Spaltung

Podcaster Hoss & Hopf trennen sich im Streit

13. Jan 2026 , aktualisiert: 14. Jan 2026

„Hoss & Hopf“ ist wohl Geschichte. Kiarash Hossainpour droht seinem Ex-Podcast-Partner Philip Hopf mit der "vollen Wahrheit". Das Ende passt ironischerweise ziemlich gut, schließlich stand der Podcast wie kaum ein anderer für Polarisierung und Spaltung.

Bild: Hoss & Hopf
Podcaster Hoss & Hopf trennen sich im Streit

Nach mehr als drei Jahren, über 300 Folgen und reichlich Kontroversen ist das Podcast-Duo Hoss & Hopf offenbar Geschichte – doch das Ende ist alles andere als harmonisch. Darüber berichtet unter anderem t-online. Während Philip Hopf (40) angeblich von einem einvernehmlichen Abschluss gesprochen haben soll, scheint sein Ex-Partner Kiarash Hossainpour (26) vehement zu widersprechen.

Der 26-Jährige wirft Hopf vor, hinter seinem Rücken mit der Presse gesprochen zu haben, und kündigt auf X an, interne Details und Videos aus Hopfs Privatleben zu veröffentlichen. Hossainpour droht: "Wenn jemand anfängt hinter meinem Rücken mit schlechter Absicht Dinge zu tun dann kriegt er die volle Reaktion und volle Wahrheit." Seit dem 5. Dezember 2025 erschien keine gemeinsame Episode mehr, die Social Media-Kanäle auf YouTube und X veröffentlichen indes weiterhin die üblichen aufwiegelnden Inhalte.

Reichweite und Radikalität: Was bleibt von „Hoss & Hopf“?

Seit dem Start im September 2022 entwickelte sich Hoss & Hopf zu einem reichweitenstarken Podcast – und gleichzeitig zu einem sehr umstrittenen. Das Duo, das zwischenzeitlich sogar große Live-Auftritte gab, verbreitete laut Bericht regelmäßig Verschwörungsmythen und Falschinformationen, etwa zu Klimawandel, Corona-Pandemie oder dem Ukrainekrieg. Ursprünglich waren die Podcaster mit Finanzthemen gestartet.

Plattformen wie TikTok löschten Kanäle des Podcasts wegen „gefährlichen Falschinformationen und gefährlichen Verschwörungstheorien“. Besondere Aufmerksamkeit und zahlreiche neue Abonnenten erlangte der Podcast auch, nachdem eine Stern-Autorin sich in einem Artikel beschwerte, da ihr pubertierender Sohn zahlreiche unsinnige Behauptungen aus dem Hoss & Hopf unkritisch aufnahm und weiterverbreitete. Die Feindbilder: Häufig Migranten, die Regierung, die Polizei, der Staat allgemein oder die Linken.

Das öffentliche Zerwürfnis offenbart nicht nur persönliche Konflikte, sondern auch die politische Brisanz des Duos. Hossainpour, der nach eigenen Angaben in Dubai lebt, und Hopf, der inzwischen in Zürich ansässig sein soll, erreichten mit ihrem Format ein Millionenpublikum – und prägten damit eine ihre Hörer, die zwischen legitimer Kritik und radikalen Positionen schwanken. Während Hopf betont, man habe „alles erreicht, was man in der deutschen Podcast-Szene erreichen kann“, deutet Hossainpours Ankündigung eines neuen Podcasts darauf hin, dass das Kapitel Hoss & Hopf zwar geschlossen ist, die Debatten um ihre Inhalte aber weitergehen könnten.

*erstellt mithilfe von KI


Folge unserem News-Podcast NAPS: auf podcast.de | per RSS | auf Spotify | auf Apple Podcasts
Folge unseren News: per RSS | auf Google News | auf Newsadoo