Deep Story #49 | Geisterstadt | By Lieblingsstück

Deep Story #49 | Geisterstadt | By Lieblingsstück

1 Stunde 10 Minuten

Beschreibung

vor 7 Jahren

Dieses Mal nehmen wir euch mit in eine Geisterstadt. Verlassen
ist jedes Haus und die Natur holt sich ihren Platz zurück.
Geräusche sind selten zu vernehmen und das Gefühl der Einsamkeit
schleicht langsam in die Körperzellen. Unser heutiger Act
LieblingSstück hat sich Gedanken dazu gemacht, welche Musik zu so
einem Ort passen könnte und Simon liefert die passenden Worte.
Gemeinsam kreieren sie eine deep story, die einen perfekt durch
die ruhigen Momente des Lebens begleitet. Wenn ich morgens
aufstehe, riecht es schon nach dieser Mischung aus Düften, die es
nur im Mittelmeerraum gibt. Noch immer weiß ich nicht genau, was
es ist, obwohl ich schon oft darüber nachgedacht habe. Minze?
Thymian? Oregano? Ich weiß es nicht, schön ist es trotzdem. Egal,
ob man in Griechenland, Italien oder Frankreich ist, es riecht
so. Und hier an der Makarska Riviera im Dorf Podaca auch. Podaca
liegt direkt am Meer. Viel gibt es hier nicht. Zwei kleine
Supermärkte, von denen einer stets geschlossen ist. Ein oder zwei
Restaurants und einen gemütlichen Strand. Zwischen den Büschen
und den Steinen an den Hängen sind die zerbröckelnden Mauern
einer Geisterstadt zu sehen. Das alte Podaca lag weit über dem
modernen Ort. Heute ist es völlig verlassen. Ich freue mich auf
den gruseligen Spaziergang hinauf zu den alten Ruinen. Vor
Gespenstern habe ich keine Angst. Die schlimmen Sachen machen die
lebenden Menschen. Es ist heiß. Schon nach den ersten Metern
schwitze ich. Die Sonne brennt herunter und die Luft über dem
Meer flimmert dem Horizont entgegen. Ich lasse die letzten Häuser
von Podaca hinter mir. An einem Friedhof vorbei geht die schmale
Straße in Serpentinen auf die Geisterstadt zu. Dann erreiche ich
die ersten verlassenen Häuser der Geisterstadt. Vorbei geht es an
einem alten Wachturm. Der Blick über das neue Podaca und die
Adria entlang der Makarska Riviera ist toll. Kein Geräusch ist zu
hören und ich gehe die paar Meter ins Zentrum der kleinen
Geisterstadt. Einen weiteren Friedhof und eine Kirche mit einem
weißen Turm finde ich. Ein guter Platz zum Totsein. Die Gräber
liegen direkt am Rande, bevor es steil hinab in die Tiefe geht.
Zwischen den Bäumen steht ein Esel. Er freut sich, als ich zu ihm
gehe und ihm Gras gebe. Vielleicht ist es langweilig hier oben
ohne andere Esel.

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