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  4. Lasst uns die Farbe Gottes annehmen!
Ich hatte ja schon erzählt, dass ich über den Jahreswechsel die
Autobiografie des Autors Leo Lionni gelesen habe und bin darin auf
viele seiner Buchtitel gestoßen. Manche davon kenne ich, aber viele
sind mir fremd und neu. Eine besondere Episode beschreibt er,
in dem das erste sehr erfolgreiche Buch entstanden ist. Er hatte
seine zwei sehr fitten und agilen Enkelkinder sicher durch eine
lange Bahnfahrt zu leiten, ohne dass sie zu viel Unfug anstellen
konnten. Also nimmt er im Zugabteil Papier aus seiner
Aktentasche, zerreißt es und legt eine Geschichte mit gelben und
blauen, schnell zurecht gerissenen Punkten. Und er erzählt die
Geschichte im Tun, und alle Mitreisenden werden immer leiser und
hören sehr gebannt zu. Es geht um Freundschaft und Liebe und auch
um Farben und wie sich Farben verändern, als sich das kleine Blau
und das kleine Gelb umarmen. Freundschaft verändert Menschen und es
kommen neue Farben ins Spiel des Lebens. Die Eltern Blau und
Gelb in der Geschichte erkennen ihre Kinder zunächst nicht wieder,
weil sie doch bisher keine grünen Kinder haben. Erst in den
erschrockenen Tränen der Kinder werden die Ursprungsfarben gelb und
blau wieder sichtbar. In den Menschen, die in Freundschaft mit
Jesus leben und leben wollen, wird das genau so deutlich. Sie
verändern sich, weil sie versuchen, wie er zu leben, seine Färbung
anzunehmen, seine Art zu beten, mit dem Vater im Himmel im Kontakt
zu bleiben, seine Art mit dem Guten und dem Bösen in den Menschen
umzugehen und den eigenen Auftrag nicht zu vergessen. "Seid
heilig, weil auch ich heilig bin" ist eine der Aufforderungen Jesu,
die Petrus in einem seiner Briefe schreibt. Und dieses heilig, also
immer mehr heil werden, der Einzelnen, fördert und färbt ab und
steckt an und lässt ebenso die Menschen der Umgebung eine neue
Farbe in ihrem Leben annehmen und aufleuchten. Mehr als blau und
gelb und grün und bei jedem von uns in einer anderen Leuchtkraft.
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„Lasst uns die Farbe Gottes annehmen!“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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