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  4. 200101 Hochfest der Gottesmutter - Maria finden Lk 2,16-20
Unter den behinderten Freunden, mit denen wir Malteser im Libanon
jeden Sommer einige Wochen Ferien machen, sind eine Reihe
„Findelkinder“. Kinder, die vor der Tür des Heimes, in verlassenen
Häusern oder im Müll gefunden wurden. Ihre Mütter und Väter, ihre
Herkunft und ihre Geschichte sind nicht bekannt. Auch Jesus wird
„gefunden“. Aber nicht allein. Lukas schreibt: Die Hirten „fanden
Maria und Josef und das Kind, das in einer Krippe lag“. Gott kommt
nicht in einer apokalyptischen Erscheinung, in einer
geheimnisvollen Manifestation oder in einem übernatürlichen Wesen,
das weder Tier noch Mensch ist… Gott wird als Mensch geboren. „Ein
Kind wird euch geboren“, hören wir zu Weihnachten vom Propheten
Jesaja. Und den Hirten wird vom Engel gesagt, dass es „heute“
soweit ist: „Heute ist Euch […] der Retter geboren“. Die Hirten
finden Jesus und Maria, den Geborenen und die Gebärerin. Und mit
Maria finden sie das Ja, das Gott die Tür geöffnet hat, den Leib,
der Gott Raum gab, den Weg, den Gott zu uns genommen hat; sie
finden die Mutter und Weggefährtin Jesu und der ersten Jünger; sie
finden das Urbild der Kirche, in der das Wort Gottes die
Wirklichkeit findet und verwandelt. Es klingt missverständlich nach
Umweg, wenn gesagt wird, wir kämen nicht ohne Maria zu Jesus.
Entscheidend ist, dass Jesus nicht ohne Maria zu uns kommt. Deshalb
ehrt die Kirche Maria als Mutter des Herrn und seiner Jünger und
also als ihre Mutter. Deshalb kommuniziert und betet die Kirche mit
Maria. Deshalb vertraut sie sich ihr und mit ihr Christus an – auf
dem Weg durch das heute begonnene Jahr. Fra' Georg Lengerke
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„200101 Hochfest der Gottesmutter - Maria finden Lk 2,16-20“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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