r(H)einreden – Entscheide mit dem Tetralemma – #09

r(H)einreden – Entscheide mit dem Tetralemma – #09

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Beschreibung

vor 7 Jahren

Hallo und herzlich Willkommen zur neunten Episode meines
Podcasts, willkommen beim r(H)einreden!


Vielen Dank für die tollen Rückmeldungen der letzten Wochen! Ja,
es ist Dir also aufgefallen, dass ich letzten Sonntag keine
Episolde veröffentlichen konnte. Trotzdem bist Du auch weiterhin
bei mir und dafür habe ich Dir heute eine - wie ich finde -
äußerst interessante systemische Methode mitgebracht! Schön dass
Du reinhörst!


Sicherlich hast Du in Deinem Leben auch bereits einmal ein
Dilemma erleben müssen oder dürfen. Die Qual der Wahl zwischen
zwei Optionen. Geht es dabei nur um Banalitäten, wie Kaffee oder
Tee, dann ist die Entscheidung recht schnell gefallen. Wenn es
aber um eine Dein Leben verändernde Entscheidung gehen soll, dann
kann Dein Dilemma zur persönlichen Hölle werden. Zwickmühle ist
dann ja noch eine eher harmlose Beschreibung für Deine
Erlebniswelt. Im Freundeskreis
erntet man oft Rat"Schläge",
die auch gut gemeint sind.


Das schilderte mir auch eine Klientin, die aus ihren Systemen
(Freunde und Familie) stets die beständige Lösung als Ratschlag
erhielt: "Lass alles besser so wie es ist!". Das
hatte meines Erachtens auch etwas damit zu tun, dass ihr Umfeld
keine Veränderungen bei ihr akzeptieren wollte. Denn eine
Veränderung hätte ja auch einen Abschied bedeuten können. Achte
einmal darauf, wenn Du in Deiner Beratung an solch einen Punkt
geraten solltest. Der "Egoismus" bei Freunden und
Familienangehörigen ist nicht immer negativ zu werten. Er soll
das komplette System einfach nur schützen.


Dein Klient erlebt eine Problemtrance. Wie
durch eine einglasige Brille ein Art
Monoocular sieht er nur noch das Problem vor
sich. Oder anders ausgedrückt: Er sieht nur noch das lodernde
Feuer und seine Folgen, betrachtet aber nicht die nähere
Umgebung, wo er dann einen Wasserschlauch zum Löschen finden
könnte. Angst dominiert ihn hier!


Angst wurde mir bislang auch oft in Gesprächen geschildert.
"Was wäre wenn ich nach der Entscheidung alles verlieren
würde?"  Nimm solche geäußerten Befürchtungen immer ernst!
Diese Ängste sind nicht nur Hinweise auf Gefahren. Sie können Dir
als Berater, Coach, Tainer und Therapeut vielmehr auch Hinweise
auf Potentiale Deines Klienten geben. Hinter diesen Ängsten
können Ressourcen versteckt sein! Das kann wiederum auch mit
heute hinderlichen alten Glaubenssätzen zusammenhängen.


Wie kann man nun ein Dilemma auffächern?


Ich stelle auf Grafenwerth immer zuerst die beiden Pole einander
gegenüber:


Das EINE und das ANDERE wie
schon "The Clash" 1982 gesungen haben:


"Should I stay or should I go?"


Die Bänke meiner Timeline aus Episode vier sind
hier hilfreich.
Wir stellen uns zwischen zwei Bänken auf und suchen dann die EINE
Bank für Variante 1 und später die ANDERE für Variante 2 auf -
eben eine mögliche Methode auf Grafenwerth.


Eine weitere Methode, die auch die Kraft der Beratung im Gehen
nutzen lässt, habe ich bereits einmal ausprobieren können. Ich
habe mich mit meinem Klienten erst zur Ostseite der Insel
begeben, zur Allee der großen Bäume. Hier sind wir soweit wie
möglich auf Grafenwerth ans Ufer gegangen, an den sogenannten
"Toten Arm".  Das EINE haben wir hier ausführlich besprochen
und mein Klient hatte einen dünnen Ast in fünf kleine Stücke
zerbrochen, die er bequem in seine Jackentasche stecken konnte.
Tatsächlich hatte er hier nur 5 positive Argumente - für jeweils
einen kleinen Stock einen Anker quasi. Trotz mehrfachem
Hinterfragen konnte oder wollte er mir Folge direkt herunterladen

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