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In dieser Folge sprechen wir über
Selbstanbindung, einem Begriff aus dem Kontext
der "Emotionellen Ersten Hilfe". Selbstanbindung bedeutet, dass
wir uns selbst auch in Stresssituationen bewusst wahrnehmen und
spüren. Wie genau das gehen soll und das auch noch mit einem
brüllenden Kind, das erklärt uns Barbara. Für was aber benötigen
wir die Selbstanbindung? Nun, erst wenn es uns gelingt uns selbst
wahrzunehmen, wird es möglich, das Baby in seiner Not zu spüren.
Es ist somit die Brücke hin zum Kind. Denn Babys benötigen am
Lebensanfang ein Gegenüber als Co-regulator. Nur so wird es ihnen
möglich, mit der Flut an Gefühlen umzugehen und diese
einzuordnen. Erfahren Kinder während eines solchen starken
Gefühlsausdrucks ein Gegenüber, das offenen Herzens zuhört und
nicht über die Stressansteckung selbst in einer eigenen Not
verharrt, kann diese Not integriert und verarbeitet werden. Das
Kind erlebt, dass jemand an seiner Seite bleibt, auch dann, wenn
es in ihm gerade schwierig ist. Das bedeutet nicht, dass Eltern
in Stresssituationen ständig tiefen entspannt sein müssen. Denn
auch die Eltern wollen in ihrem Sein gespürt und wahrgenommen
werden.  Über Selbstbeobachtung und Anerkennung des
momentanen inneren Zustands auf körperlicher, emotionaler
und gedanklicher Ebene wird dies möglich. Diesen eigenen
Zustand während eines starken kindlichen Gefühlsausdrucks
wahrzunehmen und liebevoll anzunehmen ist nicht immer einfach. In
entspannten Situationen kann eine solche Eigenwahrnehmung bewusst
geschult werden, um im Notfall darauf zurückgreifen zu
können. 

Die Beobachtung der Atmung über die "ATEMSCHAUKEL" ist eine
mögliche Übung dazu. Diese stellen wir als eigene Folge ein. So
könnt Ihr sie gezielt abrufen.

 
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„#03 Selbstanbindung“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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