Hey! I'd love to hear your thoughts, send me a voice note.
Manchmal ist noch längst nicht alles gut – und trotzdem taucht
plötzlich etwas Schönes auf.
Freude. Vorfreude. Neugier. Ein Wunsch.
Und manchmal wissen wir gar nicht so recht, was wir mit diesen
Momenten anfangen sollen.
Denn wenn wir lange mit Schwere, Sorge, Verantwortung oder
Funktionieren beschäftigt waren, kann Leichtigkeit überraschend
ungewohnt sein.
In dieser Folge von KörperLicht – getragen durch
Trauer spreche ich darüber, warum Leichtigkeit nicht
bedeutet, dass alles vorbei oder abgeschlossen sein muss.
Schmerz und Freude können nebeneinander existieren.
Wir können jemanden oder ein geliebtes Tier vermissen und uns
gleichzeitig wieder für etwas Neues öffnen.
„Ich erlebe gerade an mir selbst, dass etwas Neues in mein Leben
kommen darf, ohne dass das Alte dadurch weniger wichtig wird.“
Ich erzähle auch aus meinem eigenen aktuellen Leben: Ich habe
mich entschieden, mein Herz wieder für ein neues Tier zu öffnen.
Nicht als Ersatz.
Sondern als Zeichen dafür, dass in meinem Leben wieder mehr Raum
entstehen darf.
Denn vielleicht muss nichts Altes verschwinden, damit etwas Neues
Platz bekommt.
Mehr Raum statt Neuanfang.
Vielleicht darf unser Leben weiter werden – nicht weil wir etwas
zurücklassen, sondern weil wir wieder mehr von uns selbst
hineinlassen.
Auch der Körper spielt dabei eine Rolle. Vorfreude, Neugier und
positive Veränderung können sich körperlich zeigen: als Kribbeln,
mehr Energie, ein Lächeln oder manchmal auch als ungewohnte
Unruhe.
Wir müssen solche Gefühle nicht sofort verstehen oder verändern.
Vielleicht können wir sie zunächst einfach wahrnehmen.
In dieser Folge geht es um:
warum wir uns oft besser mit Schwere als mit Leichtigkeit
auskennen
weshalb „leichter“ nicht bedeutet, dass alles gut oder
abgeschlossen ist
wie Freude und Schmerz gleichzeitig existieren können
warum etwas Neues nicht automatisch bedeutet, dass etwas
Altes ersetzt wird
was der Unterschied zwischen Erweiterung und Neuanfang ist
wie sich Vorfreude und Leichtigkeit im Körper zeigen können
warum wir Gefühle nicht sofort verstehen oder verändern
müssen
und die Frage: Wo in deinem Leben spürst du gerade
vielleicht schon ein kleines bisschen mehr Raum?
Drei Fragen zum Mitnehmen
Was macht mir Freude?
Worauf bin ich neugierig?
Wo wünsche ich mir mehr Raum?
Du musst darauf nicht sofort eine Antwort finden.
Vielleicht kommt sie später. Beim Spazierengehen. Heute Abend. In
ein paar Tagen oder Wochen.
Und vielleicht kommt auch keine klare Antwort.
Auch das ist vollkommen in Ordnung.
Es geht nicht darum, etwas leisten zu müssen.
Vielleicht reicht es, wahrzunehmen, ob da schon irgendwo ein
kleines bisschen mehr Raum entstanden ist – oder entstehen darf.
Die Frage dieser Folge
Wo in deinem Leben spürst du gerade vielleicht schon ein
kleines bisschen mehr Raum – und was möchtest du diesem Raum
geben?
Mehr über meine Arbeit und die Entstehung des
Angehörigenraums findest du auf meiner Website.
Die französische Transkription dieser Folge ist ebenfalls dort
verfügbar.
Für Dich: Dieser Podcast dient der persönlichen
Reflexion und ersetzt keine medizinische, psychotherapeutische
oder therapeutische Behandlung.
Bis zur nächsten Folge in zwei Wochen. und denk dran: unser
Körper spricht jeden Tag mit uns. Die Frage ist nur: Sind wir
bereit, ihm zuzuhören?
Schön, dass du da bist.
Christine Wir
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