ECVM und Trageermüdung - Begriffe mit Bedeutung, keine Diagnosen

ECVM und Trageermüdung - Begriffe mit Bedeutung, keine Diagnosen

35 Minuten

Beschreibung

vor 4 Wochen

In dieser Folge sprechen wir über zwei Begriffe, die in jüngerer
Zeit intensiv diskutiert werden: ECVM und Trageermüdung.


Beide tauchen immer häufiger auf – in Gesprächen mit Besitzern,
im Training und auch in der tierärztlichen Praxis.





Wir stellen klar:


Weder ECVM noch Trageermüdung sind Diagnosen.


Sie dürfen nicht als Erklärung für jedes Leistungsproblem dienen
– und schon gar nicht als Ausrede, wenn eine saubere klinische
Einordnung fehlt.





Gleichzeitig haben beide Begriffe ihre Berechtigung, wenn sie
richtig verstanden werden:


als Beschreibung funktioneller Grenzen, als Hinweis auf
Überlastung und als Ausgangspunkt für differenzierte Diagnostik.





Ein zentraler Punkt dieser Folge ist der Einfluss der Zucht auf
die Biomechanik moderner Sportpferde:


Breit angelegte Zuchtprogramme für Warmblüter priorisieren oft
Merkmale wie längere Beine, einen langen und geschwungenen Hals,
raumgreifende Grundgangarten und eine elegante Gesamtlinie, weil
diese als Hinweis auf Leistungsfähigkeit und sportliches
Potenzial gelten .





Solche Konformationen können technisch beeindruckend sein,
bringen aber auch strukturelle Herausforderungen mit sich – vor
allem wenn weiche Fesselungen, lange Gliedmaßen und filigrane
Gelenke auftreten, die zwar optisch „sportlich“ wirken, aber bei
hohen Belastungen biomechanisch an Grenzen stoßen können .





Nicht jeder Leistungsabfall ist ECVM.


Nicht jede Schwäche ist Trageermüdung.


Aber beide Begriffe machen reale Grenzen moderner Pferde – und
unserer Zuchtentscheidungen – sichtbar.





Eine Folge für Besitzer, Trainer und Tierärzte, die genauer
hinschauen wollen – jenseits einfacher Schlagworte

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