KW 2 - Die Ära der Skalierbaren Denkleistung
Skalierbare Denkleistung: Die Evolution der Arbeitswelt
10 Minuten
Podcast
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Beschreibung
vor 1 Monat
Der Podcast skizziert KI als neuen „Werkstoff“ der Ökonomie: nicht
als einzelnes Produkt, sondern als skalierbare Denkleistung, die
Arbeitsorganisation ähnlich grundlegend verändert wie Stahl und
Dampf frühere Epochen. Ausgangspunkt ist der historische Sprung vom
agrarischen 19. Jahrhundert zur Industriegesellschaft, in der
Unternehmer wie Carnegie Materialinnovationen in neue Stadt- und
Produktionsformen übersetzten. Der Vergleich dient als Leitplanke:
Neue Technologien starten meist als Nachbau alter Formen, bevor sie
zu eigenständigem Design führen; heutige Chatbots wirken deshalb
noch wie „Suche mit Dialog“. Auf individueller Ebene zeigt sich der
Wandel zuerst in Wissensarbeit mit hohem, gut zugänglichem Kontext,
besonders in der Softwareentwicklung. Produktivität verschiebt sich
von manueller Ausführung zu Planung, Delegation, Review und
Steuerung mehrerer KI-Agenten, die Teilaufgaben eigenständig
strukturieren und umsetzen. Breite Automatisierung wird laut
Argumentation vor allem durch zwei Engpässe gebremst:
fragmentierter Kontext, weil relevante Informationen über viele
Tools und Köpfe verteilt sind, sowie mangelnde Verifizierbarkeit,
weil außerhalb von Code selten klare Tests, Metriken und
Abnahmekriterien existieren. Der Hebel entsteht dort, wo Kontext
konsolidiert und Prüfregeln definiert werden, sodass Delegation
schrittweise verlässlich wird. Auf Organisationsebene wird KI als
potenzielle „Tragstruktur“ beschrieben: Wenn Systeme Kontext über
Abläufe hinweg transportieren, sinkt die Abhängigkeit von Meetings,
Hierarchien und langwieriger Abstimmung. Die Stahl-Analogie steht
für neue Gebäudetypen durch tragfähigere Rahmen; übertragen
bedeutet das kürzere Entscheidungswege und Skalierung mit
konstanter Qualität. Die Dampf-Analogie betont, dass der große
Produktivitätssprung erst kommt, wenn Prozesse neu um die
Technologie herum entworfen werden, statt sie als Aufsatz in alte
Toolketten zu kleben. Für Volkswirtschaften zeichnet der Podcast
ein Bild dauerhaft laufender, zeitzonenübergreifender Koordination:
große Agenten-Mensch-Systeme könnten Routinen rund um die Uhr
ausführen, Entscheidungen kontinuierlich verdichten und klassische
Taktungen wie wöchentliche Meetings oder jährliche Reviews
entwerten. Kernaussage: Der entscheidende nächste Schritt ist nicht
mehr „KI benutzen“, sondern Organisationsdesign mit dauerhaft
verfügbarem Kontext und klaren Prüfmechanismen, sodass Delegation
an nicht-schlafende Systeme zur Normalform wird. Quellen: AI at
Work Is Here. Now Comes the Hard Part (2024 Work Trend Index Annual
Report)
https://www.microsoft.com/en-us/worklab/work-trend-index/ai-at-work-is-here-now-comes-the-hard-part/
Microsoft and LinkedIn release the 2024 Work Trend Index on the
state of AI at work
https://news.microsoft.com/2024/05/08/microsoft-and-linkedin-release-the-2024-work-trend-index-on-the-state-of-ai-at-work/
The Productivity Paradox of Information Technology (Erik
Brynjolfsson, 1993) https://dl.acm.org/doi/10.1145/163298.163309
The Dynamo and the Computer: An Historical Perspective on the
Modern Productivity Paradox (Paul A. David, 1990)
https://www.nber.org/papers/w880 Statistics: Trends in American
Farming (Percentage of Labor Force in Agriculture)
https://www.gilderlehrman.org/history-resources/teacher-resources/statistics-trends-american-farming
Home Insurance Building (steel-frame skyscraper history)
https://www.history.com/articles/home-insurance-building
als einzelnes Produkt, sondern als skalierbare Denkleistung, die
Arbeitsorganisation ähnlich grundlegend verändert wie Stahl und
Dampf frühere Epochen. Ausgangspunkt ist der historische Sprung vom
agrarischen 19. Jahrhundert zur Industriegesellschaft, in der
Unternehmer wie Carnegie Materialinnovationen in neue Stadt- und
Produktionsformen übersetzten. Der Vergleich dient als Leitplanke:
Neue Technologien starten meist als Nachbau alter Formen, bevor sie
zu eigenständigem Design führen; heutige Chatbots wirken deshalb
noch wie „Suche mit Dialog“. Auf individueller Ebene zeigt sich der
Wandel zuerst in Wissensarbeit mit hohem, gut zugänglichem Kontext,
besonders in der Softwareentwicklung. Produktivität verschiebt sich
von manueller Ausführung zu Planung, Delegation, Review und
Steuerung mehrerer KI-Agenten, die Teilaufgaben eigenständig
strukturieren und umsetzen. Breite Automatisierung wird laut
Argumentation vor allem durch zwei Engpässe gebremst:
fragmentierter Kontext, weil relevante Informationen über viele
Tools und Köpfe verteilt sind, sowie mangelnde Verifizierbarkeit,
weil außerhalb von Code selten klare Tests, Metriken und
Abnahmekriterien existieren. Der Hebel entsteht dort, wo Kontext
konsolidiert und Prüfregeln definiert werden, sodass Delegation
schrittweise verlässlich wird. Auf Organisationsebene wird KI als
potenzielle „Tragstruktur“ beschrieben: Wenn Systeme Kontext über
Abläufe hinweg transportieren, sinkt die Abhängigkeit von Meetings,
Hierarchien und langwieriger Abstimmung. Die Stahl-Analogie steht
für neue Gebäudetypen durch tragfähigere Rahmen; übertragen
bedeutet das kürzere Entscheidungswege und Skalierung mit
konstanter Qualität. Die Dampf-Analogie betont, dass der große
Produktivitätssprung erst kommt, wenn Prozesse neu um die
Technologie herum entworfen werden, statt sie als Aufsatz in alte
Toolketten zu kleben. Für Volkswirtschaften zeichnet der Podcast
ein Bild dauerhaft laufender, zeitzonenübergreifender Koordination:
große Agenten-Mensch-Systeme könnten Routinen rund um die Uhr
ausführen, Entscheidungen kontinuierlich verdichten und klassische
Taktungen wie wöchentliche Meetings oder jährliche Reviews
entwerten. Kernaussage: Der entscheidende nächste Schritt ist nicht
mehr „KI benutzen“, sondern Organisationsdesign mit dauerhaft
verfügbarem Kontext und klaren Prüfmechanismen, sodass Delegation
an nicht-schlafende Systeme zur Normalform wird. Quellen: AI at
Work Is Here. Now Comes the Hard Part (2024 Work Trend Index Annual
Report)
https://www.microsoft.com/en-us/worklab/work-trend-index/ai-at-work-is-here-now-comes-the-hard-part/
Microsoft and LinkedIn release the 2024 Work Trend Index on the
state of AI at work
https://news.microsoft.com/2024/05/08/microsoft-and-linkedin-release-the-2024-work-trend-index-on-the-state-of-ai-at-work/
The Productivity Paradox of Information Technology (Erik
Brynjolfsson, 1993) https://dl.acm.org/doi/10.1145/163298.163309
The Dynamo and the Computer: An Historical Perspective on the
Modern Productivity Paradox (Paul A. David, 1990)
https://www.nber.org/papers/w880 Statistics: Trends in American
Farming (Percentage of Labor Force in Agriculture)
https://www.gilderlehrman.org/history-resources/teacher-resources/statistics-trends-american-farming
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https://www.history.com/articles/home-insurance-building
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