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  4. «FOBO» – oder: Muss ich nützlich sein?
Was passiert, wenn künstliche Intelligenz Dinge besser kann als
wir? Wenn sie schneller schreibt, recherchiert, programmiert – und
irgendwann vielleicht tatsächlich dafür sorgt, dass weniger
menschliche Arbeit gebraucht wird? FOBO – Fear of Becoming Obsolete
nennt sich die Angst, überflüssig zu werden. Stephan und Manu
fragen sich, warum diese Vorstellung eigentlich so bedrohlich ist.
Haben wir uns so sehr daran gewöhnt, unseren Wert über Arbeit,
Leistung und Nützlichkeit zu bestimmen? Und wäre eine Welt, in der
wir dank KI viel weniger arbeiten müssten, tatsächlich eine
Befreiung – oder vor allem eine gewaltige Identitätskrise? Dabei
stossen sie auf eine erstaunlich unproduktive Idee der Bibel: die
Sabbatruhe. Einen Tag lang nichts herstellen, nichts optimieren,
nichts leisten müssen. Vielleicht steckt darin ein ziemlich
radikaler Einspruch gegen eine Welt, in der selbst Erholung noch
der Leistungsfähigkeit dienen soll. Denn womöglich ist «Jeder
Mensch ist nützlich» gar nicht der humanistische Satz, für den wir
ihn halten. Vielleicht müsste es heissen: Kein Mensch muss nützlich
sein. Und vielleicht stellt KI deshalb weniger die Frage, was
Maschinen künftig alles können – als die Frage, was einen Menschen
eigentlich wertvoll macht. Ausserdem: Hallelujah der Woche: Manu
kann wieder mit dem Trainer zur Arbeit kommen. Stossgebet der
Woche: Wenn ein Hausfest zur generalstabsmässigen Übung wird.

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