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  3. Kinderwunschlosglücklich - Mutmachergeschichten für ungewollt Kinderlose - Podcast

Episoden

1 Stunde 8 Minuten
Was passiert mit Männern bei unerfülltem Kinderwunsch? Wie erleben sie Kinderwunschbehandlung, Abschied und ungewollte Kinderlosigkeit? Und was können wir tun, wenn wir als Paar völlig unterschiedlich trauern?

Darüber spreche ich in dieser Folge mit Kinderwunschcoach Franziska Ferber von www.kindersehnsucht.de. - Hinweis: wir haben diese Folge aufgenommen, bevor die Folge mit Luisa und der konkreten Frage veröffentlicht wurde. Daher sind wir allgemein geblieben., Franziska hat einen Rundum-Überblick für euch.

Denn während Frauen den Kinderwunsch durch Zyklus, Hormone, Untersuchungen und Behandlungen häufig sehr körperlich erleben, stehen Männer oft daneben. Sie trösten, machen Mut, übernehmen die Rolle des „Starken“ und funktionieren. Doch was passiert mit ihrer eigenen Trauer?

Franziska warnt vor einem Wort ganz besonders: Schuld. Wenn die Kinderwunschdiagnostik eine Ursache bei einem der Partner findet, wird aus „Bei mir wurde etwas festgestellt“ schnell: Ich bin schuld. Ich habe versagt. Ich bin nicht gut genug. Und damit können sich viele Türen für ein gemeinsames Gespräch schließen.

Wir sprechen darüber, warum Männer anders mit ungewollter Kinderlosigkeit umgehen können, warum nicht jeder über seine Gefühle sprechen muss – und warum wir vom Partner nicht verlangen können, den gleichen Weg der Verarbeitung zu gehen wie wir selbst.

Und Franziska hat sehr konkrete Tipps für Paare. Wenn ihr über den Kinderwunsch nicht mehr miteinander sprechen könnt, dann sprecht über eure Zukunft:

Wie wollen wir in einem Jahr leben? Wie in fünf Jahren? Was macht uns gemeinsam Freude? Und welche Dinge, die wir eigentlich mit unseren Kindern erleben wollten, können wir trotzdem in unser Leben holen?

Es geht um Eigenverantwortung und Grenzen, um alte Rollenbilder und das Leistungsprinzip, um Männer, die lieber mit sich selbst ausmachen, was sie beschäftigt – und um Frauen, die lernen müssen, dass sie die Trauerarbeit ihres Partners nicht übernehmen können.

Und um einen Gedanken, den Franziska allen mitgibt, die sich ein glückliches Leben ohne eigenes Kind noch überhaupt nicht vorstellen können:

Fangt an. Auch wenn ihr noch nicht bereit seid.

Und unbedingt bis zum Schluss hören: In den Outtakes lassen wir euch einen privaten Blick hinter die Kulissen werfen.
1 Stunde 1 Minute
„Ach, vier Wochen später bin ich schwanger.“ Davon war Luisa überzeugt, als sie und ihr Mann 2020 in ihre Kinderwunschreise starteten. Sie hatten geheiratet, wollten eine Familie gründen – und kannten schließlich sogar Freunde, bei denen eine Kinderwunschbehandlung funktioniert hatte. Also: ICSI machen, schwanger werden, fertig.

Heute sagt Louisa: „Ich war total blauäugig.“

Es folgen Punktionen, Transfers, Medikamente, Untersuchungen und immer neue Hoffnungen. Beim ersten Transfer schaut Louisa auf die Zellen und denkt: „Das ist jetzt mein Kind.“ Doch sie wird nicht schwanger.

Mit jedem Versuch wird die Belastung größer. Luisa kämpft mit Überstimulation, Wassereinlagerungen, Schüttelfrost, Knochenschmerzen und Erschöpfung. Und irgendwann kommt der Moment, in dem sie sich fragt: „WTF – was tue ich mir hier eigentlich an?“

Denn während beide ein Kind wollen, trägt vor allem sie die körperliche Last. Sie fährt 14- oder 15-mal jeweils anderthalb Stunden zur Klinik. Als schließlich auch die Behandlung in einer neuen Klinik keine Hoffnung bringt, ist für Luisa auch körperlich irgendwann klar: Meine Grenze ist erreicht.

Doch genau dort beginnt ein Teil dieser Geschichte, über den wir beim unerfüllten Kinderwunsch viel zu selten sprechen.

Denn während Luisa langsam trauert, verarbeitet und beginnt, sich ein erfülltes Leben ohne eigenes Kind vorzustellen, hält ihr Mann noch immer am Bild des gemeinsamen Kindes fest.

Sie verabschieden sich – aber nicht im gleichen Tempo.

Ihr Mann zieht sich zurück, spricht weder mit Luisa noch mit Freunden über das, was in ihm passiert. Ihr Mann stellt plötzlich alles infrage: den Hof, ihre Ehe, ihre gemeinsame Zukunft. Und trotzdem erkennt sie: Endlich spricht er. Und jetzt?

Wir einigen uns, dass diese Folge eine Fortsetzung braucht, die genau an dem Punkt ansetzt. Ich möchte mit einer Expertin darüber sprechen, warum manche Männer nach dem Ende einer Kinderwunschbehandlung erst anfangen zu trauern, warum ihnen häufig die Worte dafür fehlen – und wie Paare verhindern können, sich beim Abschied voneinander zu entfernen.
49 Minuten
Drei Fehlgeburten, zahlreiche Kinderwunschbehandlungen – und das Wissen, dass die eigenen Versuche langsam dem Ende entgegengehen. Antonia kennt dieses Gefühl nur zu gut: „Mein Arzt ist immer positiv gestimmt. Ich bin langsam verzweifelt.“

Nach ihren Fehlgeburten versucht Antonia einen neuen Weg: Granocyte. Das Medikament soll das Immunsystem beeinflussen und wird in der Kinderwunschbehandlung teilweise eingesetzt, wenn immunologische Faktoren als mögliche Ursache für wiederholte Fehlgeburten oder ausbleibende Einnistung diskutiert werden.

Antonia erzählt warum hat ihr Arzt Granocyte vorgeschlagen, wie läuft die Behandlung ab und wie spritzt man das Medikament überhaupt – und warum sind da zwei Nadeln in der Packung? Sie berichtet auch, wo sie das Medikament günstiger bekommt.

Und Antonia sagt auch ganz klar auf die Frage, ob sie Granocyte anderen Betroffenen empfehlen würde: Es fehlen Erfahrungsberichte. Genau deshalb machen wir diese Folge.

Mehr zu immunologischen Faktoren und KIR-Genen hört ihr auch in Folge 130 mit Eva: hier klicken.
42 Minuten
Acht Inseminationen. Sechs IVF-Versuche. Immer weniger Eizellen. Und irgendwann dieser eine Satz, den sich niemand mit Kinderwunsch wünscht: Alle Möglichkeiten sind ausgeschöpft.

Melanie erzählt in dieser Folge von ihrem langen Weg durch die Kinderwunschbehandlung bis zu dem Moment, als nur noch eine einzige Eizelle gewonnen werden konnte. Als auch dieser letzte Versuch scheiterte, schien der Traum vom eigenen Kind endgültig vorbei.

Doch dann eröffnete sich ein neuer Weg: die Eizellspende in Spanien.

Wie findet man eine Klinik? Wie läuft die Behandlung dort ab? Warum fühlten sich Melanie und ihr Mann vom ersten Gespräch an so gut aufgehoben? Was bedeutet das sogenannte Phänotyp-Matching? Welche Untersuchungen werden zusätzlich durchgeführt? Wie spricht man mit dem eigenen Arzt in Deutschland oder verschweigt man lieber die Behanldung im Ausland, die in Deutschland gesetzlich verboten ist? Wie oft muss man tatsächlich nach Spanien reisen? Und mit welchen Kosten muss man rechnen?

Eine Folge für alle, die sich fragen, wie eine Eizellspende in Spanien tatsächlich abläuft – und für alle, die wissen möchten, dass es manchmal doch noch einen neuen Weg gibt, wenn man glaubt, am Ende angekommen zu sein.

Kontakt zu Melanie: über www.kinderwunschlosgluecklich.de
53 Minuten
Stephanie war bereits in Folge #111 von Kinderwunschlosglücklich zu Gast (Link siehe unten). Damals sagte sie einen Satz, der vielen Zuhörer:innen im Gedächtnis geblieben ist: „Ich möchte nicht die Happy End -Geschichte sein, falls es klappt!"

Heute ist sie wieder da. Und sie erzählt eine Geschichte, die sie selbst nie erzählen wollte.

Nach sechs Jahren Kinderwunschbehandlung, mehreren Fehlgeburten, biochemischen Schwangerschaften, einer leeren Fruchthülle und unzähligen Hoffnungen und Enttäuschungen wurde Stephanie schwanger.

Doch diese Folge soll eben keine klassische Happy-End-Geschichte sein.

Denn Stephanie erzählt offen, dass eine Schwangerschaft den Schmerz der vergangenen Jahre nicht einfach auslöscht. Sie spricht darüber, wie ihre Beziehung beinahe an der Kinderwunschzeit zerbrochen wäre, wie unterschiedlich sie und ihr Partner getrauert haben und warum sie rückblickend sagen kann: Es war ein sch*** Weg - denn der Preis war zu hoch.

Besonders eindrücklich beschreibt sie den Moment, als ihr Partner innerlich bereits Abschied vom Kinderwunsch genommen hatte, während ihr Körper eine nicht intakte Schwangerschaft noch nicht loslassen konnte. Zwei Menschen, die gleichzeitig in völlig unterschiedlichen Phasen des Abschieds feststeckten.

Als schließlich der letzte Versuch doch noch stattfand und der Schwangerschaftstest positiv war, war Stephanies erste Reaktion: „Es ist noch immer nicht vorbei.“

Stephanie erzählt außerdem von der außergewöhnlichen Begleitung durch ihre Kinderwunschärztin und gibt euch einen Überblick über die Möglichkeit einer Präimplantationsdiagnostik (PID) nach wiederholten Fehlgeburten.

Bitte sagt Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch nicht, sie seien "schwanger geworden, weil sie losgelassen haben". Dieser Satz verletzt bis heute. Denn ihre Schwangerschaft ist nicht die Belohnung für sechs Jahre Leid. Der Weg bleibt schmerzhaft.

Und genau deshalb möchte Stephanie, dass ihre Geschichte vollständig erzählt wird.

Folge 111 mit Stephanie: hier klicken

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Über diesen Podcast

Ungewollt kinderlos zu sein schmerzt und man fühlt sich häufig allein. Das soll sich jetzt ändern, denn ab sofort gibt es alle zwei Wochen den neuen Podcast "Kinderwunschlosglücklich". Hier lernt ihr Menschen kennen, die ungewollt kinderlos sind und euch erzählen, wie sie trotzdem glücklich und erfüllt leben, Hoffnung gefunden und Frieden mit ihrem Körper geschlossen haben. Das Leben bietet noch so viel mehr, wenn wir uns den Raum geben und den Mut finden, über unsere ungewollte Kinderlosigkeit zu sprechen. Dieses Tabuthema gehört in die Welt! Schreibt mir auf Insta: kinderwunschlosgluecklich
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„Kinderwunschlosglücklich - Mutmachergeschichten für ungewollt Kinderlose -“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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