Flutkatastrophe

Ahrtal: Ein Podcast gegen das Vergessen

13. Jul 2026 , aktualisiert: 14. Jul 2026

Eine hochschwangere Frau auf dem Dach, ein vertriebener Metzger im Tiny House: Fünf Jahre nach der Katastrophe droht die Erinnerung an die Flutnacht verblassen. Ein neuer, sehr intimer Podcast stellt sich dem entgegen – und zeigt, wie tief die Wunden im Tal noch immer sind.

Bild: Ahrtal: Fabricia Karutz
Ahrtal: Ein Podcast gegen das Vergessen

Zum fünften Jahrestag der verheerenden Flutkatastrophe im Ahrtal startet der neue Podcast Ahrtal – Von Heldinnen, Helden und Hoffnung. Die Journalistin und selbst betroffene Host Fabricia Karutz, selbst Krisenreporterin für RTL und ntv, möchte mit diesem Audioprojekt ein dauerhaftes Zeitzeugnis schaffen.

Ihr erklärtes Ziel ist es, der gesellschaftlichen „Hochwasserdemenz“ entgegenzuwirken und die Erinnerung an die Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 sowie den mühsamen Weg zurück ins Leben wachzuhalten.

Ahrtal: Bis heute nicht ausreichend Hilfe

Im Mittelpunkt stehen die ungeschönten Schicksale der Talbewohner damals und heute. Die erste Folge, „Jenny auf dem Dach“, schildert den dramatischen Überlebenskampf einer hochschwangeren Mutter, die sich in letzter Sekunde vor den Wassermassen retten konnte. Gleichzeitig beleuchtet das Format die ernüchternde Gegenwart: Der Metzger Georg Damian berichtet vom zähen Kampf mit der Bürokratie und seinem jahrelangen Alltag im Tiny House, während die versprochene staatliche Hilfe ausbleibt.

Gefördert durch den Wiederaufbaufonds in Kooperation mit der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB), versteht der Podcast sich als Liebeserklärung an die Region und als Dokument ihrer unerschütterlichen Widerstandskraft.

Ahrtal – Von Heldinnen, Helden und Hoffnung ist ab sofort abrufbar.

AHRTAL - Von Heldinnen, Helden und Hoffnung