Lopodio: Die erste reine lokale Podcast-App

13. April 2021, 00:12 Uhr , aktualisiert: 01. Juni 2021, 09:09 Uhr
Bild: Lopodio
Lopodio: Die erste reine lokale Podcast-App

Liegt die Zukunft des Großen im Kleinen? Also, anders gesagt, die des Podcastings in regionalen Angeboten? Die Podcast-App Lopodio geht genau diesen Weg. Als erste reine regionale Podcast-App zielen ihre Angebote ausschließlich auf den Kreis Soest - zumindest bisher noch.

Dirk Hildebrand war Radio-Journalist. Im Jahre 2012 machte er sich mit der radioEXPERTEN GmbH selbständig und beriet Kunden zu Audioproduktionen. Früher lag der Fokus zunächst auf Lokalradio, doch mit der Zeit wurden auch Podcast-Produktionen immer gefragter. In diesem Umfeld wuchs die Idee zu Lopodio.

Werde Podcaster

In nur 10 Minuten zum eigenen Podcast

Lokale Podcast-Apps - Lopodio und PodYou

Während es auch an anderer Stelle Trends zu regionalen Podcast-Angeboten gibt, beispielsweise bei PodYou in Nürnberg, beansprucht Lopodio den Titel "erste reine lokale Podcast-App" für sich. Die App aggregiert keine Fremdinhalte via RSS, sondern setzt einen strikt abgegrenzten, lokalen Fokus, der an den Grenzen des Kreises Soest endet. Doch das gilt nur für den Moment.

Denn perspektivisch soll Lopodio als Franchise auch andere Regionen erobern. So könnte es in Zukunft auch ein Lopodio Oberfranken oder Lopodio Nordfriesland geben, vorausgesetzt dort finden sich Franchise-Nehmer. Dirk Hildebrand sieht großes Potenzial in regionalen und individuellen Angeboten. Für zeigen sie einen Gegentrend zum Denken der vergangen Jahre, das besagt, man müsse Podcasts immer möglichst groß denken. Generell ähnelt Lopodio in seiner Struktur dem Lokalradio.

Lopodio Coverbild auf podcast.deDie Idee zu Lopodio sei schon viele Jahre alt, erklärt Hildebrand. Er habe aber noch abwarten wollen, bis der Markt wirklich bereit für ein derartiges Angebot sei. Lopodio ist seit März 2021 am Markt und der Gründer mit den bisherigen Entwicklungen sehr zufrieden.

Auf die Frage, ob er nicht befürchte, dass der Kreis Soest irgendwann mal zu klein sein werde und es keine Themen mehr gebe, antwortet Dirk Hildebrand zuversichtlich. Man müsse nur rausgehen und mit den Menschen sprechen - dann finde man mehr spannende Geschichten als man überhaupt je Aufzeichnen könne. Ein klares Zeichen aus Soest nach Oberfranken und Nordfriesland.