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  4. Neutralität – Tugend oder Ausrede?
Neutralität klingt zunächst nach einer Tugend: nicht vorschnell
urteilen, Distanz halten, beide Seiten hören. Aber ist Neutralität
wirklich immer die moralisch bessere Haltung? Und kann man in einem
Konflikt überhaupt neutral bleiben, wenn auch Schweigen und
Nicht-Handeln Folgen haben? In dieser Folge fragen wir, was sich
verändert, wenn man Neutralität theologisch ernst nimmt. Ist Gott
neutral? Warum erzählt die Bibel von einem Gott, der den Schrei der
Unterdrückten hört und sich auf die Seite von Armen, Fremden,
Witwen und Waisen stellt? Und wie passt dazu Jesu Forderung, die
Feinde zu lieben? Vielleicht liegt eine christliche Haltung weder
in Gleichgültigkeit noch im Lagerdenken: Partei ergreifen, ohne den
Gegner seiner Menschlichkeit zu berauben. Von dort führt der Weg
zur Friedensethik und schliesslich zur aktuellen Schweizer
Neutralitätsdebatte. Am 27. September stimmt die Schweiz über die
Neutralitätsinitiative ab. Was genau würde sie verändern? Und ist
Neutralität vor allem ein Mittel, sich aus Konflikten
herauszuhalten – oder ein besonderer Handlungsspielraum, der
verpflichtet, Frieden zu stiften? Ausserdem: Manuel war letzte
Woche an einem Konzert der Alt-Metal-Band «Nazareth» und seufzt
immer noch… und Stephan hat trotz mancher Befürchtung ein
wunderschönes Hausfest erlebt. Für Rückmeldungen und
Themenvorschläge schreibt uns gerne an: manuel.schmid@evref.ch
stephan.juette@evref.ch

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