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Wie viele Juraprofessorinnen und -professoren haben migrantische
Wurzeln? Welche Anwältinnen und Anwälte mit Migrationshintergrund
kennt man so? Aber ist es wirklich nötig, im Jahre 2023 noch über
die Herkunft von Juristinnen und Anwälten zu diskutieren? Macht es
wirklich einen Unterschied, ob eine Anwältin, Juraprofessorin,
Juristin einen Migrationshintergrund hat? Ist es nötig, dass
schwule Juristen ihre Sexualität „wie eine Monstranz vor sich
hertragen“? Gehören wir Juristen nicht einem aufgeklärten
Berufsstand an, dem es fremd ist, nach Geschlecht, Herkunft,
Wurzeln, Sexualität zu unterscheiden? Juraprofessor Felix
Hanschmann (Bucerius Law School Hamburg) erregte kürzlich einiges
Aufsehen mit einem Interview, das er anlässlich der „Kleinen
Staatsrechtslehrertagung“ gab. In dem Interview äußerte sich
Hanschmann kritisch über den „Habitus“, der (nicht nur) die
Staatsrechtslehrertagungen dominiert: „Bürgerlich, weiß, ganz
dominant weiß, ziemlich überwiegend männlich.“ Niko Härting spricht
mit Hanschmann über den „Habitus“ von Juristinnen und Juristen,
über Chancengleichheit und die Sichtbarkeit von Minderheiten. Warum
dominiert auf vielen Tagungen, Sitzungen, Zusammenkünften und
Juristen- und Anwaltstagen die Generation 50+? Warum sieht man so
wenige Kolleginnen und Kollegen mit Migrationshintergrund? Weshalb
gibt es unter Juraprofessoren und prominenten Anwältinnen auch 2023
nur wenige offen Homosexuelle? Wenn Umgangsformen „aus gutem
deutschen Haus“ gepflegt werden, fühlen sich Anwältinnen mit
migrantischen Wurzeln, schwule Juristen oder auch
Bildungsaufsteiger oft nicht als „dazugehörend“. Hanschmann und
Härting sprechen darüber, wie sich dies ändern lässt und welche
Bedeutung Diversität in allen juristischen Berufsgruppen hat.
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„Follow the Rechtsstaat Folge 47“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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