Hey! I'd love to hear your thoughts, send me a voice note.
Wenn wir Entscheidungen treffen müssen, die niemand treffen
möchte, geraten wir als Angehörige schnell in eine Situation, auf
die uns niemand vorbereitet hat. Plötzlich müssen wir für einen
geliebten Menschen oder ein Tier mitentscheiden – über eine
Behandlung, über das weitere Vorgehen oder manchmal auch darüber,
wann es genug ist.
Ich spreche in dieser Folge darüber, was solche Entscheidungen
mit uns machen können. Denn unter der eigentlichen Entscheidung
liegen oft Angst, Verantwortung, Schuldgefühle, Ohnmacht und die
Angst vor dem Verlust. Gleichzeitig entsteht ein enormer innerer
Druck: die richtige Entscheidung treffen zu müssen und am besten
sofort zu wissen, was richtig ist.
Wir sprechen darüber, wie sich dieser Druck auch körperlich
zeigen kann – durch Enge, Unruhe, Schlaflosigkeit, kreisende
Gedanken, Erschöpfung oder das Gefühl, wie gelähmt zu sein. Und
darüber, warum es manchmal nicht zuerst eine Antwort braucht,
sondern einen Moment, in dem wir wieder wahrnehmen können, was
gerade in uns geschieht.
Ich erzähle dabei auch von einer persönlichen Erfahrung mit
meiner Katze und von einer Erkenntnis, die mich bis heute
begleitet:
Ich muss nicht sofort entscheiden, nur weil gerade eine
Entscheidung getroffen werden muss.
Vielleicht ist genau das eine Frage, die wir uns als Angehörige
öfter erlauben dürfen: Muss ich diese Entscheidung
tatsächlich jetzt treffen?
Shownotes In dieser Folge geht es um:
Entscheidungen, die niemand treffen möchte
die Verantwortung, für einen geliebten Menschen oder ein Tier
mitzuentscheiden
die Angst, die falsche Entscheidung zu treffen
Schuldgefühle, Ohnmacht und Verlustangst
den körperlichen und emotionalen Druck in solchen Situationen
die Frage, was passiert, wenn wir unter diesem Druck nicht
mehr klar denken können
den Unterschied zwischen „Ich muss entscheiden“ und „Ich muss
jetzt entscheiden“
kleine Möglichkeiten, wieder im eigenen Körper anzukommen
warum Angehörige nicht immer funktionieren müssen
und warum manchmal nicht ein weiterer Ratschlag, sondern ein
Raum zum Innehalten gebraucht wird
Manchmal braucht es keinen weiteren Ratschlag. Manchmal
braucht es einfach einen Raum, in dem wir für einen Moment nichts
leisten müssen.
Mehr über meine Arbeit und die Entstehung des
Angehörigenraums findest du auf meiner Website.
Für dich Dieser Podcast ersetzt keine
therapeutische oder medizinische Behandlung. Er möchte einen Raum
schaffen für Reflexion, Verbundenheit und achtsame Begleitung.
Mehr über meine Arbeit: Website
Bis zur nächsten Folge in zwei Wochen. und denk dran: unser
Körper spricht jeden Tag mit uns. Die Frage ist nur: Sind wir
bereit, ihm zuzuhören?
Schön, dass du da bist.
Christine Wir
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