Ein Range Rover, der rein elektrisch fährt und dabei keine
Kompromisse eingehen soll: Genau diesen Anspruch habe ich mit
Martin Limpert besprochen, Global Managing Director Range Rover.
Gemeinsam haben wir uns Range Rover Electric und Range Rover Sport
Electric angeschaut, und schnell wurde klar, wie konsequent die
Marke diesen Weg verfolgt. Ausgangspunkt war eine Befragung der
eigenen Kund:innen vor fünf bis sechs Jahren. Deren Wunsch war
eindeutig: Der elektrische Range Rover soll aussehen, sich anfühlen
und fahren wie ein Range Rover, erst dann darf der Antrieb ihn
besser machen. Martin erklärt mir, welche Elemente der Marken-DNA
dabei unverzichtbar sind, vom reduzierten Design über die
Geländefähigkeit bis zur ruhigen Kabine. Spannend fand ich
persönlich, dass rund 70 Prozent der Vorreservierungen von
Neukund:innen stammen, die bislang auf eine elektrische Variante
gewartet haben. Wir sprechen auch darüber, wie sich Range Rover und
Range Rover Sport trotz gemeinsamer Basis unterscheiden sollen.
Beim Sport Electric sorgen eine andere Fahrwerkshardware, eine
sportlichere Abstimmung und ein schneller verfügbares Drehmoment
für mehr Dynamik, auf Wunsch ergänzt durch ein Sound Enhancement.
Ein großer Teil des Gesprächs dreht sich um die Frage, warum der
elektrische Range Rover erst 2026 statt wie angekündigt 2024 auf
die Straße kommt. Martin schildert offen und ohne Umschweife, warum
nach Tests am Polarkreis, am Red Rock in Dubai und in den
Wüstendünen ein Motor getauscht wurde und weshalb die Akustik ohne
Verbrennungsmotor zusätzliche Entwicklungsarbeit verlangte. Auch
die geringere Anhängelast im Vergleich zum Diesel spricht er direkt
an. Darüber hinaus geht es um den Marktstart. Da alle
Antriebsvarianten im Werk Solihull über eine Produktionslinie
laufen, will Range Rover flexibel auf die Nachfrage reagieren.
Nord-, West- und Mitteleuropa sowie England sieht Martin von Beginn
an stärker, andere Regionen entwickeln sich langsamer. Ein Ende der
Mehrgleisigkeit bei den Antrieben ist für ihn nicht absehbar, wobei
nicht jede Variante überall angeboten werden soll. Zum Abschluss
wagen wir einen Blick nach vorn. Mit einem fünften Familienmitglied
auf der EMA-Plattform will die Marke neue Kundschaft gewinnen, ohne
den Kern aus ruhiger Kabine, Refinement und Geländefähigkeit
aufzugeben. Wie Martin Tradition und Elektromobilität
zusammenbringen will, hörst du in dieser Folge.
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