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#169 Managerschulung "Denken wie Kinder" - damit wäre ich vorsichtig, das kann Mitarbeiter auch falsch verstehen!

#169 Managerschulung "Denken wie Kinder" - damit wäre ich vorsichtig, das kann Mitarbeiter auch falsch verstehen!

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Managerschulung "Denken wie Kinder" - damit wäre ich vorsichtig,
das kann Mitarbeiter auch falsch verstehen!

Danke für die Einladung. Der Titel war ja eine Mischung aus
Provokation und Nobrainer: "Denken wie Kinder." Aha. Da ich zu
Hause täglich beim Denken und auch beim Lernen, was mir bei der
ketzerischen und kurzgehaltenen Seminarbeschreibung schon
gefehlt hat, zusehen kann, schauen wir doch mal, was sich hier
einen doch hochpreisig verstecktem Management-Seminar verbirgt
oder eben auch nicht - und warum das wahlweise Quatsch oder
ganz schön nach hinten losgehen kann...

Es gibt gute und schlechte, Mitmach- und Zuhör-Seminare -
genaueres weiß man immer erst zum Schluss! Hier ein
Innovation-Summit / Bild-/Quelle: privat

Schöne neue Corona-bedingte Online-Welt. Kein Aufstehen, wenn
es selbst im Sommer morgens noch dunkel draußen ist. Keine Qual
zu Bahn, Flug oder stundenlang auf der Autobahn. Reicht doch
ein Klick aus, um pünktlich und gut gelaunt, als auch
ausgeschlafen und ohne erste Abenteuer, die sich auf der
Anreise ergeben haben, in der virtuellen Lobby aufzulaufen und
direkt in Smalltalk mit weiteren Teilnehmern einzusteigen.

Und nun kam er also, der große Seminartag.

Im Vorfeld wurden den Teilnehmern eine Mischung aus Duplo,
Playmobil, Fisher-Price und beliebige Formen und Größen als
auch Farben mit individueller Stoffbeklebung übersandt. Dazu
noch Papierschablonen, Klebstoff, Klettband, Tesa und doppeltes
Klebeband. Auf den ersten Blick ohne Sinn und Verstand - aber
hey, denken wie Kinder.

Dann kam der Keynote-Speaker. Ich hatte es schon befürchtet:
viel Tschakka, zurück in die Kindheit, Entdecker sein, statt
Papierbergwälzer. Auch mal Rückschläge akzeptieren können, das
seien ja schließlich nur Umleitungen zum Ziel. Eben mal den
Blickwinkel ändern, warum nicht auf allen Vieren unter dem
Schreibtisch abtauchen.  Und noch mehr so Zeugs.

Parallel dazu eine Diashow aus nicht immer ganz passenden
Folien mit Kinderbildern, die die langweiligen Überschriften
auf den Folien wohl unterstreichen oder für ahnungslose
visualisieren sollte. Allerdings war nicht immer klar, ob die
Folie wirklich zum Gesprochenen passen soll - oder eher, ich
sage es mal vorsichtig, zum Nachdenken anregen sollte...

Dann noch eine Einweisung in die übersandten Gegenstände.

Und, erwartungsgemäß, fing der Spaß für uns an: hatten doch
immerhin zwei Teilnehmer die übersandten Inhalte aufgrund eines
"Missverständnisses" den eigenen Kindern übergeben und daher
nicht oder eben nicht in der übersandten Form mehr griffbereit.
So schnell wird man vom Teilnehmer zum Zuseher,  nichts
mehr mit erforschen.

Aktiv wurden die Teilnehmer nun ermuntert, die Figuren in
einzelne Teile zurück zu zerlegen und die Anleitungen aus den
Kartons wegzuwerfen. Schließlich gibt es heute keine falschen
Antworten, keine falschen Figuren oder Symbole und auch sonst
ist alles erlaubt.

Gut, dass keine Windeln mit verschickt wurden!

Und dann ging es an ein Potpourri an mal mehr, mal weniger
sinnigen Übungen, mal gemeinsam, mal mit Stoppuhr
gegeneinander, um die Scham vor Fehlern und dem Fördern von
"out of the box"-Denken zu beschleunigen bzw. zu aktivieren.

Natürlich kam dann die große Abschlussaufgabe: aus allem, was
man bekommen hat, was Verrücktes herzustellen. Beliebig.
Kreativ. Und in 50 Minuten. Plus zehn Minuten um das Kunstwerk
zu erläutern, den Weg beschreiben, Hindernisse aufzeigen und
Umwege oder verworfene Versionen zu erwähnen.

Nun, kreativ musste es schon sein, da Lego und Playmobil schon
mal nicht kompatibel sind. Auch Fisher-Price hat jetzt nicht
wirklich eine "Schnittstelle" zu den zuvor benannten. Also: wer
konnte seine "Box" für die Abschlussübung am besten und
weitesten verlassen und konnte kreativ so viel wie möglich
zusammendrücken?

Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, ich wäre hier noch
mit Herzblut und Lernwillen dabei gewesen. Ich war sch Folge
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„#169 Managerschulung "Denken wie Kinder" - damit wäre ich vorsichtig, das kann Mitarbeiter auch falsch verstehen!“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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