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  4. Erwarten wir, dass Jesus wiederkommt?
Noch drei Tage altes Kirchenjahr. Viel war in diesem Monat von Tod
und Vergehen und Leiden und Sterben die Rede und vom Denken an die
Heiligen, die bekannten und unbekannten Toten und die aus der
eigenen Familie und dem Bekanntenkreis. Mit Besuchen auf dem
Friedhof und dem Aufstellen von Grablichtern und schönen Gestecken
und Blumen. Und mir scheint, als sei der heutige Hymnus genau
auf dieser Mitte zwischen Totengedenken und Advent. Weil dieser
Text sehr stark und sehr eindringlich ist: "Erwartet den
Herrn, steht als Knechte bereit an der Tür. Schon jauchzt
jeder Stern, seht, er kommt, seht, er kommt, wir sind
hier. Komm, Herr Jesus, Maranatha. Entzündet die Lampen,
ihr Mägde, erglühet im Geist im Kommen des Ewig-Geliebten, der
Kyrios heißt. Komm, Herr Jesus, Maranatha. Du wirfst dein
Feuer zur Erde und willst, dass es brennt, und wir sind der Mund,
der anbetend dein Kommen bekennt. Komm, Herr Jesus,
Maranatha.“Leben wir in der Erwartung des Herrn? Die Christen der
ersten Generationen waren in der Naherwartung auf das Kommen Jesu
Christi und haben auch so gelebt. Dann wurde irgendwann deutlich,
dass es auch länger dauern könnte, weil es so schön heißt: beim
Herrn sind tausend Jahre wie ein Tag. Es klingt vielleicht ein
bisschen naiv. Aber wenn ich hier abends durchs Städtchen fahre
oder gehe und die schöne Straßenbeleuchtung sehe, die hier aus
schönen Bögen mit großen Sternen in der Mitte besteht, dann fällt
mir genau dieser Hymnus und dieser Vers ein: Schon jauchzt jeder
Stern, seht er kommt, seht er kommt, wir sind hier.Lassen wir uns
doch von den schönen Weihnachtsbeleuchtungen und Sternen jeder Art
anfragen, ob wir in der Erwartung des kommenden Herrn sind, dessen
Stern über Bethlehem damals aufgegangen ist und der auch am Ende
der Zeit für uns leuchten wird.
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„Erwarten wir, dass Jesus wiederkommt?“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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