Die Zwangsumsiedlung (2/4)

Die Zwangsumsiedlung (2/4)

vor 1 Jahr
1952 und 1961 siedelte das DDR-Regime mit zwei großen Operationen tausende als "politisch unzuverlässig" geltende Menschen zwangsweise um. Das traf auch Familien in Wendehausen, eine Familie sogar zweimal.
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Beschreibung

vor 1 Jahr
Die DDR baute ihre Grenzanlagen seit 1952 stetig aus. Sie erklärte
einen fünf Kilometer breiter Streifen zum Sperrgebiet. Tausende
Menschen, die nahe der Grenze lebten und als "politisch
unzuverlässig" galten, wurden mit zwei großen Operationen
zwangsweise umgesiedelt. Die Vertreibungen gingen als "Aktion
Ungeziefer" und "Aktion Kornblume" in die DDR-Geschichte ein.

Den Bewohnern von Wendehausen war immer bewusst, dass ihnen
jederzeit ihre Heimat genommen werden kann. In dieser Folge treffen
wir Menschen, die mit diesen Aktionen gezwungen wurden, ihr zu
Hause sofort zu verlassen. Kinder wurden aus dem Unterricht geholt,
ihre Familien mussten in anderen Orten, als Verbrecher
gebrandmarkt, neu anfangen. Fritz Motz war damals 12 Jahre alt. Die
Erinnerungen bewegen ihn noch heute. Seine Familie wurde gleich
zweimal zwangumgesiedelt. Andere Bewohner gingen aber freiwillig,
weil sie es in Wendehausen nicht mehr aushielten. Aber noch ein
Thema war in dem Ort allgegenwärtig: Die Flucht.

Hör-Tipp: 11KM: der tagesschau-Podcast
https://1.ard.de/11KM_Podcast

"Wendehausen – Heimat im Todesstreifen" ist ein ARD-Podcast von MDR
und HR. Autoren: Björn Menzel und Pierre Gehmlich. Hosts: Matthias
Montag und Eberhard Nembach. Regie: Leon Haase. Dramaturgie:
Leonhard Koppelmann und Leon Haase. Redaktion: Maja Gunkel. Ton und
Technik: Ursula Potyra und Melanie Inden. Grafik: Christiane
Jäger und Erik Johannsen. Wir danken besonders den Bewohnerinnen
und Bewohnern von Wendehausen.

Wenn Sie Fragen und Anregungen zum Podcast "Wendehausen – Heimat im
Todesstreifen" haben, schreiben Sie gern an
wendehausen@mdraktuell.de
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