Folge 58: Keine Finanzierung , kein Deutschkurs, keine Fachkräfte – Kürzungen bei der Integrationsarbeit

Folge 58: Keine Finanzierung , kein Deutschkurs, keine Fachkräfte – Kürzungen bei der Integrationsarbeit

vor 2 Tagen
Mit René Nohr und Eter Hachmann
1 Stunde 14 Minuten
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Beschreibung

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Gäste sollen wie Könige behandelt werden. Das wünscht sich Eter
Hachmann, Vorstandsvorsitzende von DaMOst, dem Dachverband der
Mi­gran­t*in­nen­or­ga­ni­sa­tio­nen in Ostdeutschland. Pläne des
Innenministeriums unter Alexander Dobrindt (CSU), die Mittel für
Integrationskurse drastisch zu kürzen und somit Ukrainer:innen,
EU-Bürger:innen, Asylsuchende im laufenden Verfahren sowie
Geduldeten die Chance auf einen Sprachkurs zu erschweren, gleichen
mehr einem knappen Kopfnicken als einer willkommenheißenden
Begrüßungsumarmung. In der neuen Folge Mauerecho adressiert
Hachmann Minister:innen, die nicht wüssten, wie mit Gästen
umzugehen sei: „Machen Sie das bitte georgisch. Wenn der Gast
kommt, dann muss man das Beste vom Besten rausholen, unabhängig
davon, ob der Gast nur für eine Nacht bleibt, für eine Woche oder
für zwei Jahre.“ Im besten Fall würden die Menschen sich dann
entscheiden, in Deutschland zu bleiben und ihre Arbeitskraft hier
einbringen, die gerade im Osten dringend gebraucht werde.
„Mauerecho“. „Mauerecho – Ost trifft West“ ist ein Podcast der taz
panterstiftung. Er erscheint alle zwei Wochen donnerstags auf
taz.de/mauerecho sowie überall, wo es Podcasts gibt. Besonderer
Dank gilt unserer neuen Redakteurin Jacqueline Kamp und unserem
Sounddesigner Sebastian Jautschus. Aus der Praxis eines Kursträgers
heraus, mahnt René Nohr, Geschäftsführer der Volkshochschule Bingen
am Rhein in Rheinland-Pfalz, Schwierigkeiten bei der Durchführung
von Integrationskursen an. Die finanziellen Kürzungen und die
Zugangshürden für motivierte Sprachlernende verknappen das
Kursangebot so stark, das Klassen nicht ausreichend gefüllt werden
könnten. Frustriert zeigt sich Nohr auch über die vermeintliche
Logik hinter der politischen Entscheidung: „Es ist aus jeder
Perspektive dumm. Das kostet den Staat wesentlich mehr Geld, weil
die Leute kein Deutsch mehr lernen. Und dann können sie nicht
arbeiten. Das heißt, die Sozialleistungen werden länger bezahlt.“
Was sich unsere Gäst:innen von der Bundesregierung wünschen, um
weiter erfolgreich Integrationsarbeit leisten zu können und wieso
auch unser Host Dennis Chiponda in der Vergangenheit schon erleben
musste, was es heißt, wenn die Arbeit von Verbänden durch
Ak­teur­e:innen der Politik verkompliziert wird, hört ihr in der
neuen Folge Mauerecho.
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