Jahresrückblick Wirtschaftsjournalist 2025 - Klick & Find Kolumne von Michael Klems
14 Minuten
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Beschreibung
vor 1 Monat
Jahresrückblick 2025: Datenkompetenz und KI-Transformation im
Wirtschaftsjournalismus
Zusammenfassung der Fachbeiträge von Michael Klems
Das Jahr 2025 stand im Zeichen der geopolitischen Neuordnung und
der technologischen Disruption durch Künstliche Intelligenz in der
Recherche. Michael Klems, der seit der Jahrtausendwende die
Recherche-Kolumne verantwortet, lieferte in fünf zentralen
Beiträgen das Rüstzeug für eine evidenzbasierte Berichterstattung.
Im Fokus standen die Erschließung valider Primärquellen für
komplexe Ökonomien und die kritische Anwendung neuer
KI-Tools.
Hier ist die chronologische Analyse der Themen:
Ausgabe #01: Der Mercosur – Daten jenseits der Oberfläche
Anlässlich des EU-Freihandelsabkommens mit dem Mercosur analysierte
Klems die Datenverfügbarkeit des südamerikanischen Binnenmarktes.
Er wies darauf hin, dass die offizielle Webseite des Mercosur zwar
Basisdaten liefert, jedoch keine Exportfunktionen für tiefere
Analysen bietet. Für investigative Recherchen empfahl er den
direkten Zugriff auf nationale Statistikämter wie das argentinische
INDEC oder das brasilianische IBGE, die detaillierte Indikatoren zu
Inflation und Branchenstrukturen vorhalten. Für den
makroökonomischen Kontext verwies er auf den „Data Mapper“ des IWF
sowie das Observatory of Economic Complexity (OEC).
Ausgabe #02: Renaissance der Rüstungsindustrie Mit dem Fokus auf
Europas Verteidigungsfähigkeit beleuchtete Klems den Wandel der
Rüstungsbranche von einer „Schattenindustrie“ zum zentralen
Wirtschaftsfaktor. Er identifizierte das Stockholm International
Peace Research Institute (SIPRI) als Goldstandard für Zeitreihen zu
Rüstungsausgaben und Unternehmensrankings. Ein entscheidender
Hinweis für die Recherche nach Budgets war die Nutzung der
EU-Ausschreibungsdatenbank „Tenders Electronic Daily“. Klems zeigte
auf, wie Journalisten über spezifische Vergabevermerke die
Geldflüsse der Bundeswehr und anderer europäischer Streitkräfte
(„forces“, „armées“) transparent machen können.
Ausgabe #03: Die Kirche als ökonomisches Ökosystem In einer
seltenen ökonomischen Betrachtung der katholischen Kirche legte
Klems die Fragmentierung der finanziellen Transparenz offen.
Während die Güterverwaltung des Apostolischen Stuhls (APSA)
offizielle Berichte publiziert, beruhen Gesamtschätzungen oft auf
Sekundärquellen,. Für valide Daten im DACH-Raum empfahl er Studien
des Instituts für Höhere Studien (IHS) zur Wertschöpfung
kirchlicher Leistungen sowie das Datenbank-Infosystem (DBIS) der
Katholischen Privat-Universität Linz für wissenschaftliche
Hintergrundrecherchen,.
Ausgabe #04: Validierung durch Market Reports Klems plädierte für
die Nutzung professioneller Marktforschungsberichte als Instrument
zur Faktenprüfung von Pressemitteilungen. Er kategorisierte die
Anbieterlandschaft: Statista als visueller „Allrounder“ für den
schnellen Überblick, IBISWorld für tiefgehende Risiko- und
Finanzanalysen sowie Euromonitor Passport für Konsumdaten. Er
mahnte jedoch zur kritischen Prüfung der Methodik und Transparenz
der jeweiligen Anbieter.
Ausgabe #06: Der KI-Browser-Vergleich – Atlas vs. Comet Zum
Jahresende untersuchte Klems den Paradigmenwechsel von der
manuellen Suche zur KI-Assistenz. Im Vergleichstest standen
„ChatGPT Atlas“ (Fokus: Automatisierung und Textproduktion) und
„Perplexity Comet“ (Fokus: Transparenz und Workspaces). Während
Atlas durch Analysefunktionen direkt im Browser punktet, bietet
Comet strukturierte Quellenarbeit für Dossiers,. Klems warnte
explizit vor Sicherheitsrisiken wie Prompt-Injection-Angriffen und
empfahl für sensible Recherchen eine restriktive Nutzung ohne tiefe
Systemverknüpfung.
Hintergrund: Der Experte und das Medium
Über Michael Klems Michael Klems, Jahrgang 1966, gilt als einer der
erfahrensten Information Professionals im deutschsprachigen Raum.
Er ist seit 1991 im Informationsgeschäft tätig und leitet das
Unternehmen infobroker.de mit Sitz in Sonthofen (Allgäu). Sein
Spezialgebiet ist die Recherche nach Unternehmens- und
Wirtschaftsinformationen in spezialisierten Datenbanken für
weltweite Entscheidungsträger. Seit dem Jahr 2000 begleitet er die
Leser des Wirtschaftsjournalist:in mit seiner Kolumne zu
Recherchestrategien und Quellenkunde.
Über das Magazin: Wirtschaftsjournalist:in Das Fachmagazin
Wirtschaftsjournalist:in (vormals Der Wirtschaftsjournalist) wurde
2001 vom Salzburger Medienfachverlag Johann Oberauer GmbH
gegründet,. Es fungiert als zentrales Branchenmedium für Finanz-
und Wirtschaftsjournalisten, PR-Manager und Analysten in der
DACH-Region.
Das redaktionelle Spektrum umfasst:
• Analysen zu Trends in der Finanzberichterstattung und im
Medienmarkt.
• Strategien für Investor Relations und
Unternehmenskommunikation.
• Karriere- und Weiterbildungsthemen für
Kommunikationsprofis.
Das Magazin hat sich über die Jahre kontinuierlich modernisiert,
unter anderem durch die Einführung von E-Paper-Ausgaben und die
Etablierung von Branchenpreisen und Netzwerkveranstaltungen, um den
digitalen Wandel im Wirtschaftsjournalismus aktiv zu begleiten,.
Wirtschaftsjournalismus
Zusammenfassung der Fachbeiträge von Michael Klems
Das Jahr 2025 stand im Zeichen der geopolitischen Neuordnung und
der technologischen Disruption durch Künstliche Intelligenz in der
Recherche. Michael Klems, der seit der Jahrtausendwende die
Recherche-Kolumne verantwortet, lieferte in fünf zentralen
Beiträgen das Rüstzeug für eine evidenzbasierte Berichterstattung.
Im Fokus standen die Erschließung valider Primärquellen für
komplexe Ökonomien und die kritische Anwendung neuer
KI-Tools.
Hier ist die chronologische Analyse der Themen:
Ausgabe #01: Der Mercosur – Daten jenseits der Oberfläche
Anlässlich des EU-Freihandelsabkommens mit dem Mercosur analysierte
Klems die Datenverfügbarkeit des südamerikanischen Binnenmarktes.
Er wies darauf hin, dass die offizielle Webseite des Mercosur zwar
Basisdaten liefert, jedoch keine Exportfunktionen für tiefere
Analysen bietet. Für investigative Recherchen empfahl er den
direkten Zugriff auf nationale Statistikämter wie das argentinische
INDEC oder das brasilianische IBGE, die detaillierte Indikatoren zu
Inflation und Branchenstrukturen vorhalten. Für den
makroökonomischen Kontext verwies er auf den „Data Mapper“ des IWF
sowie das Observatory of Economic Complexity (OEC).
Ausgabe #02: Renaissance der Rüstungsindustrie Mit dem Fokus auf
Europas Verteidigungsfähigkeit beleuchtete Klems den Wandel der
Rüstungsbranche von einer „Schattenindustrie“ zum zentralen
Wirtschaftsfaktor. Er identifizierte das Stockholm International
Peace Research Institute (SIPRI) als Goldstandard für Zeitreihen zu
Rüstungsausgaben und Unternehmensrankings. Ein entscheidender
Hinweis für die Recherche nach Budgets war die Nutzung der
EU-Ausschreibungsdatenbank „Tenders Electronic Daily“. Klems zeigte
auf, wie Journalisten über spezifische Vergabevermerke die
Geldflüsse der Bundeswehr und anderer europäischer Streitkräfte
(„forces“, „armées“) transparent machen können.
Ausgabe #03: Die Kirche als ökonomisches Ökosystem In einer
seltenen ökonomischen Betrachtung der katholischen Kirche legte
Klems die Fragmentierung der finanziellen Transparenz offen.
Während die Güterverwaltung des Apostolischen Stuhls (APSA)
offizielle Berichte publiziert, beruhen Gesamtschätzungen oft auf
Sekundärquellen,. Für valide Daten im DACH-Raum empfahl er Studien
des Instituts für Höhere Studien (IHS) zur Wertschöpfung
kirchlicher Leistungen sowie das Datenbank-Infosystem (DBIS) der
Katholischen Privat-Universität Linz für wissenschaftliche
Hintergrundrecherchen,.
Ausgabe #04: Validierung durch Market Reports Klems plädierte für
die Nutzung professioneller Marktforschungsberichte als Instrument
zur Faktenprüfung von Pressemitteilungen. Er kategorisierte die
Anbieterlandschaft: Statista als visueller „Allrounder“ für den
schnellen Überblick, IBISWorld für tiefgehende Risiko- und
Finanzanalysen sowie Euromonitor Passport für Konsumdaten. Er
mahnte jedoch zur kritischen Prüfung der Methodik und Transparenz
der jeweiligen Anbieter.
Ausgabe #06: Der KI-Browser-Vergleich – Atlas vs. Comet Zum
Jahresende untersuchte Klems den Paradigmenwechsel von der
manuellen Suche zur KI-Assistenz. Im Vergleichstest standen
„ChatGPT Atlas“ (Fokus: Automatisierung und Textproduktion) und
„Perplexity Comet“ (Fokus: Transparenz und Workspaces). Während
Atlas durch Analysefunktionen direkt im Browser punktet, bietet
Comet strukturierte Quellenarbeit für Dossiers,. Klems warnte
explizit vor Sicherheitsrisiken wie Prompt-Injection-Angriffen und
empfahl für sensible Recherchen eine restriktive Nutzung ohne tiefe
Systemverknüpfung.
Hintergrund: Der Experte und das Medium
Über Michael Klems Michael Klems, Jahrgang 1966, gilt als einer der
erfahrensten Information Professionals im deutschsprachigen Raum.
Er ist seit 1991 im Informationsgeschäft tätig und leitet das
Unternehmen infobroker.de mit Sitz in Sonthofen (Allgäu). Sein
Spezialgebiet ist die Recherche nach Unternehmens- und
Wirtschaftsinformationen in spezialisierten Datenbanken für
weltweite Entscheidungsträger. Seit dem Jahr 2000 begleitet er die
Leser des Wirtschaftsjournalist:in mit seiner Kolumne zu
Recherchestrategien und Quellenkunde.
Über das Magazin: Wirtschaftsjournalist:in Das Fachmagazin
Wirtschaftsjournalist:in (vormals Der Wirtschaftsjournalist) wurde
2001 vom Salzburger Medienfachverlag Johann Oberauer GmbH
gegründet,. Es fungiert als zentrales Branchenmedium für Finanz-
und Wirtschaftsjournalisten, PR-Manager und Analysten in der
DACH-Region.
Das redaktionelle Spektrum umfasst:
• Analysen zu Trends in der Finanzberichterstattung und im
Medienmarkt.
• Strategien für Investor Relations und
Unternehmenskommunikation.
• Karriere- und Weiterbildungsthemen für
Kommunikationsprofis.
Das Magazin hat sich über die Jahre kontinuierlich modernisiert,
unter anderem durch die Einführung von E-Paper-Ausgaben und die
Etablierung von Branchenpreisen und Netzwerkveranstaltungen, um den
digitalen Wandel im Wirtschaftsjournalismus aktiv zu begleiten,.
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