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Beschreibung
vor 7 Jahren
Weltpolitik findet inzwischen auf Twitter statt. Die Kürze zwingt
oft dazu, Farbe zu bekennen. Und so spiegelt sich die deutsche
Parteienkrise im Sommer 2018 auf Twitter. An den Hashtags, die die
Parteien verwenden, kann man deren jeweilige Probleme erkennen. Die
CDU hat kaum Argumente außer Merkel. Die SPD versucht im
Emotionsmedium Twitter mit Sachargumenten und hastags wie
#Brückenteilzeit nach vorne zu kommen. Die CSU verwendet am
häufigsten den hastag #klartext.
Diese politische Form des Klartext geht zwingend mit der
Inszenierung als Außenseiter einher. Das Versprechen "Klartext"
ermöglicht der Elite Anti-Elitismus. Man kann dann als
Regierungspartei Ein-Wort-Opposition spielen, also ganz oben
stehen, sich zugleich aber mit dem "kleinen Mann" gegen "die da
oben" verschwören. Klartext macht automatisch die schlichteste,
emotionalste Lösung zur richtigen und duldet keine
Diskussion.
In den Kommentaren zu Sascha Lobos aktueller Kolumne regt sich viel
Zustimmung. Auf der anderen Seite auch heftiger Widerspruch: Es
geht um Emotionen und die Verwendung bestimmter Begrifflichkeiten
in der politischen Sprache.
Musik: Chris Zabriskie - Air Hockey Saloon, CC-BY
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oben" verschwören. Klartext macht automatisch die schlichteste,
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