Reformstaatsvertrag
ARD Sounds: Öffentlich-Rechtliche vereinigt euch!
Neues Kapitel: Die ARD benennt die Audiothek zu 'ARD Sounds' um. Außerdem holt sie sich ZDF und Deutschlandfunk ins Boot. Die Änderung gilt seit März 2026 – was Hörer nun wissen sollten.
Neues Logo, neuer Name. Unter dem Motto Wer fühlen will, muss hören soll die ARD Sounds-App die gesamten Audio-Angebote der ARD-Rundfunkanstalten in einer einzigen Plattform bündeln. Für die Nutzer ändern sich vor allem zwei Dinge.
Was sich mit ARD Sounds für Podcast-Hörer und Audiofans ändert
Neben den bestehenden Angeboten an Podcasts, Hörspielen und Dokus sind nun auch Livestreams von Radiosendern und Fußballspielen in der App abrufbar. Beide waren zuvor nur auf eigenständigen Apps zu hören. Die zweite große Neuerung soll der Ausbau der Zusammenarbeit mit den öffentlich-rechtlichen Partnern ZDF und Deutschlandfunk sein. Hörer finden dann zusätzlich Podcasts wie Lanz&Precht, Aktenzeichen XY...Unvergessliche Verbrechen, Heute Journal oder Terra X in ARD Sounds. Zudem soll die Nutzung durch personalisierte Empfehlungen verbessert werden und Echtzeit-Interaktionen mit Radiosendern möglich sein.
Ziel der Änderung ist eine Modernisierung der Audio-Strategie, dich sich vermehrt an eine jüngere Zielgruppe richten und aktuelle Nutzerbedürfnisse abdecken will. Außerdem soll mit ARD Sounds ein digitaler Tagesbegleiter geschaffen werden, der überall als mobile App, flexible Website, auf TVs oder im Auto mit Sprachassistent genutzt werden kann.
ARD Sounds: Deshalb richten die Öffentlich-Rechtlichen sich neu aus
Mit der Umstellung erfüllt die ARD die Anforderungen des Reformstaatsvertrages von 2025. Dieser sieht eine grundlegende Reform und Verschlankung der Programme von ARD, ZDF und Deutschlandfunk vor und setzt vermehrt auf Kooperation der Sender. Dass dadurch die über vierzig Radiosender in einer App verfügbar sein werden, dürfte einen Pluspunkt für HörerInnen darstellen. Bis es soweit ist, wird es aber noch etwas dauern, da die einzelnen Sender nur schrittweise in die App eingespeist werden.
Der Wechsel zu ARD Sounds soll laut der Medienanstalt im Gange sein und beginnt für Nutzer mit einem App-Update der ARD-Audiothek sowie einem einführenden Onbaording. Wie die ARD schreibt, handelt es sich bei diesem Schritt nur um einen Teil ihrer umfassenden Neuausrichtung. Es bleibt also abzuwarten, welche weiteren Änderungen noch in Planung sind.