Anmeldung Registrierung
Auto Hell Dunkel
Erweiterte Suche
  1. Startseite
  2. Podcasts
  3. apolut: Standpunkte Podcast
  4. Erdoğan fordert Netanjahu heraus | Von Thomas Röper
Die Türkei und Israel „balancieren
am Rande eines militärischen Zusammenstoßes“.

Der Konflikt zwischen der Türkei und Israel eskaliert.
Die Türkei hat Interpol nun sogar angewiesen, eine internationale
Fahndung gegen den israelischen Premierminister Benjamin
Netanjahu auszustellen. Worum geht es im Streit zwischen den
Ländern?

Ein Standpunkt von Thomas Röper.

Der eskalierende Konflikt zwischen der Türkei und Israel spielt
in deutschen Medien kaum eine Rolle, obwohl er den Westen im
Extremfall in eine sehr schwierige Lage bringen kann, denn sollte
es beispielsweise in Syrien zu einem militärischen Zusammenstoß
zwischen den beiden Ländern kommen, müsste der Westen sich
möglicherweise entscheiden, ob er dem NATO-Partner Türkei oder
Israel beisteht.

In der TASS ist ein Artikel erschienen, der den Konflikt ein
wenig beleuchtet und die letzten Entwicklungen schildert, und ich
habe den Artikel übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Ankaras Angriff über Interpol: Was wird aus Netanjahu,
der auf der Fahndungsliste steht?

Alexej Martynow erklärt, wozu die Türkei Israel
geopolitisch isoliert.

Das 11. Istanbuler Strafgericht hat Interpol angewiesen, eine
internationale Fahndung („Red Notice“) gegen den israelischen
Premierminister Benjamin Netanjahu auszustellen. Die Entscheidung
ist Teil von Ankaras systematischer Strategie, Israel mit
juristischen, diplomatischen, militärischen und wirtschaftlichen
Mitteln zu delegitimieren. Ankara versucht, Jerusalem aus der
regionalen Machtarchitektur zu verdrängen und nutzt dabei – so
absurd es auch klingen mag – Washingtons vermeintliche
diplomatische Unterstützung sowie seine eigene militärische
Stärkung innerhalb der NATO.

Die Global Sumud Flotill als Auslöser

Der Grund für die aktuelle Eskalation waren die Ereignisse in der
zweiten Jahreshälfte 2025. Ende August stach die Global Sumud
Flotill (GSF), ein Konvoi von über 40 Schiffen mit fast 500
pro-palästinensischen Aktivisten, von spanischen und
italienischen Häfen aus in See, um humanitäre Hilfe nach Gaza zu
bringen. Am 1. und 2. Oktober fing die israelische Marine die
Flottille im Mittelmeer ab, woraufhin die Aktivisten nach Europa
abgeschoben wurden. Das türkische Außenministerium stufte das
Abfangen umgehend als „Terrorakt in internationalen
Gewässern“ ein. Die Anwesenheit mehrerer türkischer
Staatsbürger in der Flottille gab Ankara die formale
Rechtsgrundlage für die Einleitung eines Strafverfahrens.

Im November erließ die Istanbuler Staatsanwaltschaft Haftbefehle
gegen Netanjahu und 36 israelische Beamte wegen „Völkermords
und Verbrechen gegen die Menschlichkeit“. Im April 2026
bestätigte ein Istanbuler Gericht die Anklage und forderte
lebenslange Haftstrafen für den israelischen Premierminister und
34 israelische Staatsbürger. Den letzten Schritt bildete die
Entscheidung des Obersten Istanbuler Strafgerichts vom 14. Juli,
Interpol um die Ausstellung der erwähnten „Red Notice“ zur
sofortigen Festnahme Netanjahus zu ersuchen.

Dabei muss man anmerken, dass weder Israel noch die USA auf Bitte
von Interpol ausliefern. Zwischen der Türkei und Israel besteht
derzeit kein bilaterales Abkommen über die gegenseitige
Koordinierung in Strafsachen und die Vollstreckung von
Gerichtsurteilen.

Die türkischen Richter sparten angesichts der ohnehin schon
angespannten Beziehungen zwischen den beiden Ländern nicht mit
scharfen Worten. Sie verwendeten unter anderem „Verbrechen
gegen die Menschlichkeit“, „Völkermord“, „rechtswidrige
Inhaftierung“, „grausame Behandlung von Gefangenen“,
„vorsätzliche Gesundheitsschädigung“,
„Raub“ und „Piraterie mit Einschränkung der
Bewegungsfreiheit“.

...https://apolut.net/erdogan-fordert-netanjahu-heraus-von-thomas-roper/

Teilen

Mein Archiv

Deine Privatkopie der Folgen, die du nicht verlieren willst.

Podcast-Folgen verschwinden. Feeds werden auf die letzten Episoden gekürzt, Hoster räumen alte Dateien ab, Formate wechseln den Anbieter und lassen ihr Archiv zurück. Mit „Mein Archiv“ sichert podcast.de die Folgen deiner Podcasts für dich — angefangen bei den ältesten, denn die sind zuerst weg.

  • Deine gesicherten Folgen bleiben hörbar, auch wenn das Original offline geht.
  • Auch Folgen, die im heutigen Feed gar nicht mehr stehen — podcast.de kennt sie noch.
  • Herunterladen bleibt möglich, solange die Folge beim Podcaster liegt. Der zählt seine Abrufe wie bisher.
Startet bald

Sei beim Start von Mein Archiv dabei

Mein Archiv ist fast fertig. Trag dich ein, dann bekommst du eine E-Mail, sobald es losgeht – und bist von Anfang an dabei. Wir schreiben dir nur zum Start, keine Werbung, keine Weitergabe deiner Daten.

Du bekommst zuerst eine Bestätigungsmail. Abmelden geht jederzeit. Datenschutz