#139 Wie ein Podcast helfen kann - Vortrag beim Kongress der Deutschen Gesellschaft für Suchtmedizin (DGS) 2025

#139 Wie ein Podcast helfen kann - Vortrag beim Kongress der Deutschen Gesellschaft für Suchtmedizin (DGS) 2025

21 Minuten

Beschreibung

vor 1 Tag

Hagen Decker: Die Kraft der gelebten Erfahrung in der
Suchtmedizin


​Hagen Decker hat sich in den letzten Jahren zu einer der
prägnantesten Stimmen im Bereich der Suchtaufklärung entwickelt.


Sein Auftritt beim Kongress der Deutschen Gesellschaft für
Suchtmedizin (DGS) 2025 markiert einen wichtigen Moment für den
Dialog zwischen medizinischem Fachpersonal und Betroffenen.


​In seinem Vortrag erklärt er die Mechanik seines Podcasts und
wie wichtig die Erkenntnis „Du bist nicht allein“ für jemanden
sein kann, der den Podcast hört. Ein zentraler Punkt seiner
Argumentation ist dabei, dass der Podcast
barrierefrei ist – und zwar in einem psychologischen
Sinne.


​Durch das einfache Aufsetzen von Kopfhörern entsteht ein
vollkommen geschützter Raum. Diese Form der Barrierefreiheit
erlaubt es Betroffenen, sich mit dem Thema Sucht
auseinanderzusetzen, ohne sich sofort der Scham oder dem Stigma
der Gesellschaft stellen zu müssen. Da man niemandem erzählen
muss, was man gerade hört, bleibt die Privatsphäre absolut
gewahrt.


​Die ausführliche Bedeutung dieser speziellen Mechanik liegt in
folgenden Punkten:
​Schutz vor dem sozialen Stigma: Die
Hemmschwelle, eine Beratungsstelle zu betreten, ist oft riesig, da
man sich dort theoretisch „outen“ müsste. Der barrierefreie Zugang
über das Smartphone ermöglicht es, sich erst einmal in aller Ruhe
und Anonymität umfassend zu informieren.​Kraftschöpfen in
der Anonymität: Der Podcast fungiert als erste
Anlaufstelle, in der Betroffene die Erfahrung anderer hören und
verarbeiten können. Diese Identifikation mit den Geschichten baut
die innere Isolation ab, ohne dass der Betroffene bereits den Druck
verspürt, sich nach außen erklären zu müssen.​Die Brücke
ins Hilfesystem: Diese Phase des „stillen Informierens“
ist oft die notwendige Vorbereitung, um überhaupt die Kraft für den
nächsten Schritt zu finden. Indem das Medium Podcast die Angst vor
unmittelbarer Verurteilung nimmt, ebnet es den Weg, um schließlich
den Mut zu fassen und den Schritt in das reale Hilfesystem zu wagen
– ein Schritt, der ohne diesen geschützten, barrierefreien Vorlauf
womöglich nie passiert wäre.

​Ein besonders wesentlicher Punkt in Deckers Arbeit ist die
absolute Unabhängigkeit und Gemeinnützigkeit:
Decker verkauft kein Produkt. Es gibt keine teuren Coachings,
keine kostenpflichtigen Workshops und keine versteckten Gebühren.
Niemand muss Geld bezahlen, um zu erfahren, wie der Ausweg aus
der Sucht gelingen kann.


​Stattdessen nutzt er jede Folge, um am Ende konsequent auf das
bestehende Suchthilfesystem hinzuweisen. Er
fungiert als Wegweiser für den Pfad, den er selbst erfolgreich
gegangen ist. Dabei leistet er wichtige Aufklärungsarbeit über
ein oft unbekanntes Faktum: Eine Suchttherapie ist für den
Betroffenen im Einzelfall mit keinen Kosten verbunden, da die
Solidargemeinschaft und das Sozialsystem diese tragen. Indem
Decker diese finanzielle Hürde und die Angst vor ökonomischer
Belastung thematisiert, nimmt er eine weitere massive Barriere
und führt die Menschen dorthin, wo professionelle, staatlich
geförderte Hilfe wartet.





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