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Er oder sie waren ganz Große in ihrer Zeit, ganz früher oder auch
heute.Es gibt einige Menschen, denen haben über die Jahrhunderte
Menschen den Titel: der oder die Große verliehen und Gregor war
einer von ihnen.Er war Diplomat, Politiker, Mönch und dann der
erste Mönchspapst der Geschichte, galt als genialer Krisenmanager,
hat Europa ein neues Gesicht gegeben, war ein umtriebiger
Briefeschreiber, (allein 850 von ihnen sind erhalten) er hat die
Versorgung der Armen nach einer Überschwemmungskatastrophe im
pestgeplagten Rom krisenfest umorganisiert, und die Liturgie neu
geprägt. Von den Menschen seiner Generation wird er bald
Gregor der Große genannt. Sich selber aber bezeichnet er ganz
anders: Knecht der Knechte Gottes. In einem Brief, den er 39
Missionaren, die er zu den Angelsachsen auf die Insel gesandt hat,
schreibt er: „Weder die Beschwerlichkeiten der Reise, noch das
Gerede der Leute soll euch also abschrecken, sondern vollendet mit
aller Anstrengung und aller Begeisterung, was ihr auf Gottes
Antrieb begonnen habt.“ Seit dieser Zeit bis in die nächsten
drei Jahrhunderte werden viele tausend Missionare und
Wanderprediger nach Europa kommen und Religion, Bildung, Schrift,
Verwaltung, Kunst und Kultur des Kontinentes entscheidend
prägen.Wenn ich in solchen Lebensbeschreibungen lese, bin ich immer
sehr erstaunt, was ein einzelner Mensch mit zunächst ruhigem
Studium, dann einem energischen Umschwung in seiner Lebensweise und
mit der ihm durch Wahl verliehene Macht erreichen und über
Jahrhunderte zum Positiven prägen kann. Mir scheint sein Wort vom
„Knecht der Knechte Gottes“ ein Synonym für sein Verständnis von
Leitung und Leben im Allgemeinen: ich verstehe meine Arbeit als
Dienst, erledige meine Aufgaben in bester Weise, schaue mit Neugier
und Eifer in die Heilige Schrift, damit sie mir Ideen für das
Zusammenleben der Menschen gibt und verstehe alles, was ich tue als
Dienst an den Menschen. Und da bekommt das auch für mich Hand
und Fuß und ist geeignet für alle, die nach Orientierung suchen für
den Alltag und das normale Leben heute. 
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„Knecht der Knechte“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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