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  4. Ruhig mal die Routine aufbrechen!
Vorgestern Abend nach der Vesper, haben wir unsere Stundenbücher,
also die Bücher, aus denen wir die täglichen gemeinsamen
Gebetszeiten lesen, umsortiert: die normalen, also die für den
Jahreskreis in den Schrank geräumt und die Bücher zur Fasten -und
Osterzeit hervorgeholt. Und manche von uns hat im Stillen
gedacht: Okay, Buße, Reue, Fasten, Lieder in Moll statt in Dur und
kein Halleluja und so. Und dann wurde es kompliziert: die Hymnen
separat, die Psalmen nochmal an anderer Stelle, die Lesungen und
der Rest dann nochmals an einem anderen Ort. Für unsere indische
Gastschwester und unsere Laudesmitbeter, war es noch komplizierter.
Sie hatten sich jetzt seit Wochen an das alte Buch gewöhnt, die
Bändchen und Einlageblätter lagen an den richtigen Stellen und sie
konnten routiniert mitbeten und singen. Ach und jetzt wieder alles
neu und anders und es braucht wieder Übung, bis man richtig drin
ist. Wie es uns mit dem neuen Gebetbuch ergangen ist, ist es
wahrscheinlich auch mit der Fastenzeit. Sie kommt einfach und ist
jetzt da, ob es mir passt oder nicht und das allein ist schon eine
gute Chance. Es ist nicht so verkehrt, mal aus den Routinen heraus
zu kommen und etwas anders und neu zu machen. Und diese ersten Tage
nach dem Aschermittwoch sind noch solche Tage. Viele von uns
und Ihnen haben vielleicht schon eine Idee, was sie in dieser Zeit
machen oder lassen wollen. Aber es ist noch neu und ungewohnt. Eine
Aktion in der Fastenzeit in einem kleinen Ort im Sauerland trägt
den spannenden Titel gottRAUMgeben. Geben Sie doch in dieser
Fastenzeit Gott neu Raum in Ihrem Tag. Und ob es fünf Minuten
durchatmen am Fenster am Morgen, fünf Minuten Stille in der Mitte
des Tages, oder fünf Minuten ein Gebet am Abend ist, geben Sie Gott
Raum in Ihrem Tag, Ihrer Wohnung, Ihren Abläufen, Ihrem Denken und
Tun. Und Gott wird mit Ihnen sein.
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„Ruhig mal die Routine aufbrechen!“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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