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  4. Leben im Dienst an den Anderen
Wenn ich zu manchen Texten und Quellen zu Namen und Ursprüngen
nochmal sichergehen will, schaue ich im Internet nach. Und da kann
ich eingeben, was ich will, die Suchmaschine bietet mir immer
zuerst an, dass ich das Eingegebene kaufen kann. Im Allgemeinen ist
das Unfug und ich scrolle weiter auf der Suche nach einem richtigen
Hinweis.Bei Cosmas und Damian, den heiligen Märtyrern des heutigen
Tages, ist das nochmal mehr daneben. Beide waren christliche Ärzte
im 3. Jahrhundert und haben ihre Patienten, ob reich oder arm,
immer kostenlos behandelt und viele von ihnen geheilt. Und die
Legenden sagen, dass sie durch ihr Tun und ihre Bescheidenheit
viele Menschen zum Christentum bewegt haben. Die Beiden sind die
Stadtpatrone der Stadt Essen, also die Vorbilder für die vielen
ausländischen Mitarbeiter, die es im Ruhrgebiet schon immer gab.Die
bekannteste Kirche ist San Damiano in Assisi, wo der heilige
Franziskus sein ganz spezielles Berufungserlebnis hatte und wo wir
heute hinwandern werden, um ihm und uns selbst ein wenig auf die
Spur zu kommen. Und so gibt es in der franziskanischen Welt
unzählig viele Kirchen und Konvente, die diesen Namen San Damiano
tragen. Auch für unser Haus in Olpe und den Konvent haben wir
diesen Namen ausgesucht und denken oft nur zufällig, wie heute, an
den eigentlichen Namensgeber.Ein bisschen ist es doch typisch für
die heiligen Ärztebrüder. Sie treten durch ihr bescheidenes Leben
und Sterben für ihren Glauben, durch ihre ärztliche Kunst und ihr
Eintreten für Christus völlig hinter ihren eigenen Ruhm zurück.
Unendlich vielen Christen ging und geht es heute nicht anders: Sie
leben und arbeiten ganz normal in ihrem Alltag, ihrem Beruf und
ihrem Engagement und geben damit ihrem Glauben Hand und Fuß. Und
nur selten wird eine oder einer von ihnen so bekannt, dass es als
Vorbild für andere taugt. Und doch geschieht es immer wieder, weil
Menschen in der Umgebung ein sicheres Gespür dafür haben, wer sein
Leben im Dienst an den Anderen lebt.
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„Leben im Dienst an den Anderen“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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