SC(7): Partitionierung und Paravirtualisierung
1 Stunde 27 Minuten
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Beschreibung
vor 3 Jahren
Der SystemCall Podcast beschäftigt sich mit mehr oder weniger
aktueller Betriebssystemforschung. In dieser siebten Folge haben
wir uns wieder einen Gast eingeladen - den Ralf Ramsauer,
Wissenschaftlicher Mitarbeiter in Regensburg. Er beschäftigt sich
mit dem partitionierendem Hypervisor Jailhouse. Außerdem in
dieser Folge: Florian Rommel stellt die Kunst der
Paravirtualisierung mit Xen dar.
Virtualisierung in eingebetteten, mixed criticality Systemen
unterscheidet sich grundlegend von der Virtualisierung im
Cloud-Bereich. Hier wie da findet zunehmend eine Konsolidierung
statt, also es werden mehrere einzelne Systeme (bspw.
Einkernsysteme oder Systeme mit nur einer Aufgabe) auf ein
einziges System migriert, bspw. Mehrkernsysteme oder sie teilen
sich die Resourcen in virtuellen Maschinen. In mixed criticality
Systemen müssen wir dafür Sorge tragen, dass Anwendungen, die
weniger wichtig sind, keine wichtigen Anwendungen beeinflussen.
Ralf beginnt damit mixed criticality Systeme vorzustellen und
darauf aufbauend den Hypervisor Jailhouse. Jailhouse lässt erst
ein Linux durchbooten um sich dann als Hypervisor drunter zu
schieben. Dann kann er dem Linux-System Teile der Hardware
entziehen, und auf andere Kerne neue Zellen aufsetzen mit
Echtzeitsystemen wie FreeRTOS. Dadurch, dass Jailhouse die
Zuweisung zwischen Zellen und Prozessorkernen statisch lässt und
fast alle Hardware Peripherie direkt an die Gäste durchreicht,
erspart der Hypervisor sich den Scheduler und kommt fast ohne
VMExits aus, also ohne dass die Hardware aus der VM ausbrechen
muss und der Hypervisor aktiv werden muss. Damit lassen sich
bereits erzielte Zertifizierungen für Echtzeit-Zellen leichter
erneuern und die Echtzeitgarantien bleiben bestehen.
Florian hat sich die Kunst der Paravirtualisierung vorgenommen -
im Grunde das Paper zum Hypervisor Xen. Xen ist ein
paravirtualisierender Hypervisor, d.h. er virtualisiert nicht die
echte Hardware, sondern vereinfacht die virtuelle Hardware, damit
die Performance maximiert werden kann. Die Gäste wissen dann
zwar, dass die nur in einer virtuellen Maschine laufen, dafür
genießen sie den Vorteil der schöneren Abstraktionen durch Xen.
Mit dieser Art der Virtualisierung erreicht Xen im Cloud-Umfeld
sehr gute Performance und erlaubt damit, dass viele VMs auf einem
Host nebeneinander augeführt werden können.
Links Look Mum, No VM Exists (Almost)
Ramsauer, R., Kiszka, J., Lohmann, D., & Mauerer, W. (2017).
Look mum, no VM exits!(almost). Proceedings of the 13th Annual
Workshop on Operating Systems Platforms for Embedded Real-Time
Applications (OSPERT '17).
arXiv
Xen: The Art of Virtualization
Pratt, I., Warfield, A., Barham, P., & Neugebauer, R. (2003).
Xen and the Art of Virtualization. In Proceedings of the 19th ACM
Symposium on Operating Systems Principles (pp. 113-1118). DOI:
10.1145/945445.945462
ACM
University of Cambridge
Intro-/Outrotheme
the_emergent
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