Podcast
Podcaster
Beschreibung
vor 2 Wochen
Gedanken von Jürgen Drensek
Manchmal passiert es auch mir abends, dass ich mich in den
endlosen Weiten von Instagram verliere. Ich scrolle vorbei an
makellosen Infinity-Pools, perfekt ausgeleuchteten
Boutique-Hotels und Sonnenuntergängen, die so kitschig
weichgezeichnet sind, dass sie jede Kante verloren haben. Alles
ist nur einen Klick entfernt, bereitgestellt von Algorithmen, die
uns soufflieren, wie sich „authentisches Reisen“ anzufühlen hat.
Und genau in solchen Momenten sollte ich sie spüren: eine leise,
fast schmerzhafte Sehnsucht nach dem Ungefilterten. Nach dem
echten, staubigen, unvorhersehbaren Aufbruch. Tue ich auch. Aber
ehrlicherweise denke ich dann gleich: muss ich ja nicht selbst
unbedingt machen. Reicht ja, wenn ich das Ergebnis von anderen
lesen darf… Und dann liegt da plötzlich dieses Buch auf meinem
Tisch: „Lasterleben“ von Anja Kocherscheidt. Und auf einmal wird
es sehr kantig.
Als Reisejournalist, der seit Jahren die professionelle Brille
trägt, ertappe ich mich anfangs bei einer inneren Abwehr. Da ist
dieser antrainierte Reflex: Wo ist der Nutzwert für den Leser? Wo
sind die Buchungslinks, die Geheimtipps, die man am nächsten
Wochenende nachreisen kann? Doch dieses Buch verweigert sich dem
schnellen Konsum. Man kann ein Jahr im selbst ausgebauten,
tonnenschweren THW-Lkw ohne festen Plan durch Nord- und
Mittelamerika eben nicht im Reisebüro buchen. Und genau deshalb
berührt mich diese Geschichte. Sie erinnert an das, was wir auf
dem Altar der perfekten Urlaubsplanung geopfert haben: das
Abenteuer des Unbekannten.
Der Sprung ins kalte, blaue Wasser
Meine Kollegin Anja Kocherscheidt war keine naive Träumerin, die
nichts zu verlieren hatte. Anja stand mitten im Leben, war zwei
Jahrzehnte lang eine erfolgreiche PR-Beraterin im Tourismus. Sie
wusste ganz genau, wie man uns Journalisten Träume verkauft und
Fassaden poliert. Doch hinter den Kulissen wartete das, was so
viele von uns kennen: das unerbittliche Hamsterrad. Der Zustand,
in dem man funktioniert, aber nicht mehr fühlt. Der Moment, in
dem die Erschöpfung die Lebensfreude frisst und man das Gefühl
hat, den eigenen Kindern nur noch die Reste seiner Energie zu
schenken. Gemeinsam mit ihrem Mann Oliver und den Kindern Vincent
und Marlene traf sie eine radikale Entscheidung: Sie zog die
Reißleine.
Anja Kocherscheidt während ihrer Expedition ins Ich (Foto Anja
Kocherscheidt)
Ihr neues Zuhause wurde „Herr Turtur“ – ein königsblauer
Mercedes-Kurzhauber, neun Tonnen schwer, Baujahr 1980, früher im
Dienst des THW. Zwölf Quadratmeter Lebensraum für vier Menschen.
Kein Luxus, keine Komfortzone, kein doppelter Boden. Wenn man
darüber nachdenkt, hört sich das ganz und gar nicht
Vergnügungssteuer-pflichtig an. Das ist kein Urlaub, das ist ein
radikaler Entzug von all den kleinen Bequemlichkeiten, die wir
als Schutzschild um uns herum aufbauen.
Der Nutzwert dieses Buches liegt nicht in Hotel-Empfehlungen und
Routen-Tipps. Er liegt in den intimen Einblicken, die uns die
Autorin schenkt: Wir sind dabei, wenn das „Roadschooling“ der
Kinder zwischen tränenreichem Frust und plötzlichem Lern-Flow
schwankt, wir spüren die Kälte bei den ersten Reparaturen in
Kanada und erleben die berührende Stille bei den Begegnungen mit
den Hutterern, die völlig technikfern nach uralten Grundsätzen
leben. Es ist ein Buch, das uns einen Spiegel vorhält und uns
leise fragt: Wie viel Ballast schleppst du eigentlich mit dir
herum?
Wenn die Romantik Risse bekommt
Was mich an dieser Erzählung bewegt, ist ihre schonungslose
Ehrlichkeit. Anja schreibt nicht für die Likes. Sie verbirgt die
Risse nicht. Wir spüren die nackte Frustration, als die
romantische Vorstellung vom freien Leben schon an einer simplen
Highway-Auffahrt in Halifax zu zerspringen droht. Und wir fühlen
das leise Zittern im Hintergrund, das mitreist, wenn die Familie
die Grenze nach Mexiko überquert. Die Angst ist ein ständiger
Passagier.
(c) Anja Kocherscheidt
(c) Anja Kocherscheidt
(c) Anja Kocherscheidt
(c) Anja Kocherscheidt
(c) Anja Kocherscheidt
(c) Anja Kocherscheidt
(c) Anja Kocherscheidt
(c) Anja Kocherscheidt
(c) Anja Kocherscheidt
(c) Anja Kocherscheidt
(c) Anja Kocherscheidt
(c) Anja Kocherscheidt
Besonders intensiv wird es, als die Familie im Dschungel von
Petén nachts plötzlich zwischen die Fronten von
Drogenschmuggler-Kartellen zu geraten droht. In diesen Passagen
zeigt sich auch die literarische Kraft des Buches: Anja verwebt
das persönliche Herzklopfen, die Angst um ihre Kinder, mit den
harten, traurigen Fakten über die politische Realität vor Ort.
Das ist nicht so ein oberflächlicher Reisebericht, das ist
gelebte Reportage, die wehtut und genau deshalb so wertvoll ist.
Sie hebt sich einfach ab von all den weichgespülten Texten, die
sonst in nicht unerheblicher Anzahl aus Blogs und Reiseteilen
quellen.
Das unersetzbare Herz des Menschen
In Zeiten, in denen Künstliche Intelligenz in Sekundenschnelle
perfekte Reiseführer über die Ruinen von Tikal oder die Magie des
Atitlán-Sees ausspucken kann, stellt sich in unserer Branche oft
eine existenzielle Frage: Warum braucht es uns überhaupt noch?
Die Antwort liegt genau in Büchern wie diesem. Eine KI kann Daten
analysieren, aber sie kann nicht fühlen. Sie weiß nicht, wie es
sich anfühlt, wenn einem bei einer indigenen Zeremonie im
guatemaltekischen Hochland jede Kontrolle entgleitet. Sie spürt
nicht das überwältigende, bittersüße Ziehen im Herzen, wenn man
winzige Baby-Schildkröten in den mächtigen Pazifik entlässt – in
dem Wissen, dass nur die wenigsten von ihnen überleben werden.
„Lasterleben“ ist der flammende Beweis dafür, dass die Zukunft
des Erzählens im tief Persönlichen liegt. Nur die physische
Präsenz, der Schweiß, der Staub auf der Haut und die
Bereitschaft, sich der Welt völlig verwundbar auszuliefern,
schaffen eine Wahrheit, die kein Algorithmus jemals simulieren
kann. Dieser Text atmet. Er riecht nach dem Regen des Dschungels
und dem heißen Asphalt der endlosen Highways. Das ist die einzige
Währung, die in Zukunft noch zählt, wenn wir uns berühren lassen
wollen.
Zwei Stimmen, eine Wahrheit
Wer noch tiefer eintauchen möchte, dem sei der begleitende
Podcast neben diesem Text wärmstens empfohlen. Es ist
faszinierend: Dort geht es natürlich zunächst um diese zutiefst
menschliche Reise, aber auch genauso um die Zerrissenheit der
Aktion. Wir nähern uns Anjas Weg mit unheimlich viel Empathie und
Wärme – und verstehen den Schrei nach Freiheit. Aber natürlich
muss es auch die Rolle geben des rationalen Mahners, der die
unbequemen Fragen stellt, die uns vielleicht auch durch den Kopf
gehen: Darf man das den eigenen Kindern antun? Ist das nicht
egoistisch?
Diese Diskussion im Podcast ist ein echter Gewinn, weil sie das
Buch von jedem Verdacht der reinen Aussteiger-Romantik befreit.
Am Ende finden beide Stimmen einen gemeinsamen Nenner, dem ich
mich nur voller Respekt anschließen kann: „Lasterleben“ will uns
nicht belehren. Es will uns nicht sagen, wie wir zu leben haben.
Es stupst uns nur sanft an und erinnert uns daran, dass wir immer
eine Wahl haben.
Ein Buch für die Mutigen
Brauchen wir also Berichte über Reisen, die wir niemals
nachmachen können? Ja, mehr denn je. Weil sie uns zeigen, dass
die wichtigste Reise nicht auf der Landkarte stattfindet. Anja
Kocherscheidt schaffte es durch den plötzlichen Corona-Lockdown
nicht bis nach Patagonien, sie strandete am Atitlán-See. Und
genau dort, im Stillstand, fand sie die eigentliche Destination:
die Reise nach innen, die Konfrontation mit sich selbst.
Ich sag mal so: Lass die Finger von diesem Buch, wenn du eine
strukturierte Packliste oder einen durchgetakteten Routenplaner
suchst. Aber wenn du spüren willst, wie es aussieht, wenn die
Welt um dich herum verstummt und du plötzlich nur noch dich
selbst, die Menschen, die du liebst, und den weiten, unendlichen
Horizont hast – dann nimm dieses Buch in die Hand. Es ist eine
ehrliche Hymne auf den Mut, das Zulassen von Fehlern und die
wilde Schönheit des Ungeplanten.
Wenn du den Podcast hören magst, dann bitte auf das
Kopfhörer-Symbol im Titelbild klicken!
Hintergrund-Infos
Der Beitrag Freiheit auf zwölf Quadratmetern Anja Kocherscheidts „Lasterleben“ ist kein
Aussteiger-Kitsch erschien zuerst auf Was mit
Reisen.
Manchmal passiert es auch mir abends, dass ich mich in den
endlosen Weiten von Instagram verliere. Ich scrolle vorbei an
makellosen Infinity-Pools, perfekt ausgeleuchteten
Boutique-Hotels und Sonnenuntergängen, die so kitschig
weichgezeichnet sind, dass sie jede Kante verloren haben. Alles
ist nur einen Klick entfernt, bereitgestellt von Algorithmen, die
uns soufflieren, wie sich „authentisches Reisen“ anzufühlen hat.
Und genau in solchen Momenten sollte ich sie spüren: eine leise,
fast schmerzhafte Sehnsucht nach dem Ungefilterten. Nach dem
echten, staubigen, unvorhersehbaren Aufbruch. Tue ich auch. Aber
ehrlicherweise denke ich dann gleich: muss ich ja nicht selbst
unbedingt machen. Reicht ja, wenn ich das Ergebnis von anderen
lesen darf… Und dann liegt da plötzlich dieses Buch auf meinem
Tisch: „Lasterleben“ von Anja Kocherscheidt. Und auf einmal wird
es sehr kantig.
Als Reisejournalist, der seit Jahren die professionelle Brille
trägt, ertappe ich mich anfangs bei einer inneren Abwehr. Da ist
dieser antrainierte Reflex: Wo ist der Nutzwert für den Leser? Wo
sind die Buchungslinks, die Geheimtipps, die man am nächsten
Wochenende nachreisen kann? Doch dieses Buch verweigert sich dem
schnellen Konsum. Man kann ein Jahr im selbst ausgebauten,
tonnenschweren THW-Lkw ohne festen Plan durch Nord- und
Mittelamerika eben nicht im Reisebüro buchen. Und genau deshalb
berührt mich diese Geschichte. Sie erinnert an das, was wir auf
dem Altar der perfekten Urlaubsplanung geopfert haben: das
Abenteuer des Unbekannten.
Der Sprung ins kalte, blaue Wasser
Meine Kollegin Anja Kocherscheidt war keine naive Träumerin, die
nichts zu verlieren hatte. Anja stand mitten im Leben, war zwei
Jahrzehnte lang eine erfolgreiche PR-Beraterin im Tourismus. Sie
wusste ganz genau, wie man uns Journalisten Träume verkauft und
Fassaden poliert. Doch hinter den Kulissen wartete das, was so
viele von uns kennen: das unerbittliche Hamsterrad. Der Zustand,
in dem man funktioniert, aber nicht mehr fühlt. Der Moment, in
dem die Erschöpfung die Lebensfreude frisst und man das Gefühl
hat, den eigenen Kindern nur noch die Reste seiner Energie zu
schenken. Gemeinsam mit ihrem Mann Oliver und den Kindern Vincent
und Marlene traf sie eine radikale Entscheidung: Sie zog die
Reißleine.
Anja Kocherscheidt während ihrer Expedition ins Ich (Foto Anja
Kocherscheidt)
Ihr neues Zuhause wurde „Herr Turtur“ – ein königsblauer
Mercedes-Kurzhauber, neun Tonnen schwer, Baujahr 1980, früher im
Dienst des THW. Zwölf Quadratmeter Lebensraum für vier Menschen.
Kein Luxus, keine Komfortzone, kein doppelter Boden. Wenn man
darüber nachdenkt, hört sich das ganz und gar nicht
Vergnügungssteuer-pflichtig an. Das ist kein Urlaub, das ist ein
radikaler Entzug von all den kleinen Bequemlichkeiten, die wir
als Schutzschild um uns herum aufbauen.
Der Nutzwert dieses Buches liegt nicht in Hotel-Empfehlungen und
Routen-Tipps. Er liegt in den intimen Einblicken, die uns die
Autorin schenkt: Wir sind dabei, wenn das „Roadschooling“ der
Kinder zwischen tränenreichem Frust und plötzlichem Lern-Flow
schwankt, wir spüren die Kälte bei den ersten Reparaturen in
Kanada und erleben die berührende Stille bei den Begegnungen mit
den Hutterern, die völlig technikfern nach uralten Grundsätzen
leben. Es ist ein Buch, das uns einen Spiegel vorhält und uns
leise fragt: Wie viel Ballast schleppst du eigentlich mit dir
herum?
Wenn die Romantik Risse bekommt
Was mich an dieser Erzählung bewegt, ist ihre schonungslose
Ehrlichkeit. Anja schreibt nicht für die Likes. Sie verbirgt die
Risse nicht. Wir spüren die nackte Frustration, als die
romantische Vorstellung vom freien Leben schon an einer simplen
Highway-Auffahrt in Halifax zu zerspringen droht. Und wir fühlen
das leise Zittern im Hintergrund, das mitreist, wenn die Familie
die Grenze nach Mexiko überquert. Die Angst ist ein ständiger
Passagier.
(c) Anja Kocherscheidt
(c) Anja Kocherscheidt
(c) Anja Kocherscheidt
(c) Anja Kocherscheidt
(c) Anja Kocherscheidt
(c) Anja Kocherscheidt
(c) Anja Kocherscheidt
(c) Anja Kocherscheidt
(c) Anja Kocherscheidt
(c) Anja Kocherscheidt
(c) Anja Kocherscheidt
(c) Anja Kocherscheidt
Besonders intensiv wird es, als die Familie im Dschungel von
Petén nachts plötzlich zwischen die Fronten von
Drogenschmuggler-Kartellen zu geraten droht. In diesen Passagen
zeigt sich auch die literarische Kraft des Buches: Anja verwebt
das persönliche Herzklopfen, die Angst um ihre Kinder, mit den
harten, traurigen Fakten über die politische Realität vor Ort.
Das ist nicht so ein oberflächlicher Reisebericht, das ist
gelebte Reportage, die wehtut und genau deshalb so wertvoll ist.
Sie hebt sich einfach ab von all den weichgespülten Texten, die
sonst in nicht unerheblicher Anzahl aus Blogs und Reiseteilen
quellen.
Das unersetzbare Herz des Menschen
In Zeiten, in denen Künstliche Intelligenz in Sekundenschnelle
perfekte Reiseführer über die Ruinen von Tikal oder die Magie des
Atitlán-Sees ausspucken kann, stellt sich in unserer Branche oft
eine existenzielle Frage: Warum braucht es uns überhaupt noch?
Die Antwort liegt genau in Büchern wie diesem. Eine KI kann Daten
analysieren, aber sie kann nicht fühlen. Sie weiß nicht, wie es
sich anfühlt, wenn einem bei einer indigenen Zeremonie im
guatemaltekischen Hochland jede Kontrolle entgleitet. Sie spürt
nicht das überwältigende, bittersüße Ziehen im Herzen, wenn man
winzige Baby-Schildkröten in den mächtigen Pazifik entlässt – in
dem Wissen, dass nur die wenigsten von ihnen überleben werden.
„Lasterleben“ ist der flammende Beweis dafür, dass die Zukunft
des Erzählens im tief Persönlichen liegt. Nur die physische
Präsenz, der Schweiß, der Staub auf der Haut und die
Bereitschaft, sich der Welt völlig verwundbar auszuliefern,
schaffen eine Wahrheit, die kein Algorithmus jemals simulieren
kann. Dieser Text atmet. Er riecht nach dem Regen des Dschungels
und dem heißen Asphalt der endlosen Highways. Das ist die einzige
Währung, die in Zukunft noch zählt, wenn wir uns berühren lassen
wollen.
Zwei Stimmen, eine Wahrheit
Wer noch tiefer eintauchen möchte, dem sei der begleitende
Podcast neben diesem Text wärmstens empfohlen. Es ist
faszinierend: Dort geht es natürlich zunächst um diese zutiefst
menschliche Reise, aber auch genauso um die Zerrissenheit der
Aktion. Wir nähern uns Anjas Weg mit unheimlich viel Empathie und
Wärme – und verstehen den Schrei nach Freiheit. Aber natürlich
muss es auch die Rolle geben des rationalen Mahners, der die
unbequemen Fragen stellt, die uns vielleicht auch durch den Kopf
gehen: Darf man das den eigenen Kindern antun? Ist das nicht
egoistisch?
Diese Diskussion im Podcast ist ein echter Gewinn, weil sie das
Buch von jedem Verdacht der reinen Aussteiger-Romantik befreit.
Am Ende finden beide Stimmen einen gemeinsamen Nenner, dem ich
mich nur voller Respekt anschließen kann: „Lasterleben“ will uns
nicht belehren. Es will uns nicht sagen, wie wir zu leben haben.
Es stupst uns nur sanft an und erinnert uns daran, dass wir immer
eine Wahl haben.
Ein Buch für die Mutigen
Brauchen wir also Berichte über Reisen, die wir niemals
nachmachen können? Ja, mehr denn je. Weil sie uns zeigen, dass
die wichtigste Reise nicht auf der Landkarte stattfindet. Anja
Kocherscheidt schaffte es durch den plötzlichen Corona-Lockdown
nicht bis nach Patagonien, sie strandete am Atitlán-See. Und
genau dort, im Stillstand, fand sie die eigentliche Destination:
die Reise nach innen, die Konfrontation mit sich selbst.
Ich sag mal so: Lass die Finger von diesem Buch, wenn du eine
strukturierte Packliste oder einen durchgetakteten Routenplaner
suchst. Aber wenn du spüren willst, wie es aussieht, wenn die
Welt um dich herum verstummt und du plötzlich nur noch dich
selbst, die Menschen, die du liebst, und den weiten, unendlichen
Horizont hast – dann nimm dieses Buch in die Hand. Es ist eine
ehrliche Hymne auf den Mut, das Zulassen von Fehlern und die
wilde Schönheit des Ungeplanten.
Wenn du den Podcast hören magst, dann bitte auf das
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