Vermarktung
ProSiebenSat.1 bringt Video-Podcasts zu Joyn
ProSiebenSat.1 versucht, seine Podcasts auf der hauseigenen Plattform Joyn visuell zu verwerten. Dadurch sollen neue Werbeflächen entstehen. Los gehts mit Passmann und Gysi.
Der Unterhaltungs- und Werbekonzern ProSiebenSat.1 versucht im Wettbewerb um digitale Reichweiten Boden gutzumachen. Um die eigene Streamingplattform Joyn zu beleben, integriert das Unternehmen ab sofort Video-Podcasts.
Zum Start betrifft dies Unterhaltungssendungen wie jene von Sophie Passmann, Schön laut oder das politische Gesprächsformat Gysi gegen Guttenberg, weitere Titel sollen folgen. Mit diesem Schritt zieht der Konzern einer Entwicklung hinterher, die Plattformen wie Spotify oder YouTube im Audiobereich längst etabliert haben. Die Videokomponente soll Nutzer noch länger auf den Plattformen halten.
Der strategische Kern des Vorhabens liegt jedoch in der Vermarktung, die von der konzerneigenen Tochter Seven.One Media gesteuert wird. Die Verlagerung vom Kopfhörer auf den Fernsehbildschirm dient primär dazu, das sogenannte Connected-TV-Segment mit neuen Werbeplätzen auszustatten.
In der Branche gelten Video-Podcasts als lukrativ, da Werbetreibende darauf setzen, dass die oft sehr loyale Hörerschaft Werbebotschaften im direkten Umfeld der Moderatoren weniger schnell überspringt. Ob sich das klassische, auf Audio ausgelegte Medium Podcast tatsächlich dauerhaft als visuelles Fernsehelement durchsetzt, bleibt angesichts des geringen visuellen Mehrwerts abzuwarten. (Quelle: Presseportal)
*erstellt mithilfe von KI