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  4. Was bedeutet Fastenzeit für mich?
Dieser Tage war eine junge Frau bei mir zum Gespräch. Sie wusste
nicht so genau, was sie wollte, aber irgendwas über Glauben reden
jetzt am Beginn der Fastenzeit wäre das doch sicher gut. Ich mag es
sehr mit Menschen zu reden, die sich für Fragen des Glaubens und
des Christseins interessieren und wenig Vorwissen haben. Das ist
oft sehr viel offener und interessanter als mit binnenkirchlich
tradierten Mitmenschen. Für sie war völlig klar, dass es beim
Fasten um Verzicht und Gewichtsabnahme geht und man ansonsten sich
also Sachen vornimmt, um des Verzichtes willen. Vielleicht noch um
seinen eigenen Willen zu stärken. Im Laufe des Gesprächs, als ich
ihr eher den Hintergrund erklärt hatte: die 40 Tage als
Vorbereitungszeit auf Ostern hin, nach dem Vorbild Jesu, der nach
seiner Taufe im Jordan, vor dem Beginn seines öffentlichen Wirkens,
genau diese 40 Tage gefastet hatte. Und dass diese Fastenzeit
eigentlich österliche Bußzeit heißt und Buße bedeutet, mal zu
schauen, ob ich in vielerlei Hinsicht noch auf dem richtigen Weg
bin und wenn nicht, neue und bessere Wege zu suchen. In der
Beziehung zu mir selber mit Körper, Geist und Seele, in der
Beziehung zu den Mitmenschen und für Christen, in ihrer Beziehung
zu Gott. Und dass bei dieser Besinnung und Neuorientierung vieles
helfen kann: Zeit anders einteilen, Stille ausprobieren, den Konsum
ganz vielfältigster Dinge einschränken, mehr lesen, einen
Gottesdienst besuchen usw. Das Gespräch dauerte immer länger, weil
meine Gesprächspartnerin so überrascht war, dass die Fastenzeit so
ganz andere Hintergründe hat, als sie in gängigen Zeitungen und
Zeitschriften gefunden hatte. Und nach Fragen über die Hintergründe
von Aschenkreuz und anderen Bräuchen haben wir uns verabschiedet.
Sie will sich wieder melden und ich freue mich selbst über das sehr
ausführliche, tiefgründige Gespräch, das meinen Start in die
österliche Bußzeit nochmal beflügelt hat.  
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„Was bedeutet Fastenzeit für mich?“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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