Brille, Stift oder Gehirn-Interface Die Zukunft des primären KI-Geräts
Das Rennen um das nächste primäre KI-Gerät: Brille, Stift oder
Gehirn-Interface?
12 Minuten
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Beschreibung
vor 4 Wochen
Die Episode zeichnet den Wettlauf um das „nächste primäre KI-Gerät“
nach, ausgelöst durch frühe Experimente wie Rabbit R1 und Humane AI
Pin, die 2024 mit dem Anspruch antraten, das Smartphone zu
ersetzen: voice-first, immer verfügbar, mit KI als Agent statt
App-Menüs. Beide Beispiele zeigen jedoch die Kernhürde der
Kategorie: Ein neuer Formfaktor braucht nicht nur gute Demos,
sondern verlässliche Produktqualität, echte Alltagsvorteile und ein
tragfähiges Geschäftsmodell. Humane scheiterte nach kurzer Zeit
spektakulär an schwacher Nutzererfahrung, Rückgabequoten,
Sicherheitsproblemen und Abo-Logik; im Februar 2025 wurden zentrale
Assets für rund 116 Millionen Dollar an HP verkauft und das Produkt
eingestellt. Rabbit R1 startete mit viel Aufmerksamkeit und hohen
Vorbestellungen, wurde dann als technisch dünne
Android-Implementierung kritisiert; spätere Updates verbesserten
das Gerät zwar, änderten aber wenig an der Grundfrage, ob ein
separates KI-Gerät dem Smartphone wirklich überlegen sein kann. Als
Treiber der Debatte beschreibt die Folge Geld und Macht: Der
Smartphone-Markt ist so groß, dass ein Nachfolgegerät die
Plattformhoheit neu verteilen würde. Entsprechend hoch sind die
Einsätze etablierter Player, etwa Metas milliardenschwere
Reality-Labs-Wette auf AR und Brillen, und Apples Versuch, mit
Vision Pro eine neue Computing-Kategorie zu etablieren – bisher
gebremst durch Preis, Komfort und Nutzenkurve. Daraus leitet die
Episode eine zweite These ab: Das Smartphone ist als Interface für
KI langfristig suboptimal, weil es auf Apps, Tippen und Wischen
optimiert ist, während KI mehr Kontext, Sensorik, Proaktivität und
„Hands-free“-Nutzung verlangt. Wenn Agenten Aufgaben über
App-Grenzen hinweg automatisieren, verschiebt sich das Smartphone
in diesem Bild eher zur Infrastruktur und Ausgabefläche. Im Zentrum
steht die offene Formfaktor-Frage: Pin/Anhänger, Stift, Brille oder
eine Gerätefamilie. Für Pins wird ein „Display-los,
sensorbasiert“-Ansatz diskutiert, der eng mit bestehenden Geräten
kooperiert, um Energie- und Integrationsprobleme zu umgehen. Für
den Stift spricht die Nähe zu Arbeitsumgebungen und eine
natürliche, unaufdringliche Präsenz; dagegen spricht der fehlende
visuelle Kontext. Am stärksten argumentiert die Folge für
Smartglasses: Sie können sehen und hören, was Nutzer wahrnehmen,
und verbinden damit KI mit realer Umgebung. Gleichzeitig bleibt
soziale Akzeptanz der größte Bremsklotz, insbesondere wegen Kameras
im Gesicht; hier wird ein „Mitziehen“-Mechanismus skizziert, sobald
ein wahrnehmbarer Vorteil entsteht. Ergänzende Interfaces wie
Armbänder (Muskel-Signale), Ringe oder Kopfhörer werden als
Bausteine eingeordnet, aber jeweils mit klaren Grenzen (Akku,
Sensorik, fehlendes Bild). Als Rahmen für Adoption nutzt die
Episode Rogers’ Kriterien (relativer Vorteil, Kompatibilität,
Einfachheit, Testbarkeit, sichtbarer Mehrwert) und folgert: Erfolg
hat vermutlich kein einzelner Gag-Formfaktor, sondern ein
proaktiver kognitiver Assistent, voice-first und mit striktem
Privatsphäre-Design – entweder als Brille oder als Koexistenz
mehrerer Geräte, während als Fernziel
Gehirn-Computer-Schnittstellen am Horizont stehen. Quellen:
Humane’s AI Pin is dead, as HP buys startup’s assets for $116M –
https://techcrunch.com/2025/02/18/humanes-ai-pin-is-dead-as-hp-buys-startups-assets-for-116m
Humane is shutting down the AI Pin and selling its remnants to HP –
https://www.theverge.com/news/614883/humane-ai-hp-acquisition-pin-shutdown
HP Accelerates AI Software Investments to Transform the Future of
Work –
https://www.hp.com/us-en/newsroom/press-releases/2025/hp-accelerates-ai-software-investments-to-transform-the-future-of-work.html
Apple Vision Pro available in the U.S. on February 2 –
https://www.apple.com/newsroom/2024/01/apple-vision-pro-available-in-the-us-on-february-2/
Meta’s Reality Labs posts $4.53 billion loss in second quarter
(nearly $70B cumulative losses since late 2020) –
https://www.cnbc.com/2025/07/30/metas-reality-labs-second-quarter-2025.html
Introducing the New Ray-Ban | Meta Smart Glasses
(Produktankündigung, 2023) –
https://about.fb.com/news/2023/09/new-ray-ban-meta-smart-glasses/amp/
Technology, innovation and management: Diffusion of innovations
(Rogers’ five attributes) –
https://www.open.edu/openlearn/money-business/technology-innovation-and-management/content-section-8.8
nach, ausgelöst durch frühe Experimente wie Rabbit R1 und Humane AI
Pin, die 2024 mit dem Anspruch antraten, das Smartphone zu
ersetzen: voice-first, immer verfügbar, mit KI als Agent statt
App-Menüs. Beide Beispiele zeigen jedoch die Kernhürde der
Kategorie: Ein neuer Formfaktor braucht nicht nur gute Demos,
sondern verlässliche Produktqualität, echte Alltagsvorteile und ein
tragfähiges Geschäftsmodell. Humane scheiterte nach kurzer Zeit
spektakulär an schwacher Nutzererfahrung, Rückgabequoten,
Sicherheitsproblemen und Abo-Logik; im Februar 2025 wurden zentrale
Assets für rund 116 Millionen Dollar an HP verkauft und das Produkt
eingestellt. Rabbit R1 startete mit viel Aufmerksamkeit und hohen
Vorbestellungen, wurde dann als technisch dünne
Android-Implementierung kritisiert; spätere Updates verbesserten
das Gerät zwar, änderten aber wenig an der Grundfrage, ob ein
separates KI-Gerät dem Smartphone wirklich überlegen sein kann. Als
Treiber der Debatte beschreibt die Folge Geld und Macht: Der
Smartphone-Markt ist so groß, dass ein Nachfolgegerät die
Plattformhoheit neu verteilen würde. Entsprechend hoch sind die
Einsätze etablierter Player, etwa Metas milliardenschwere
Reality-Labs-Wette auf AR und Brillen, und Apples Versuch, mit
Vision Pro eine neue Computing-Kategorie zu etablieren – bisher
gebremst durch Preis, Komfort und Nutzenkurve. Daraus leitet die
Episode eine zweite These ab: Das Smartphone ist als Interface für
KI langfristig suboptimal, weil es auf Apps, Tippen und Wischen
optimiert ist, während KI mehr Kontext, Sensorik, Proaktivität und
„Hands-free“-Nutzung verlangt. Wenn Agenten Aufgaben über
App-Grenzen hinweg automatisieren, verschiebt sich das Smartphone
in diesem Bild eher zur Infrastruktur und Ausgabefläche. Im Zentrum
steht die offene Formfaktor-Frage: Pin/Anhänger, Stift, Brille oder
eine Gerätefamilie. Für Pins wird ein „Display-los,
sensorbasiert“-Ansatz diskutiert, der eng mit bestehenden Geräten
kooperiert, um Energie- und Integrationsprobleme zu umgehen. Für
den Stift spricht die Nähe zu Arbeitsumgebungen und eine
natürliche, unaufdringliche Präsenz; dagegen spricht der fehlende
visuelle Kontext. Am stärksten argumentiert die Folge für
Smartglasses: Sie können sehen und hören, was Nutzer wahrnehmen,
und verbinden damit KI mit realer Umgebung. Gleichzeitig bleibt
soziale Akzeptanz der größte Bremsklotz, insbesondere wegen Kameras
im Gesicht; hier wird ein „Mitziehen“-Mechanismus skizziert, sobald
ein wahrnehmbarer Vorteil entsteht. Ergänzende Interfaces wie
Armbänder (Muskel-Signale), Ringe oder Kopfhörer werden als
Bausteine eingeordnet, aber jeweils mit klaren Grenzen (Akku,
Sensorik, fehlendes Bild). Als Rahmen für Adoption nutzt die
Episode Rogers’ Kriterien (relativer Vorteil, Kompatibilität,
Einfachheit, Testbarkeit, sichtbarer Mehrwert) und folgert: Erfolg
hat vermutlich kein einzelner Gag-Formfaktor, sondern ein
proaktiver kognitiver Assistent, voice-first und mit striktem
Privatsphäre-Design – entweder als Brille oder als Koexistenz
mehrerer Geräte, während als Fernziel
Gehirn-Computer-Schnittstellen am Horizont stehen. Quellen:
Humane’s AI Pin is dead, as HP buys startup’s assets for $116M –
https://techcrunch.com/2025/02/18/humanes-ai-pin-is-dead-as-hp-buys-startups-assets-for-116m
Humane is shutting down the AI Pin and selling its remnants to HP –
https://www.theverge.com/news/614883/humane-ai-hp-acquisition-pin-shutdown
HP Accelerates AI Software Investments to Transform the Future of
Work –
https://www.hp.com/us-en/newsroom/press-releases/2025/hp-accelerates-ai-software-investments-to-transform-the-future-of-work.html
Apple Vision Pro available in the U.S. on February 2 –
https://www.apple.com/newsroom/2024/01/apple-vision-pro-available-in-the-us-on-february-2/
Meta’s Reality Labs posts $4.53 billion loss in second quarter
(nearly $70B cumulative losses since late 2020) –
https://www.cnbc.com/2025/07/30/metas-reality-labs-second-quarter-2025.html
Introducing the New Ray-Ban | Meta Smart Glasses
(Produktankündigung, 2023) –
https://about.fb.com/news/2023/09/new-ray-ban-meta-smart-glasses/amp/
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