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Am Samstag hatten wir ein ungewöhnliches Fest. Der Anlass war nicht
so ungewöhnlich. Eine Schwester hat ihr 60-jähriges Ordensjubiläum
gefeiert. Nach den Exerzitien vor drei Wochen war das große
gemeinsame Fest im Mutterhaus. Und nun das ganz persönliche Fest.
Die Einladung hat mit einem Text begonnen und begründet, warum 60
Jahre Ordensleben zu feiern sich lohnt.Sie schreibt: "Dank für 60
Jahre Ordensleben, eine lange Zeit. Eine Zeit mit vielen Höhen und
Tiefen, mit reichen Glaubenserfahrungen und vielen Zweifeln, mit
einigen Antworten, aber mit viel mehr Fragen. Dafür Dank an Gott,
an meine Ordensgemeinschaft und viele Menschen, die mich auf dem
Weg begleitet haben: als Freundin oder Vertraute, als
Gesprächspartnerin, als Mutmacherin oder als Mahnerin. Das hat mein
Leben reich gemacht und macht es noch. Das möchte ich gerne mit
euch feiern."Und wenn man nur die äußeren Daten und Wegstationen
sieht, spürt man etwas von der Fülle dieser 60 Jahre:
Gemeindereferentin in einer Großstadtpfarrei, Noviziats- und
Junioratsleiterin der Gemeinschaft, dann Obdachlosenseelsorgerin in
Köln und danach Provinzoberin der deutschen Provinz und danach
manche andere Aufgabe in der GFO und der Ordensgemeinschaft. Und
trotzdem ist der Ort des Festes etwas ungewöhnlich. Es ist die
Obdachlosenkirche Gubbio in Köln, deren Start und Entwicklung viele
Jahre von ihr betrieben wurde. Und dann dort Dankgottesdienst
feiern und zusammen essen, trinken, weiterfeiern.Ich denke, viele
von Ihnen, die schon viele Jahrzehnte leben, vielleicht hohe
Ehejubiläen gefeiert haben oder Dienstjubiläen in Firmen,
Jubelkommunionen oder Ähnliches, wissen, dass Lebenszeit sehr
vielfältig und mit Höhen und Tiefen verbunden ist. Wenn Sie dann
sagen können: Das alles hat mein Leben reich gemacht und macht es
noch, das möchte ich gerne mit euch feiern, dann wird es garantiert
ein gelingendes Fest. 
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„Eine lange Zeit“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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