Deep Story #25 | Tief aus dem herzen | By Fremde Passagiere

Deep Story #25 | Tief aus dem herzen | By Fremde Passagiere

56 Minuten

Beschreibung

vor 7 Jahren

Liebe Freunde der tiefsinnigen Geschichten,


wir sind zurück aus der Sommerpause und haben viele Abenteuer und
Erlebnisse im Gepäck. Freut euch also auf kleine Reiseanekdoten,
ein wenig Backpackerromantik und natürlich auf viel neue Musik!


Für unseren Kickstart in die neue Geschichtensaison haben wir uns
"Fremde Passagiere" eingeladen, uns ein Stück auf unserer Reise
zu begleiten und sie mit feinen Melodien zu unterlegen. Und der
Name unserer Gast-Djs könnte für unsere heutige kleine deep story
nicht passender sein.


Das schöne am Reisen ist doch, dass man sich Zeit nimmt oder
nehmen muss und somit seine Sinne frei hat, um auch Randnotizen
intensiv wahrnehmen zu können. So sitzen wir also mit einer Menge
Zeit auf der nicht vorhandenen Uhr auf einem Provinzbahnhof
irgendwo im Hochland von Sri Lanka und nehmen Notiz von den
kleinen Dingen. Ein Rabe fällt ins Auge. Er versucht mit einem
alten Eimerhenkel ein Nest auf einem Lautsprecher zu bauen. So
ein Henkel kann sehr störrisch sein oder Raben sind keine
geborenen Nestbauer. Nach mehreren misslungenen Versuchen den
Henkel zu integrieren, bringt er seine gesamte wacklige
Konstruktion zu Fall. Ob dieser Rabe wohl in der Schule nicht
aufgepasst hat?!
Da kommt auch schon der Zug, fast 2 Stunden Verspätung scheinen
keinen aus der Ruhe zu bringen. Was in Deutschland eine Welle der
Entrüstung auslösen würde, scheint hier für alle nur eine weitere
Randnotiz zu sein. Touristenklasse bereits überfüllt, schön denn
da bricht doch hektik aus, während wir die innere Gelassenheit
der Einheimischen in der "Holzklasse" weiter genießen können.
Jetzt sind wir fremde Passgiere in einer Welt geprägt von
unbequemer Freiheit. 5 Stunden stehen, umgeben von sonderbaren
Gerüchen, die von allerlei Nahrung stammen die an uns
vorbeigeschleppt wird. Aber diese Umstände werden plötzlich
nichtig und klein als sich die grenzenlose Weite vor unseren
Augen auftut. Der überwältigende Blick in die Berge und Täler,
welcher an der offenen Tür stehend, einen gefangen nimmt,
entlässt den Geist gleichzeitig in das Gefühl der grenzenlosen
Freiheit. Und das im doppelten Sinn. Da die Türen in den Zügen
dort ohne Sicherheitsvorrichtungen einfach offen stehen und man
nur seinem gesunden Menschenverstand überlassen wird. So ziehen
die Stunden genauso wie die Teeplantagen und Wasserfälle an einem
vorbei und Tief aus dem Herzen entfaltet sich ein Gefühl innerer
Zufriedenheit.


Genau dieses Gefühl vermitteln auch die Fremden Passagiere in
ihren Mixtapes und sind daher einfach perfekt geeignet, um diese
Geschichte in Ton umzuwandeln. Auf ihre musikalischen Reisen
sollte man einfach mal aufspringen, wie auf einen Zug und sich
mitnehmen lassen in die Gelassenheit des Moments. Es lohnt sich,
versprochen!

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