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  3. Mauerecho – Ost trifft West Podcast
  4. Folge 59: Bildungskrise in Ost und West - Gemeinsam gescheitert?
2022 sank die Leistung unserer Schüler:innen in Mathematik, den
Naturwissenschaften und der Lesekompetenz auf das niedrigste Niveau
seit Beginn der Messung der PISA-Studie. Das Bildungspolitik damit
längst zu einer gemeinsamen Krisenfrage geworden ist, nehmen auch
unsere Gäste Andreas Sturm (CDU) und Louis Krüger (Bündnis 90/Die
Grünen), bildungspolitische Sprecher ihrer Landtagsfraktionen in
Baden-Württemberg und Berlin, wahr. Andreas Sturm bringt den Stand
der Einheit in der Bildungspolitik auf den Punkt: „Die Mauern, über
die wir in der Vergangenheit gesprochen haben, sind jetzt auch
Mauern, wenn wir über soziale Herkunft, Sprachdefizite und fehlende
Bildungschancen reden.“ Doch ziehen sich die Mauern heute nicht
mehr durch Ost und West, sondern mitten durch unsere Klassenzimmer.
Nach Zahlen des IQB-Bildungstrends 2024 lagen Sachsen, Bayern und
Baden-Württemberg im Spitzenfeld in allen getesteten MINT-Fächern.
Bremen, Berlin, Nordrhein-Westfalen, Hessen und das Saarland bilden
das Schlusslicht der Untersuchung. Trotz dieser Unterschiede lässt
sich ein Trend erkennen: Selbst die Spitzenreiter haben im
Vergleich zu früheren Erhebungen deutlich an Punkten verloren. Ob
Spitzenreiter oder Schlusslicht, die Probleme unterscheiden sich
kaum Doch woran liegt das? Bei der Problemdiagnose scheinen sich
beide Bildungspolitiker ersteunlich einig zu sein. Louis Krüger
sagt dazu: „Lehrkräftemangel ist auch bei uns das große Problem,
weil natürlich alles andere davon abhängt. Nur wenn ich
ausreichendes und gut qualifiziertes Personal habe, kann ich die
anderen Probleme angehen. Und das Zweite ist das Thema
Bildungsungerechtigkeit. Da sind wir in Deutschland insgesamt
einfach sehr, sehr schlecht im weltweiten Vergleich.Uns hängt es
immer noch sehr stark vom Elternhaus ab, welche Chancen ich als
Kind habe.“ Gestützt wird die Aussage durch die Zahlen des
nationalen Bildungsberichts “Bildung in Deutschland". Noch immer
gelingt es in Deutschland nur unzureichend, Bildungserfolg von
sozialer Herkunft zu entkoppeln: Bei den 20-Jährigen erreichen 79
Prozent der Kinder aus privilegierten Familien die Hochschulreife,
in benachteiligten Familien sind es nur 31 Prozent. Ob das
dreigliedrige Schulsystem und Ziffernnoten noch zeitgemäß sind, ob
die Länder ihre Kompetenzen an den Bund abtreten sollten, um
gemeinsame Standards zu ermöglichen, und wo unser Moderator einen
unserer Gäste provoziert, könnt ihr in der aktuellen Folge von
Mauerecho nachhören. „Mauerecho – Ost trifft West“ ist ein Podcast
der taz panterstiftung. Er erscheint alle zwei Wochen donnerstags
auf taz.de/mauerecho sowie überall, wo es Podcasts gibt. Besonderer
Dank gilt unserer neuen Redakteurin Jacqueline Kamp und unserem
Sounddesigner Sebastian Jautschus.
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„Folge 59: Bildungskrise in Ost und West - Gemeinsam gescheitert?“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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