Herzlich willkommen zum Gebet am Montag. Nach drei Wochen
Urlaub bin ich nun wieder da, um mit Dir über Gott und die Welt,
über das Leben und vieles, was unser Leben ausmacht, zu plaudern,
Erfahrungen zu teilen und Ideen weiterzugeben, wie es gehen kann,
den Glauben an Gott heute zu leben. In diesen letzten drei
Wochen gab es vieles innerhalb und außerhalb meiner
Urlaubsgegend. Thüringen ist einfach schön und ich habe
mehrere kleine und größere Städte besucht. Einige, wo ich noch nie
war, wie Schmalkalden, wo mir ganze Lichter aufgegangen sind über
die Zeitläufe vor, während und nach der Reformation. Ich habe
selten ein so schönes Städtchen und eine so kluge Ausstellung
gesehen. Oder auch einige größere Städte, wo ich einzelne Sachen
anschauen wollte, die sonst eher abseits des Weges der normalen
Touris liegen. Und natürlich gab es Begegnungen und
Erlebnisse, die eine solche Zeit so besonders machen. Mitten auf
der Krämerbrücke in Erfurt geht eine Familie an mir vorbei und der
jüngere Mann kommt zurück und fragt mich, ob ich eine Klarissin
oder so etwas sei. Solch eine Schwester hat er schon mal in einem
Film gesehen. Also sind wir mitten auf der belebten und bewohnten
Brücke stehen geblieben und haben uns über Orden und Kirche und
meine Aufgaben unterhalten und zum Ende hat er mir alles Gute
gewünscht und ich ihm und seiner Familie auch. Schön war das, und
wunderbar neugierig und herrlich vorurteilsfrei. Und ich habe
in den Nachrichten natürlich auch ein wenig von den Zeitläufen
außerhalb meiner Urlaubswelt mitbekommen. Es gab Brände wie
schon jedes Jahr, und auch sehr große hier in Deutschland und in
den Nachbarländern und anschließend Wasserfluten ungeahnten
Ausmaßes. Die Waldbrände haben Flächen vernichtet, von denen wir
nicht so eine richtige Vorstellung haben. Der Sommer war und ist
immer noch heiß und weltweit zu trocken und wir ahnen, dass etwas
geschehen muss, wenn unser schöner blauer Planet nicht verbrennen
und vertrocknen soll. Als Kind und Jugendliche habe ich noch
die Flurprozessionen erlebt, die singend und betend über die Felder
gezogen sind und Gott um Bewahrung vor schädlichem Wetter und um
eine gute Ernte gebeten haben. Das ist auch bis heute nicht
falsch, aber es reicht nicht, wenn wir gleichzeitig zu viel Wasser
verschwenden, Schadstoffe in die Luft jagen und schon im Juni den
Anteil der Rohstoffe verbrauchen, den Mutter Erde in einem ganzen
Jahr für uns ersetzen kann. Das eine tun, und das andere nicht
lassen, ist zu allen Zeiten ein gutes Motto für uns Menschen und
Christen. Tun, was in unseren Kräften und Möglichkeiten steht
und Gott um seine Hilfe und seinen Segen bitten. Er wird es tun.
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