Steinberg veröffentlicht Podcaster Software Wavelab Cast

24. März 2021, 00:12 Uhr , aktualisiert: 10. Juni 2021, 14:02 Uhr

Mit WaveLab Cast bringt Steinberg ein Programm speziell für Podcaster und Content Creators auf den Markt. Die DAW unterstützt sogar Videoformate und bietet Aufnahme, Bearbeitung, Mischung und Veröffentlichung aus einer Hand. Das Credo ist dabei, ohne großen Aufwand zu professionell klingenden Ergebnissen zu kommen.

Der Soft- und Hardwarehersteller Steinberg, vor allem bekannt durch die Audioprogramme Cubase und WaveLab, richtet sich mit WaveLab Cast an Podcaster und Videokreateure, die ihre Zeit lieber mit ihren Inhalten und weniger mit technischen Details verbringen möchten. Ein anpassbares Interface, effektive Funktionen zur Bereinigung eines Audiosignals und weitere Features scheinen dieses Versprechen einer guten Podcaster Software zu halten.

Das Programm bietet zum Starten zahlreiche Templates für verschiedene Situationen, zum Beispiel „Host mit zwei Gästen“ oder „Host mit Video“ und mehr. Audioaufnahmen sind mit einer Abtastrate von bis zu 96 kHz und 16 bit Bittiefe möglich – dadurch wird es auch für Anwendungen wie Field Recordings interessant. Trimmen, arrangieren, Cross Fades und sonstige gängige Editiermethoden des Audiomaterials sind selbstverständlich möglich. Für die Bearbeitung mit Plugins von Drittherstellern wird das VST-Format unterstützt.

WaveLab Cast Trackinspector: Mit ein paar Klicks zum Profi-Sound. Bildquelle: Steinberg Media Technologies

WaveLab Cast Trackinspector: Mit ein paar Klicks zum Profi-Sound. Bildquelle: Steinberg Media Technologies

Für Podcaster besonders praktisch dürften die Funktionen Ducking und der Trackinspector sein. Das Ducking lässt sich zum Beispiel auf eine Musikspur mit einer Sprachspur als Quelle anwenden. Dadurch wird die Musik immer dann leise, wenn die Stimme ertönt. Diese Automatik könnt ihr in mit Absenkungsschwellenwert, Absenkungslevel, Haltezeit etc. weiter verfeinern. Mit dem Trackinspector lassen sich Audiospuren mit wenigen Handgriffen von Brummen, Rauschen und harschen S-Lauten (bei Sprache) bereinigen. In der „Enhance“-Sparte lässt sich dieses Signal anschließend mittels Exciter, Reverb, EQ und Maximizer in puncto Sprachverständlichkeit und konsistentem Lautstärkeniveau aufbessern.

Es lassen sich auch Videodateien in das Projekt importieren, sodass Nutzer die Audiospuren synchron zum Bild bearbeiten und arrangieren können. Nach dem Motto ”ein gutes Bild hat auch guten Ton verdient”. Damit gehören alle, die zum Beispiel Videos für Social Media produzieren, mit zur Zielgruppe.

Zu guter Letzt hat WaveLab Cast die Ausspielung zu den Podcast-Hostingdiensten Spreaker, Podbean, soundcloud, Buzzsprout und Castros integriert. Wer auf einem eigenen FTP-Server hostet, kann vor dem Upload der Audiodatei Titel und Beschreibung (auch für iTunes) für den RSS-Feed eingeben.

Leider gibt es momentan von WaveLab Cast keine Demoversion. Es kostet im Webshop des Herstellers zurzeit 69,99€ oder 19,99€ als Upgrade von WaveLab LE 7, 9, 9.5 und 10. Systemvoraussetzungen sind Windows 10 oder höher und macOS Catalina oder höher.