DDR-Geschichte
Luises Oma war im Knast – für ihre Freiheit
Ein gescheiterter Fluchtversuch, Jahre im Stasi-Knast und die Trennung von den eigenen Kindern. Für Luises Großmutter Guny war das der Preis der Freiheit. Im ARD-Podcast „Oma, lass reden“ begibt sich die Enkelin mit ihr auf eine schmerzhafte Spurensuche.
Wie übersteht eine Familie die Haft der Mutter in einem sozialistischen Unrechtsstaat und wie wirken diese Erfahrungen über Generationen nach? Dieser Frage spürt der Podcast Oma, lass reden – eine deutsche Geschichte nach.
Enkelin Luise begleitet darin ihre Großmutter Guny zurück in das Gefängnis, in dem sie nach einem gescheiterten Fluchtversuch monatelang auf ihren Prozess wartete. Es ist eine schonungslose Rekonstruktion von Stasi-Verhören, dem Alltag unter Schwerkriminellen und dem zähen Kampf, sich selbst und die eigene Ehe über Jahre der Trennung hinweg nicht zu verlieren.
Der Podcast glänzt durch seine differenzierte Perspektive: Er ist nicht nur die Chronik einer traumatischen Haftzeit, sondern auch das intime Porträt einer unerschütterlichen Frau und das Dokument einer engen Enkelin-Großmutter-Beziehung. Bei der Rückkehr in Gunys altes Haus sprechen die beiden Frauen ebenso über die harten Repressionen wie über die Frage, wie viel normales, „gutes“ Leben im Osten trotz allem möglich war. Für Luise ist ihre Großmutter dabei weit mehr als eine historische Zeitzeugin – sie ist eine Kämpferin und persönliche Inspiration.
Das geschichtsträchtige und emotionale Format ist eine Gemeinschaftsproduktion von DASDING in Kooperation mit Fritz vom rbb. Nach der Vorgänger-Staffel aus dem Jahr 2024 über Marco und seinen Großvater ist „Oma, lass reden – eine deutsche Geschichte“ ab dem 15. Juli verfügbar
Oma, lass reden – eine deutsche Geschichte
*Erstellt mithilfe von KI