- Werbung - Ladepunkte gibt es in Deutschland inzwischen reichlich.
Rund 212.000 öffentliche zählt die Bundesnetzagentur, dazu kommt
ein kräftiger Zubau im privaten und halböffentlichen Bereich. Doch
was nützt dir der beste Ladepunkt, wenn er gerade nicht
funktioniert? Genau um diese Frage dreht sich meine aktuelle Folge,
für die ich erneut im Amperfied Village in Wiesloch zu Gast war.
Mein Gesprächspartner ist Robin Karpp, Geschäftsführer der
Amperfied GmbH, einer Tochter der Heidelberger Druckmaschinen AG.
Viele kennen Amperfied noch von der Wallbox für zu Hause. Die gibt
es weiterhin, und die Nachfrage zieht sogar wieder an. Zudem ist
das Unternehmen längst im DC-Bereich unterwegs. Der eigentliche
Wandel liegt aber in der Frage, was nach der Installation passiert:
Amperfied will dafür sorgen, dass Ladeinfrastruktur zuverlässig
läuft, und das auch bei Geräten anderer Hersteller. Das Serviceteam
greift dafür auf Strukturen zurück, die der Heidelberg-Konzern über
zwei Jahrzehnte aufgebaut hat. Robin erklärt mir, warum sich das
Unternehmen bei der Ausgründung bewusst für diesen Weg entschieden
hat und was das Druckmaschinengeschäft damit zu tun hat. Dort
stehen Verträge mit garantierter Performance längst im Mittelpunkt.
Übertragen auf Ladetechnik heißt das: Amperfied steht für das
Technologierisiko über die gesamte Nutzungsdauer gerade. Wir
sprechen ausführlich über das Modell Uptime Prime. Kund:innen
zahlen dabei eine feste Monatsrate, die nie steigt, und bekommen
eine vereinbarte Mindestverfügbarkeit. Wird sie verfehlt, verliert
auch Amperfied Geld. Robin nennt konkrete Größenordnungen, erklärt,
wie Uptime gemessen wird, und warum vorausschauende Wartung mit
Sensoren und gezählten Steckzyklen nur bei eigener Hardware in
dieser Tiefe möglich ist. Außerdem geht es um die Frage, wem die
Betriebsdaten gehören, und um die Wirklichkeit im Servicealltag.
Allein in Deutschland betreut Amperfied pro Woche rund 70 bis 100
Servicefälle, gemessen an der Zahl der Ladepunkte, wie Robin selbst
einräumt, eine hohe Zahl. Für ihn ein Zeichen, dass die
Industrialisierung der Ladeinfrastruktur noch nicht dort ist, wo
sie sein sollte. Dazu kommen Prozesskosten, die auf den ersten
Blick kaum auffallen, gerade bei Unternehmen mit mehreren
Standorten. Mit Business Prime richtet sich Amperfied zudem an
Flächeninhaber:innen mit guter Lage, die ihre Ladepunkte selbst
betreiben statt verpachten möchten. Zum Schluss blicken wir nach
vorn. In drei bis fünf Jahren soll ein großer Teil der bestehenden
Ladepunkte unter Vertrag stehen, statt Jahr für Jahr um Neugeschäft
beim reinen Hardware-Verkauf zu kämpfen. Robins Anspruch ist dabei
schnell erklärt: An der Tankstelle hofft niemand, dass die
Zapfsäule funktioniert. Genau diese Selbstverständlichkeit soll
auch beim Laden ankommen.
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