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  4. "Selig sind wir, die wir nicht sehen und doch glauben"
In den Osterwochen bis Pfingsten werden immer wieder Geschichten
aus der Zeit nach Jesu Auferstehung erzählt und die Reaktionen der
Jünger und derer, die von all dem Drama ringsum mitbekommen
haben. Am Sonntag war die Begegnung Jesu mit Thomas dran. Und
die ist schon sehr speziell und spricht mir immer sehr aus dem
Herzen. Die anderen erzählen Thomas, dass sie den Herrn gesehen
haben. Aber er ist kategorisch: wenn ich nicht die Wunden an seinen
Händen und Füßen gesehen habe und meine Hand nicht an die Wunden
seiner Seite legen kann, dann glaube ich nicht. Und dann kommt
Jesus zu ihnen und fordert Thomas auf, seine Finger in seine Wunden
zu legen und in seine Seite und von jetzt an nicht mehr ungläubig,
sondern gläubig zu sein. Ein kleines Detail aus dieser
Erzählung ist mir erst dieser Tage in einer Predigt erklärt worden.
In dieser Episode wird Thomas auch Didymus – Zwilling, genannt. Das
kann also bedeuten, immer wenn ich, wenn wir in Zweifel und
Glaubenskrisen sind, können wir uns an diesem Zwilling Thomas ein
Beispiel nehmen. Wie er, der drei Jahre mit Jesus unterwegs war,
und immer treu zu ihm gestanden ist, aber vor Enttäuschung über
dessen Tod, nicht mehr glauben kann, so ist auch unser Zweifeln und
Besorgt-sein nichts Schlimmes. Glauben ohne Zweifel gibt es
nicht. Und in solchen Phasen ist es gut, in der Bibel einen
Zwilling zu haben, dem es ebenso ergangen ist. Der sogar gezweifelt
hat, obwohl ihm alle anderen begeistert erzählt haben, dass sie
Jesus gesehen und erlebt haben.  Und dann kommt für uns, die
wir oft so unsere Mühe haben mit dem Glauben, eine eigene
Seligpreisung. Jesus sagt zu Thomas und zu uns: "Selig, die
nicht sehen und doch glauben" Selig sind wir, die wir so oft nicht
sehen können, wie Gott in der Welt wirkt, die wir so oft eher das
Negative an unserer Kirche sehen und darunter leiden, selig sind
wir, die wir sosehr nach Gott suchen und ihn scheinbar nicht finden
können. Selig sind wir, die wir nicht sehen und doch glauben. 
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„"Selig sind wir, die wir nicht sehen und doch glauben"“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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