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  4. #13 Horaz und die Römeroden: Abbild eines römischen Wertekanons?
In der neuen Folge widmen wir uns einem der größten römischen
Lyriker – Horaz. Aufgewachsen als Sohn eines Freigelassenen,
kämpfte er im Bürgerkrieg nach Caesars Tod auf der Seite der
Republikaner und wurde anschließend durch das zweite Triumvirat
enteignet. Die Zukunft sah für Quintus Horatius Flaccus im Jahr
41 v. Chr. eigentlich nicht besonders gut aus. Zurück in Rom
erkaufte er sich einen Posten als scriba quaestorius und widmete
sich nebenbei der Dichtung. Durch seine Freundschaft mit Vergil
begann sich Horaz' Situation ab 40 v. Chr. langsam zu verbessern,
und er stieg in den höchsten Kreis der Literaten unter Augustus
auf – den Maecenas-Kreis. Bis 23 v. Chr. veröffentlichte er die
ersten drei Oden-Bücher. Den Beginn des dritten Buches bilden
sechs Oden, die in ihrer Rezeption im Laufe der Zeit immer wieder
Beachtung fanden, weil sie das Selbstbild und die Sehnsüchte der
römischen Aristokratie im frühen Prinzipat widerzuspiegeln
scheinen. Worum es genau in diesen sechs, als Römeroden bekannten
Gedichten geht und was die Parther mit all dem zu tun haben,
erfahrt ihr in unserer neuen Folge...

Die verwendeten Textstellen:

Hor. carm. 3,1,1-16:

Odi profanum volgus et arceo.

favete linguis: carmina non prius

audita Musarum sacerdos

virginibus puerisque canto.

regum timendorum in proprios greges,

reges in ipsos imperium est Iovis,

clari Giganteo triumpho,

cuncta supercilio moventis.

est ut viro vir latius ordinet

arbusta sulcis, hic generosior

descendat in campum petitor,

moribus hic meliorque fama

contendat, illi turba clientium

sit maior: aequa lege Necessitas

sortitur insignis et imos

omne capax movet urna nomen.

Hor. carm. 3,2,1-16

Angustam amice pauperiem pati

robustus acri militia puer

condiscat et Parthos ferocis

vexet eques metuendus hasta

 

vitamque sub divo et trepidis agat

in rebus. illum ex moenibus hosticis

matrona bellantis tyranni

prospiciens et adulta virgo

suspiret, eheu, ne rudis agminum

sponsus lacessat regius asperum

tactu leonem, quem cruenta

per medias rapit ira caedes.

dulce et decorum est pro patria mori:

mors et fugacem persequitur virum

 nec parcit inbellis iuventae

poplitibus timidoque tergo.

Hor. carm. 3,6,1-8; 17-20

Delicta maiorum inmeritus lues,

Romane, donec templa refeceris

aedisque labentis deorum et

foeda nigro simulacra fumo.  

 

dis te minorem quod geris, imperas.

hinc omne principium, huc refer exitum:

di multa neglecti dederunt

Hesperiae mala luctuosae.

[…]

fecunda culpae saecula nuptias  

primum inquinavere et genus et domos:    

hoc fonte derivata clades      

in patriam populumque fluxit.
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„#13 Horaz und die Römeroden: Abbild eines römischen Wertekanons?“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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