Jeder soll Unternehmer im Unternehmen sein – das wünscht sich
fast jedes Top-Management. Doch was passiert, wenn plötzlich mehr
gute Ideen auf dem Tisch liegen, als die Organisation umsetzen
kann? In vielen Unternehmen entscheidet dann still die
Lautstärke: Wer am lautesten schreit, kriegt das Funding. Darum
geht es im dritten Digital Matters Executive Briefing, dem
kompakten Format für Entscheider im Mittelstand.
Robert und Michi beginnen bei einem Muster, das beide immer
wieder sehen: Die Fachabteilung hat einen überzeugenden Use Case,
vielleicht sogar mit einer externen Agentur für fünfzehntausend
Euro und plant mit vier Wochen. Übersehen wird, wer das Ganze
später betreiben und in die Systemlandschaft einbetten muss –
meistens die IT, die nicht nur an diesem einen, sondern an allen
Use Cases gleichzeitig hängt. Aus vier Wochen wird so schnell ein
halbes Jahr. Fehler Nummer eins: die Engpässe zu spät
einzubinden. Oder, wie Michi es sagt: Agiles Arbeiten macht dich
früher, nicht schneller.
Daraus entwickeln die beiden ein pragmatisches Bild von
Portfoliomanagement. Ideen dürfen und sollen dezentral entstehen,
aber jede Abteilung braucht die Strategie als Filter, denn eine
gute Idee, die nicht auf die Unternehmensstrategie einzahlt, ist
trotzdem die falsche. Anschließend werden alle Portfolios
übereinandergelegt, die Engpässe wie IT, Legal oder Controlling
sichtbar gemacht und gerankt. Entscheiden sollte dabei weder die
IT noch die lauteste Abteilung, sondern ein Governance Board, das
sich mit kleinen Entscheidungen das Vertrauen des C-Levels für
die großen erarbeitet. Und dieses Board muss jederzeit eine Frage
beantworten können: Wie viele Projekte habt ihr eigentlich
abgelehnt?
Für den Mittelstand wird das gerade jetzt dringlicher: Mit KI
können Mitarbeitende selbst größere Use Cases erarbeiten. Das
Portfolio wächst, und damit auch die Notwendigkeit, bewusst Nein
zu sagen. Der Einstieg muss dabei nicht kompliziert sein: ein
paar Leute, die die Engpässe im Blick haben, und eine gute alte
Excel-Tabelle.
Für kurze, konzentrierte Management-Impulse ohne Umwege folgt dem
Digital Matters Executive Briefing.
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