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  4. Begegnungen geben Anstoß zum eigenen Denken und Tun
Begegnungen beleben oft sehr und geben Anstöße für eigenes Tun und
Denken. In der Mittagspause auf einem Jubiläumsfest vergangene
Woche hat mir beim Spaziergang eine Mitschwester Szenen aus ihrer
Arbeit erzählt. Sie arbeitet in der Seelsorge für Menschen, die in
Köln auf der Straße leben und von deren Problemen in den letzten
unglaublichen heißen Wochen in der Stadt. Eines Tages ist sie mit
einem Bollerwagen voller Wasserflaschen unterwegs gewesen, um an
den ihr bekannten Treffpunkten Wasser anzubieten und zu verteilen.
Und dabei hat eine Touristin aus New York sie beobachtet und
angesprochen. Und als sie verstanden hatte, worum es hier geht, ist
sie mitgegangen, hat geholfen und hat, als der Wagen leer war, im
nächsten Geschäft einige Kisten mit Wasser gekauft und mit ihrem
Geld bezahlt, damit weiterhin Wasser verteilt werden konnte.Ganz
oft ist es genau so. Menschen erleben, dass es Probleme und
Schwierigkeiten gibt und beginnen damit, an Lösungen zu arbeiten
und etwas zu tun. Und meist ist sehr schnell ein kleinerer oder
größerer Kreis von Menschen angesteckt von der guten Idee und macht
mit. Vor fast 500 Jahren hat sich ein junger Priester und Jurist
aus Spanien auf den Weg nach Rom gemacht. Und dort ist er völlig
entsetzt von der Not und Verwahrlosung der Straßenkinder dort. In
Trastevere beginnt er sofort mit einer Schule, die für alle Kinder
dort kostenlos war. Und auch hier waren viele junge Leute so
angetan von der Aufgabe und dem Engagement dieses Josef von
Calasanza, dass sie mitmachen wollten und an diesem Werk für Kinder
arbeiten. Also wurde eine Ordensgemeinschaft gegründet und über die
nächsten Jahrhunderte gab es immer mehr Schulen für arme Kinder und
die Lebensverhältnisse haben sich durch die dann gut ausgebildeten
Jugendlichen stark verbessert.Begegnungen geben Anstoß zum eigenen
Denken und Tun. Jesus sagt: Was ihr dem Geringsten meiner Brüder
getan habt, das habt ihr mir getan. Manchmal ist es dann Wasser
austeilen an Bedürftige, manchmal ist es eine Schule gründen für
mittellose Kinder, manchmal ist es etwas ganz anderes, was Dir
heute begegnet und was Dich anregt, aus diesem Wort heraus etwas zu
tun.
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„Begegnungen geben Anstoß zum eigenen Denken und Tun“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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