#14: Indienneure in Aarau – Der Baumwollboom im 18. Jahrhundert
Die Geschichte einer Kolonialware
52 Minuten
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vor 2 Jahren
Von der politischen gelangen wir in dieser Folge zur industriellen
Revolution in Aarau. Wesentlich ins Rollen brachte diese die
Baumwollindustrie. Ein wichtiges Produkt stellten die sogenannten
Indiennes dar, also ursprünglich aus Indien stammende, bedruckte
Baumwolltücher. 1755 eröffnete Philipp Jakob Oberkampf aus
Württemberg eine Indienne-Druckerei in Aarau. Neben Zofingen und
Lenzburg entstand hier in den folgenden Jahrzehnten eines der
grössten Verarbeitungszentren von Baumwollprodukten in ganz Europa.
Doch war Baumwolle tatsächlich die revolutionäre Ware schlechthin,
wie es in der Geschichtswissenschaft so oft behauptet wurde? Und
welche Rolle spielten dabei Unternehmer wie Oberkampf in einer
Zeit, in welcher die Wirtschaft von globaler Vernetzung,
staatlichem Einfluss und Kolonialismus geprägt war? Auf der Suche
nach Antworten besuchen wir mit euch das proto-industrielle Aarau –
und reisen weit über die Stadtgrenzen hinaus. Wir freuen uns über
Feedback, Richtigstellungen und Anregungen zu weiteren Folgen. Am
besten per Mail an geschichten.aus.aarau@gmail.com oder auf
Instagram @geschichtenausaaraupodcast. Eure, Manuel und Simon Link
zum Video der UZH über Färbetechniken (von Jelena Taylor Botacio):
https://dlf.uzh.ch/sites/pigmentedernachhaltigkeit/2022/04/20/faerbetechniken-aus-aller-welt/
[zuletzt besucht: 20.03.2023] Verwendete Literatur: Badertscher,
Kurt: Leinenweber am Aabach. 250 Jahre Geschichte eines
aargauischen Industriestandorts, Baden 2004. Chapman, Stanley:
European Textile Printers in the Eighteenth Century. A Study of
Peel and Oberkampf, London 1981. Fetscherin, Werner: Beitrag zur
Geschichte der Baumwollindustrie im alten Bern (Schweizer
Industrie- und Handelsstudien Heft 18), Weinfelden 1924. Jordan,
John: The Non-Revolutionary Fabric. The Consumption, Chronology,
and Use of Cotton in early modern Bern, in: Siebenhüer et al.
(Hg.): Cotton in Context. Manufacturing, Marketing, and Consuming
Textiles in the german-speaking World (1500-1900) (Ding,
Materialität, Geschichte Bd. 4), Köln 2019, S. 385–410. Meier,
Bruno/Sauerländer, Dominik: Industriebild Aargau. Auf den Spuren
von 200 Jahren industrieller Tätigkeit, Baden 2003. Riello,
Giorgio: Cotton. The Fabric that Made the Modern World, Cambridge
2015. Siebenhüner, Kim: Zwischen Imitation und Innovation.
Schweizerische Indienne-Industrie im 18. Jahrhundert, in: Werkstatt
Geschichte 74 (2017), S. 7–27. Siebenhüner, Kim: Introduction.
Swiss Cotton – A Fabric and its Research Debates, in: Siebenhüer et
al. (Hg.): Cotton in Context. Manufacturing, Marketing, and
Consuming Textiles in the german-speaking World (1500-1900) (Ding,
Materialität, Geschichte Bd. 4), Köln 2019, S. 9–34. Somm, Markus:
Warum die Schweiz reich geworden ist. Mythen und Fakten eines
Wirtschaftswunders, Bern 2022. Stettler et al.: Baumwolle, Sklaven
und Kredite. Die Basler Welthandelsfirma Christoph Burckhardt &
Cie. In revolutionärer Zeit (1789–1815), Basel 2004.
Revolution in Aarau. Wesentlich ins Rollen brachte diese die
Baumwollindustrie. Ein wichtiges Produkt stellten die sogenannten
Indiennes dar, also ursprünglich aus Indien stammende, bedruckte
Baumwolltücher. 1755 eröffnete Philipp Jakob Oberkampf aus
Württemberg eine Indienne-Druckerei in Aarau. Neben Zofingen und
Lenzburg entstand hier in den folgenden Jahrzehnten eines der
grössten Verarbeitungszentren von Baumwollprodukten in ganz Europa.
Doch war Baumwolle tatsächlich die revolutionäre Ware schlechthin,
wie es in der Geschichtswissenschaft so oft behauptet wurde? Und
welche Rolle spielten dabei Unternehmer wie Oberkampf in einer
Zeit, in welcher die Wirtschaft von globaler Vernetzung,
staatlichem Einfluss und Kolonialismus geprägt war? Auf der Suche
nach Antworten besuchen wir mit euch das proto-industrielle Aarau –
und reisen weit über die Stadtgrenzen hinaus. Wir freuen uns über
Feedback, Richtigstellungen und Anregungen zu weiteren Folgen. Am
besten per Mail an geschichten.aus.aarau@gmail.com oder auf
Instagram @geschichtenausaaraupodcast. Eure, Manuel und Simon Link
zum Video der UZH über Färbetechniken (von Jelena Taylor Botacio):
https://dlf.uzh.ch/sites/pigmentedernachhaltigkeit/2022/04/20/faerbetechniken-aus-aller-welt/
[zuletzt besucht: 20.03.2023] Verwendete Literatur: Badertscher,
Kurt: Leinenweber am Aabach. 250 Jahre Geschichte eines
aargauischen Industriestandorts, Baden 2004. Chapman, Stanley:
European Textile Printers in the Eighteenth Century. A Study of
Peel and Oberkampf, London 1981. Fetscherin, Werner: Beitrag zur
Geschichte der Baumwollindustrie im alten Bern (Schweizer
Industrie- und Handelsstudien Heft 18), Weinfelden 1924. Jordan,
John: The Non-Revolutionary Fabric. The Consumption, Chronology,
and Use of Cotton in early modern Bern, in: Siebenhüer et al.
(Hg.): Cotton in Context. Manufacturing, Marketing, and Consuming
Textiles in the german-speaking World (1500-1900) (Ding,
Materialität, Geschichte Bd. 4), Köln 2019, S. 385–410. Meier,
Bruno/Sauerländer, Dominik: Industriebild Aargau. Auf den Spuren
von 200 Jahren industrieller Tätigkeit, Baden 2003. Riello,
Giorgio: Cotton. The Fabric that Made the Modern World, Cambridge
2015. Siebenhüner, Kim: Zwischen Imitation und Innovation.
Schweizerische Indienne-Industrie im 18. Jahrhundert, in: Werkstatt
Geschichte 74 (2017), S. 7–27. Siebenhüner, Kim: Introduction.
Swiss Cotton – A Fabric and its Research Debates, in: Siebenhüer et
al. (Hg.): Cotton in Context. Manufacturing, Marketing, and
Consuming Textiles in the german-speaking World (1500-1900) (Ding,
Materialität, Geschichte Bd. 4), Köln 2019, S. 9–34. Somm, Markus:
Warum die Schweiz reich geworden ist. Mythen und Fakten eines
Wirtschaftswunders, Bern 2022. Stettler et al.: Baumwolle, Sklaven
und Kredite. Die Basler Welthandelsfirma Christoph Burckhardt &
Cie. In revolutionärer Zeit (1789–1815), Basel 2004.
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