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  4. Vibe Coding: Prototyp ja, Provisorium nein
Vibe Coding ist gerade überall – jede zweite YouTube- oder
Insta-Story erzählt, wie jemand in fünf Minuten eine App oder ein
ganzes Business gebaut hat. Auch in mittelständischen Unternehmen
kommt das Thema zunehmend über die Mitarbeitenden selbst ins
Haus, oft bevor die IT überhaupt gefragt wurde. Robert und Michi
ordnen in dieser Quickie-Folge ein, was an dem Hype dran ist und
was Führungskräfte im Mittelstand tatsächlich damit anfangen
sollten.

Robert bringt sein eigenes Beispiel mit: die komplette Produktion
der Digital-Matters-Podcast-Videos – Zuschnitt, Untertitel,
YouTube-Upload, Shorts – läuft vibe-gecodet für rund 6 Euro
Materialkosten im Monat. Daran zeigt sich die Kernthese der
Folge: Vibe Coding gibt Fachabteilungen die Möglichkeit, eigene
Hypothesen selbst zu testen und Prototypen zu bauen, statt
monatelang Lastenhefte für externe Dienstleister zu schreiben.
Der Haken dabei: Ein funktionierender Prototyp ist noch keine
produktionsreife Software – ohne echtes Architekturwissen
entsteht schnell Spaghetticode, der weder sicher noch erweiterbar
ist.

Im Gespräch geht es außerdem darum, wie sich die Rolle der IT
verändert – vom reinen Verhinderer und Lastenheft-Verwalter hin
zum Innovation Enabler, der eine sichere Sandbox für Prototyping
bereitstellt. Ein zweites, oft unterschätztes Risiko liegt nicht
in der Technik, sondern in der Organisation: Wer einen fertigen
Prototyp einfach präsentiert, statt Kolleginnen und Kollegen als
Testerinnen und Tester mitzunehmen, verliert die Akzeptanz im
Unternehmen. Auch der klassische Budget- und Controllingprozess
mit Fünf-Jahres-Business-Case passt nicht mehr zu einer Welt, in
der man erst iterativ herausfinden muss, welches Problem
überhaupt das richtige ist.

Für mittelständische Unternehmen heißt das: Vibe Coding ist kein
reines IT-Thema, sondern Teil der größeren KI-Adoption-Frage –
mit denselben Leitplanken, Governance-Fragen und Budgetlogiken,
die auch für andere KI-Initiativen gelten.
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„Vibe Coding: Prototyp ja, Provisorium nein“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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