wie aus persönlichen Erfahrungen der Wunsch entstanden ist, mit ihrer Musik über die eigene Lebenswelt hinauszublicken. Sie spricht darüber, warum sie Frauen sichtbar machen möchte, die Herausforderungen gemeistert haben, und weshalb Kunst auch gesellschaftliche Verantwortung übernehmen kann. Ein weiterer Schwerpunkt unseres Gesprächs ist die Kraft von Netzwerken: Mit ihrer Konzertreihe „French & Female Vibes“ bringt Laura Künstlerinnen zusammen und schafft Räume für Austausch, gegenseitige Unterstützung und neue Verbindungen. Wir sprechen über den Mut, einen eigenen künstlerischen Weg zu gehen. Musik als Möglichkeit, gesellschaftliche Themen anzusprechen. Lauras Engagement für mehr Sichtbarkeit von Frauen in der Musik. Die Bedeutung von Netzwerken und Frauen, die sich gegenseitig stärken. Ein Gespräch über Kunst mit Haltung, mutige Lebenswege und die Frage, wie wir gemeinsam mehr bewegen können. Jetzt reinhören und Laura Dee kennenlernen
1 Stunde 9 Minuten
Was bedeutet Queerness eigentlich? Wofür stehen die Buchstaben LGBTIQA+? Warum sind Pronomen wichtig und weshalb spielen Sprache und Sichtbarkeit eine so große Rolle? Was bedeutet Queerness eigentlich? Wofür stehen die Buchstaben LGBTIQA+? Warum sind Pronomen wichtig und weshalb spielen Sprache und Sichtbarkeit eine so große Rolle? In dieser Folge ist Astrid zu Gast, Lehrerin, Sexualpädagogin, Autorin und Beraterin. Gemeinsam sprechen wir über Queerness, Identität, Sprache und gesellschaftliche Vielfalt. Astrid teilt sowohl ihr fachliches Wissen als auch persönliche Erfahrungen und gibt Einblicke in ihre Arbeit mit queeren Menschen. Wir sprechen darüber, was hinter den Begriffen LGBTIQA+ steckt, warum die Unterscheidung zwischen sexueller Orientierung, Geschlechtsidentität und Geschlechtsausdruck wichtig ist und welche Bedeutung Begriffe wie trans, cis, nicht-binär oder intergeschlechtlich haben. Außerdem geht es um Pronomen, diskriminierungsfreie Sprache und den respektvollen Umgang miteinander. Ein weiterer Schwerpunkt der Folge sind Vorurteile, gesellschaftliche Herausforderungen und Diskriminierungserfahrungen, die queere Menschen erleben können. Dabei sprechen wir auch über Intersektionalität, Inklusion und die Frage, wie wir Räume schaffen können, in denen sich Menschen gesehen, gehört und angenommen fühlen. Diese Folge richtet sich an alle, die mehr verstehen möchten, Fragen haben oder sich dem Thema Queerness offen und neugierig nähern wollen. Es ist ein Gespräch über Vielfalt, Selbstbestimmung und Menschlichkeit und darüber, wie ein respektvolles Miteinander gelingen kann
55 Minuten
Sara Telek ist Schiedsrichterin und behauptet sich auf einer der lautesten und von Männern dominierten Bühnen des Sports. 18 Jahre Erfahrung, viele Spiele, Entscheidungen in Sekunden und ein Weg, der alles andere als geradlinig war. Denn eigentlich kommt Sara aus der Kunstwelt: Musik, Tanz, Bühne. Wie kam sie zum Fußball? Mit 14 begann alles auf dem Schulhof, und genau ab da wurde es spannend. Aus einer kreativen Jugendlichen wird eine Pionierin in der österreichischen Männer-Bundesliga. Aber, wie fühlt es sich an, als erste Frau dort auf dem Platz zu stehen? Und was passiert, wenn du plötzlich nicht nur Entscheidungen treffen musst, sondern auch ständig beweisen musst, dass du überhaupt „dorthin gehörst“? Darüber sprechen wir in dieser Podcastfolge: Ihr erstes Spiel als Schiedsrichterin (inklusive „Abseits“ Moment). Den Sprung vom Kicken im Park zur FIFA-Ebene. Über Sexismus am Spielfeldrand und wie sie damit umgeht. Warum Sichtbarkeit im Frauensport alles verändert und was sie heute jungen Menschen raten würde, die „einfach anfangen“ wollen Ein Satz aus dem Gespräch bleibt besonders hängen: „Wenn du es nicht siehst, glaubst du auch nicht, dass du es sein kannst.“ Sara ist nicht nur Schiedsrichterin, sondern auch ein Beispiel dafür, wie Sichtbarkeit und Mut dazu beitragen, traditionelle Rollenbilder im Sport zu verändern.
47 Minuten
Stillen gilt als etwas „Natürliches“. Etwas, das einfach funktioniert. Etwas, das irgendwie dazugehört. Und genau darüber müssen wir sprechen. Denn was passiert eigentlich, wenn die Realität ganz anders aussieht als die Vorstellung? Wenn auf einmal Erwartungen, Druck, Unsicherheit, gesellschaftliche Bilder und die eigene Selbstbestimmung aufeinandertreffen? In der neuen Folge spreche ich mit Autorin Britta Fuchs über ihr Buch „Unstillbar“. Ein Buch, das weit über das Thema Stillen hinausgeht. Wir sprechen darüber, warum Stillen so unsichtbar ist. Warum viele Frauen das Gefühl haben, vorbereitet zu sein und dann doch überrascht werden. Warum Mutterschaft, Fürsorge, Rollenbilder und Gleichberechtigung untrennbar miteinander verbunden sind. Es geht nicht nur um Milcheinschuss, Wochenbett und Unterstützung, es geht um Scham und Öffentlichkeit. Um die Frage, warum der Fokus oft auf dem Baby liegt und so selten auf der Mutter. Und um einen Gedanken, der mich besonders berührt hat: „Je weniger Informationen wir haben, desto weniger selbstbestimmt können wir entscheiden.“ Diese Folge macht sichtbar, was oft unsichtbar bleibt. Für Stillende. Für Eltern. Für alle, die verstehen möchten, wie tief gesellschaftliche Erwartungen in unser Leben hineinwirken.
59 Minuten
In der neuen Podcastfolge spreche ich mit Dr. Freeman im Hotel Imperial. Die Idee dazu entstand ganz spontan: Am 8. März war ich mit einer Freundin vor einer Veranstaltung im Musikverein in der Hotelbar, als ich Dr. Freeman dort sah. Ich habe sie einfach angesprochen und sie hat tatsächlich Ja gesagt. Die jüdische Geschichte hat mich immer sehr betroffen gemacht. Dr. Freeman steht als Jüdin in der Öffentlichkeit und teilt ihre „Überlebensgeschichte“. Es ist mir eine große Ehre, dass sie in meinem Podcast erzählt, wie sie diese Zeit erlebt hat und wie sie es geschafft hat, trotz allem ein erfülltes Leben zu führen. Besonders interessant fand ich, dass sie schauspielerische Ambitionen hatte und welche Rolle ihr Mann dabei gespielt hat, dass sie diesen Weg nicht weiterverfolgt hat. Trotz ihrer feministischen Einstellung. Spannend ist auch, warum sie Psychoanalytikerin geworden ist, obwohl sie ursprünglich Politik studieren wollte. Was ich diesmal auch sehr genossen habe: Meine Tochter Julia hat mich unterstützt. Sie hat die Fotos gemacht und darauf geachtet, dass die Hintergrundgeräusche nicht allzu laut wurden. Ein weiterer schöner Moment ist der, wenn sie eine Stelle von Shakespeare rezitiert. Besonders berührt hat mich Dr. Freemans Art zu leben. Ihr Leitsatz: „Wenn es besser für die Welt ist, dann tu es für die Welt.“ Vieles hat Dr. Freeman schon an anderer Stelle erzählt. In diesem Podcast teilt sie Themen, die ihr noch nicht kennt.
45 Minuten
Frauen im Sport brauchen Sichtbarkeit und genau dafür setzt sich Katharina Leder ein. Sie ist die Gründerin von „leMove“, der ersten Sportagentur in Österreich, die sich ausschließlich für Sportlerinnen einsetzt. Im Podcast sprechen wir darüber, warum Frauen im Sport trotz großartiger Leistungen oft unsichtbar bleiben. Katharina erzählt, wie ihr emanzipierter Hintergrund sie geprägt hat. Sie berichtet, wie sie ihre Begeisterung für Sport entdeckte und warum sie sich entschied, Sportmanagement zu studieren. Außerdem erzählt sie von ihren Erfahrungen mit Nachwuchs-Teams, ehrenamtlicher Arbeit und Projekten, die ihr die Augen geöffnet haben. „Ich habe erkannt: Sportlerinnen werden oft unsichtbar gemacht und das wollte ich ändern.“ In der Folge geht es um die Herausforderungen von Sportlerinnen: Finanzierung, Sponsoring, Medienpräsenz und wie man diese Hürden erfolgreich meistert. Katharina erzählt uns, wie sie Athletinnen coacht, ihnen Selbstbewusstsein und Tools für Personal Branding vermittelt und sie so befähigt, langfristig unabhängig und sichtbar zu sein. Ein inspirierendes Gespräch über Frauenpower im Sport, die Bedeutung von Medien und Sponsoren und die Vision, dass jede Sportlerin die Chancen bekommt, die sie verdient. Für alle, die hinter die Kulissen des Frauensports blicken wollen und neugierig sind, wie man Gleichstellung in der Praxis umsetzt, ist diese Folge ein Muss.
34 Minuten
Wie fühlt es sich an, wenn man in einer Branche startet, in der die Vorbilder fehlen und trotzdem weitermacht, weil man spürt, dass Veränderung möglich ist? In der neuen Folge von Frauenstimmeninterviewpodcat spreche ich mit Julia Pamina Reithmayr, Videoproduzentin, Unternehmerin und Gründerin von Pamina Films. Julia macht FLINTA* geführte Unternehmen sichtbar und schafft mit ihrer Arbeit Räume, in denen Menschen sich zeigen dürfen, wie sie sind. Räume, die sicher sind. Räume, die Mut machen. Wir sprechen über Widerstände und den eigenen Druck und das Fehlen von Vorbildern, das sie dazu inspiriert hat, selbst eines zu werden. Über Netzwerke als Quelle der Stärke und über die Frage, wie wir Safe Spaces schaffen, vor der Kamera, in der Arbeit, im Leben. Julia betont: „Ich wünsche mir, dass Safe Spaces keine Ausnahme mehr sind, sondern die Norm.“ Mit Pamina Films zeigt Julia, wie kraftvoll es ist, wenn FLINTA ihre Geschichten selbst erzählen, in Bildern, die echt sind, nahbar und politisch. Denn Sichtbarkeit bedeutet mehr als Reichweite. Sie bedeutet Teilhabe, Repräsentation und Veränderung. Mit Pamina Films schafft Julia nicht nur Bilder, sondern auch Bewusstsein für Gleichberechtigung, Vielfalt und die Kraft, sich zu zeigen, so wie man ist. Eine Folge über Mut, Sichtbarkeit und die Vision einer gerechteren Medienwelt.
35 Minuten
Schon als Kind malte Monika Göttinnen an ihre Kinderzimmerwand. Sie suchte nach weiblicher Kraft, nach etwas, das in Schulbüchern nicht vorkam. Frau sein bedeutet für sie heute: „Meinem inneren Ruf folgen und meiner Seele Freiraum geben.“ Monika ist Künstlerin, Jazzsängerin, Mutter und Feministin. Sie hat Jazz studiert, ist autodidaktische Malerin, Workshopgeberin und geht ihren eigenen Weg. Seit über 20 Jahren erschafft sie Kunst, die berührt, aufrüttelt und Raum gibt für Stille und Rausch. Feminismus ist für sie ein Lebensprinzip: „Wenn einen etwas stört, nicht ruhig bleiben.“ Sie spricht offen über die Unsichtbarkeit von Müttern im Kunstsystem: „Ohne Kinderbetreuung können Künstlerinnen nicht sichtbar sein.“ Einen Markt, der Männer bevorzugt und über fehlende Netzwerke für Frauen. Trotz aller Erwartungen blieb Monika sichtbar. Ob es der Satz „Du brauchst dein Atelier eh nicht mehr“ in der Familie war, oder Galerien die lieber auf vermeintliche Sicherheit setzen, sie bleibt unbeirrt und sagt klar und selbstbewusst: „Ich will Künstlerin sein.“ In ihrer Kunst thematisiert sie nicht nur Ungleichheit, sondern lebt kreative Selbstbestimmung. „Ich mache keine Porträts. Ich bleibe mir treu.“ Zwischen Jazz und Farbe, zwischen Struktur und Freiheit hat sie immer Musik im Kopf und singt manchmal beim Malen. Ihr Ziel: „Ich möchte mit meiner Kunst Resonanz erzeugen. Kunst für ganz normale Menschen machen.“ Ihre Botschaft an andere Frauen: „Such dir Mentorinnen. Lass dich nicht stressen von Social Media. Frag dich: Was für eine Künstlerin willst du sein?“ Und wenn sie Kulturministerin wäre? „Ich würde die unabhängige Szene fördern und bei den Großen sparen.“ Neugierig, wie man mit Farbe und Haltung selbstbestimmt den eigenen Weg geht? Hör rein in die neue Folge.
53 Minuten
DJane sein als Mama? In der Nacht arbeiten, wenn das Kind schläft? Eli macht’s und das ist erst der Anfang ihrer Geschichte. Sie hat einiges zu erzählen. Wie kommt man von Philosophie zu Partynächten? Wie legt man auf, wenn das Kind schläft? Und warum wird sie manchmal komisch angeschaut, nur weil sie eine Frau ist? In dieser Folge spricht Eli über Beats, Kind und Barrieren: „Ich bin Unternehmerin, Ehefrau, Mama und auch einfach ich.“ Außerdem erzählt Eli warum sie andere Frauen dazu ermutigen will, in der Musikbranche Fuß zu fassen und sich selbständig zu machen. Und ihr hört, wie sie mit Vorurteilen umgeht, warum Philosophie ihr Mindset prägt und wie sie ihre Vision von Gleichberechtigung lebt. „Wenn mir jemand sagt: Das geht nicht, dann probier ich’s.“ Hört euch an was sie antreibt. Wie sie sich durchsetzt. Und was du dir von ihr abschauen kannst.
Podcastfolge 67 - Q&A-Special: Life Coach Julia Hesse antwortet auf eure Fragen zur Hochsensibilität
19 Minuten
In dieser Spezialfolge dreht sich alles um Fragen direkt aus meiner Instagram-Community und um das Thema Hochsensibilität. Life Coach Julia Hesse hat sie einfühlsam und praxisnah beantwortet, ️ Einige Themen aus der Spezialfolge: Werden Empfindungen in der Menopause intensiver? Zusammenhang zwischen Hochsensibilität und Migräne? Wie lebt man gut mit Hochsensibilität und trotz Trigger? Was tun, wenn der Partner nicht hochsensibel ist? ️ Wie schützt man sich vor negativen Energien? Gibt es Ärzt*innen, die sich wirklich auskennen? Danke an alle, die ihre Fragen geteilt haben, diese Folge ist für euch!
58 Minuten
Viele Menschen fühlen sich oft „zu viel“, zu sensibel, zu emotional, zu empfindlich. Julia Hesse kennt dieses Gefühl nur zu gut. Als Coach für hochsensible Menschen begleitet sie andere dabei, ihre besondere Wahrnehmung nicht nur anzunehmen, sondern sie als Stärke zu leben. In diesem Interview erfährst du, wie du deine Hochsensibilität erkennst, besser verstehst und selbstbestimmt im Alltag damit umgehen kannst. Julia ist selbst hochsensibel. Lange wusste sie das nicht, nur, dass sie sich anders fühlte als andere. „Ich habe schon als Kind gemerkt, dass ich anders bin, hatte aber keinen Begriff dafür“, erzählt sie. Erst während Corona stößt sie auf den Begriff „Hochsensibilität“ und erkennt sich: „Wow, das beschreibt genau mich.“ Doch was heißt das eigentlich genau? Hochsensibilität ist ein Persönlichkeitsmerkmal, keine Diagnose. Hochsensible nehmen Sinneseindrücke, Emotionen und soziale Dynamiken intensiver wahr. Licht, Geräusche, Gerüche, Stimmungen, all das kann schnell zu Reizüberflutung führen. Julia sagt: „Es ist wie ein Fass, das sich füllt, irgendwann ist es zu viel. Dann brauche ich Rückzug.“ Hochsensibilität bringt viele Herausforderungen mit sich: Overthinking, kreisende Gedanken um ein bestimmtes Thema oder People Pleasing, also das Bedürfnis, es allen recht machen zu wollen. Julia sagt: „Ich habe oft meine eigenen Grenzen übergangen, um nicht anzuecken.“ Besonders Frauen haben gelernt, für andere da zu sein, aber nicht, die eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen. Für hochsensible Menschen ist es entscheidend, sich selbst gut zu kennen, klare Grenzen zu setzen, den Alltag reizärmer zu gestalten. Heute begleitet Julia als Coachin andere mit Wissen, Erfahrung und viel Verständnis. Im Interview erzählt sie, wie sie ihre Hochsensibilität erkannt hat. Welche Tools ihr helfen. Was Hochsensibilität von gelernten Mustern unterscheidet und welche Vorurteile es gibt. Abschließend beantwortet sie Fragen aus der Instagram-Community.
1 Stunde 36 Minuten
Ein Gespräch über Hoffnung, Heilung und Engagement im Pflegebereich „Der Moment, als mir klar wurde, dass das, was ich erlebt habe, für immer Teil meines Lebens sein würde, kam erst viel später.“ Brigitte war nach einer schweren Krankheit dreimal im künstlichen Koma. Sie nennt es „Koma“, weil das Wort „Tiefschlaf“ zu sehr an den alltäglichen Schlaf erinnert. Ihre beiden Kinder waren noch klein, und sie und ihr Mann wollten ihnen keine Angst machen. In der ersten Komaphase erlebte Brigitte eine Nahtoderfahrung: „Ich war in einer anderen Dimension, umgeben von Unendlichkeit und intensiven Farben. Ich badete in Rosa und Gelb.“ Drei Tage lang war unklar, ob Brigitte überleben würde, bis die Ärzte endlich ein Zeichen der Hoffnung sahen. In ihrer zweiten Koma-Phase hatte sie Alpträume, im Traum kämpft sie ums Überleben: „Ich wurde entführt, flüchtete, musst Zwangsarbeit verrichten und sprang schließlich durch einen Rauchfang in ein Flugzeug, wie mit Superheldinnenkräften. Von Familie und Freunden unterstützt, fühlte sie sich trotzdem oft einsam im Krankenhaus: „Ich lag da, konnte nicht sprechen oder schreien und fühlte mich wie ein Baby, wenn jemand den Raum verließ, war die Einsamkeit sofort da.“ Brigitte kämpfte sich zurück ins Leben, Schritt für Schritt. Vom ersten Drehen, zum Sitzen bis hin zu Rückschlägen und Schmerzen. Aber jeder Fortschritt war ein Erfolg. Der Moment, als sie das erste Mal wieder in den Spiegel sah und ihren eigenen Körper berührte, war für sie ein zentraler Moment. Brigitte ist unendlich dankbar für die Pflege, die für sie mehr als nur eine mechanische Handlung war: „Pflege bedeutet Fürsorge und Zuwendung. Pflege kann heilen.“ Heute teilt Brigitte ihre Erfahrungen in Vorträgen und in ihrem Buch. Ihre unglaubliche Reise gibt uns allen Mut und Hoffnung.
1 Stunde 24 Minuten
In dieser Folge spreche ich mit Coco Saal über ihre Reise von der Burnout-Krise zur Selbstfindung. Während ihrer Zeit in Paris lebte sie in einer unglücklichen Beziehung, und der immense Druck bei der Arbeit während der Corona-Zeit führte zu einem Burnout. Doch dieses tiefgreifende Ereignis wurde zum Wendepunkt in ihrem Leben. Coco entschied sich, den Schritt in die Selbstständigkeit als Content-Creatorin und Autorin zu wagen. Schon beim Schreiben ihres ersten Buches entdeckte sie ihre Pansexualität. Ihr Weg zum Schreiben war nicht immer einfach: Das Impostorsyndrom hielt sie lange zurück. Doch durch Weiterbildung, therapeutische Hilfe und den Kontakt mit feministischer Literatur erlebte sie ein „feministisches Frühlingserwachen“. Sie begann, patriarchale Strukturen zu hinterfragen und erkannte, wie sehr diese uns schädigen können. Diese Erkenntnis markierte einen entscheidenden Wendepunkt in ihrem Leben. Gestärkt durch ihre Weiterbildungen, nahm sie an einem Wettbewerb teil, und ihr autobiografisches Gedicht " Your Pain is eating me alive" wurde veröffentlicht. Ein weiterer Meilenstein folgte mit der Teilnahme am Young Storyteller Award und der Veröffentlichung ihres (zweiten) Buches „Missed Moments“ im Jahr 2022. In diesem geht es um gescheiterte Beziehungen, den gesellschaftlichen Druck auf Frauen und ist ebenfalls autobiografisch. Coco meint berührt: „Was ich nicht mitgedacht habe, ist, dass ich Reaktionen bekomme. Andere schreiben mir, dass es ihnen auch so geht, und da fühle ich mich gesehen.“ Doch der Erfolg brachte auch neue Herausforderungen mit sich: 2024 wurde bei Coco ADHS diagnostiziert. Die Diagnose war für sie im ersten Moment eine riesige Erleichterung. Sie hat gelernt, damit umzugehen, und akzeptiert inzwischen: „Ich habe immer ADHS.“ Seit 2024 teilt sie ihre feministischen und intersektionalen Perspektiven in Workshops. Ihr Ziel ist es, mit Worten die Welt zu verbessern und eine diskriminierungsfreie Sprache zu fördern.