Noch mehr Podcasts
Karl-Theodor zu Guttenberg will sich zur Medienmarke machen
News, Diskussion und ein Blick über den Teich: mit drei Podcasts will Karl-Theodor zu Guttenberg sich mehr Aufmerksamkeit auf sich lenken. Was Fans und Skeptiker nun interessieren könnte.
Karl-Theodor zu Guttenberg will zur Medienmarke werden. So kündigt es der ehemalige Bundesverteidigungsminister in dem sozialen Netzwerk LinkedIn an. Der ehemalige Bundespolitiker erklärt, er wolle konstruktiv der Spaltung der Gesellschaft entgegenwirken: "Podcasts, Filme, Bücher und Live Shows stehen für diesen Anspruch".
Zu Guttenberg, der sich selbst auch KT nennt, hat im Zuge seines Vorhabens ein kleines Team um sich geschart. Dazu zählt unter anderem der ehemalige Chefredakteur des Spiegel, Klaus Brinkbäumer, der ab sofort den News-Podcast Land in Sicht moderiert. Dieses Format soll laut Beschreibung ein Podcast sein für alle, "die informiert sein wollen, ohne sich im Lärm des Tages zu verlieren", klingt auditiv bislang aber eher nach dem Mitschnitt eines Zoom-Calls als nach einer professionellen Medienproduktion. Immer dienstags erscheinen neue Episoden mit eigenen Rubriken für Gesellschaft, Kultur, Politik und Sport. Parallel dazu soll ein Newsletter, das Neuland Update per E-Mail und auf LinkedIn erscheinen.
In seinem Social Media Post erläutert KT weiter: "Mit unserem publizistischen Angebot wollen wir in dieser krisenhaften Zeit Menschen Orientierung und Zuversicht geben[...]".
Der Amerika-Podcast Make America Good Again soll das Guttenberg-Portfolio zudem um ein internationales Format erweitern. Darin geht es primär um die Frage: "wie wir die Freundschaft und engen kulturellen Bande zu Amerika trotz aller politischen Turbulenzen weiterhin pflegen können".
Bereits seit Juni 2023 erscheint der Podcast Gysi gegen Guttenberg, in dem die beiden Politiker trotz unterschiedlicher Weltanschauungen respektvoll und produktiv miteinander diskutieren.
Die Medienbranche wird beobachten, ob die Marke Guttenberg ein PR-Tool für den 2011 nach einer Plagiatsaffäre zurückgetretenen Politiker oder aber ein ernstzunehmendes Medienunternehmen wird. Potenzial für beide Richtungen ist vorhanden. Die Produktion liegt bei der Open Minds Media GmbH, die Podcast-Vermarktung übernimmt SevenOne.Audio.
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