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Die erste Mail kommt noch vor dem eigentlichen Arbeitsstart. Im
Kalender reiht sich ein Termin an den nächsten. Das erste Meeting
läuft länger als geplant, während schon die nächsten Nachrichten
aufploppen. Der To-do-Berg wächst und beim Priorisieren landet
plötzlich fast alles in derselben Kategorie: wichtig und
dringlich.

Also arbeiten wir schneller, investieren mehr Energie,
verschieben die Pause und hängen abends noch etwas dran. Wenn
andere im Team ebenfalls lange erreichbar sind, kann sich dieses
Verhalten gegenseitig verstärken. Wie wir mit unserer Energie
umgehen, hängt damit auch von Erwartungen, Teamnormen und
Arbeitsgestaltung ab.

In dieser Folge von „New Work Meets Science“ spricht Dr. Theresa
Fehn mit Prof. Dr. Tim Vahle-Hinz darüber, wie Energiemanagement
unter Zeitdruck und ständiger Erreichbarkeit gelingen kann.

Im Gespräch geht es darum, wie Stress sich im Team übertragen
kann, wie wir unter hoher Belastung besser priorisieren können
und welche Rolle Autonomie bei all dem spielt. Denn Freiräume
können helfen, Arbeit an die eigene Leistungsfähigkeit
anzupassen. Unter hohem Zeitdruck zeigt sich jedoch ein paradoxes
Muster: Menschen mit viel Autonomie arbeiten teilweise noch
intensiver und steigern ihren Leistungsanspruch.

Und nach Feierabend? Der Laptop ist zu, das Handy vielleicht
stumm und trotzdem läuft die Arbeit im Kopf weiter. Tim erklärt
anhand seiner Forschung, warum diese gedankliche Erreichbarkeit
für Erholung relevant ist und welche Rolle Vorhersehbarkeit und
Kontrolle spielen – bei der Mail um 21 Uhr ebenso wie im
Bereitschaftsdienst.

Eine Folge über Zeitdruck, schwankende Energie, Autonomie und
Technostress und über die sozialen Erwartungen im Arbeitsalltag,
die mitprägen, wann wir Pausen machen, wie wir Freiräume nutzen
und wie lange wir erreichbar bleiben.

Viel Spaß beim Hören!

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Quellen:

Vahle-Hinz, T., Deci, N., & Baethge, A. (2024). Intensifying
and protective? How organizational culture shapes the effect of
work scheduling autonomy on the relationship between time
pressure and self-endangering work behaviours. European Journal
of Work and Organizational Psychology, 33(4), 488–502.
https://doi.org/10.1080/1359432X.2024.2326620 Tandfonline

Vahle-Hinz, T., Friedrich, N., Bamberg, E., Keller, M., &
Dettmers, J. (2014). „Jetzt läuft der Motor im Leerlauf“:
Gesundheitliche Wirkungen von Arbeit auf Abruf am Beispiel von
Rufbereitschaft. Zeitschrift für Arbeitswissenschaft, 68,
112–115. https://doi.org/10.1007/BF03374432
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„Was macht Zeitdruck mit unserer Leistung, Tim Vahle-Hinz?“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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